Eigenbau-Idee: OS-Verdampfer für Gitterboden

  • Nach dem Studium diverser Strom- und Gas-betriebener Oxalsäure-Verdampfer kam mir folgende Idee:


    Voraussetzung: Gitterboden aus Metall


    Da man den Gitterboden bei der Behandlung mit einem Schieber abschließen soll, könnte man doch auf einfachste Art hier den Verdampfer unterbringen:


    - Man macht einen Schieber aus hitzebeständigem Material (z.B. 1cm-Gipsfaserplatte / Fermacell).
    - In diese Platte bohrt man ein Loch geeigneten Durchmessers für die Aufnahme der Verdampferschale.
    - Diese könnte z.B. die Metall-Hülle eines Teelichts, ein Alu-Filmdoserl (wer hat das noch?) oder ähnliches sein.
    - Schiebt man die Platte unter das Gitter, kann man die Schale auf irgendeine Art von unten erhitzen (Kerze, Teelicht, Grableuchte, Gasbrenner etc.).
    - Der Verdampfer sollte möglichst unter dem Bienensitz sein. Da dieser fast nie in der Mitte ist, macht man mehrere Löcher, von denen man das geeignetste verwendet und die anderen irgendwie verschließt.


    Vielleicht hat jemand schon so etwas probiert und kann von seinen Erfahrungen berichten?


    Grüße,


    Gerhard

  • Ich kann mir nicht vorstellen, das die Dämpfe so richtig verteilt werden.
     
    Ein richtiger Verdampfer kostet 200 Euro, damit hat man dann auch was, das funktioniert. Man sollte nicht an der falschen Stelle sparen. Im Frühjahr ist dann wieder das große Rätseln, warum nichts mehr fliegt.:confused:


    Außerdem möchte ich nicht bei schlechtem Wetter und Wind im Dezember mit Grablichtern hantieren müssen, da ist mir ein Gasbrenner lieber, bei dem alles in 2 Minuten erledigt ist.
     
    Nicht böse sein, ist nur meine persönliche Meinung.:wink:

  • Das könnte ein gar nicht so schlechter Ansatz sein, etwa das Prinzip des Oxamaten beizubehalten und das ganze lediglich in flacherer Version gekippt von unten anzuwenden. Hätte den Vorteil weniger Störungen wie beim Entfernen von Deckel und Folie. Voraussetzung wäre natürlich ein bei jedem Volk ausreichender Platz an Höhe von der Erde bis zum Einschubbrett.


    Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob ein von unten Arbeiten hinsichtlich der Schwere der Dämpfe funktionieren könnte, ohne als Luftstromquelle gleich einen Fön verwenden zu müssen. Denn eben dieses Nichtstören durch den Ventilator macht den Oxamaten ja so bienenfreundlich...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • ...und die Damen wundern sich über den heißen Hintern, den sie plötzlich bekommen...:Biene:


    Wachs soll übrigens brennen können, hab ich gehört.:cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,
    nach meinen Erfahrungen wid dir die verdampfte Oxalsäure direkt wieder an deinem Bodengitter festwerden. Du bekommst dies nicht warm genug.
    Alois


    ... wer mit Verdampferpfännchen Erfahrung hat, wird genau diese Eigenschaft der OS-Säure bei der Verdampfung bestätigen. Sie kristallisiert (teilweise) am V2A-Gitterboden als feiner Belag aus. Das Metall ist kalt und die OS 'erstarrt' dort sehr schnell. Der OS-Dampf sollte möglichst mit einem Ventilator in der Beute verteilt werden und dann möglichst oberhalb des Metallgitters. Wir arbeiten mit dem Varrox und genau da entsteht dieses Problem. Alle (mir gekannten) OS-Verdampfer bestücken/bedampfen die Beute von unten - außer das Gerät von Alfranseder. Dieses scheint etwas besonderes zu sein.

  • Hallo
    Nein das funktioniert nicht, bzw nicht besser als das was besteht.
    1. Viele Böden sind zwar unten mit Gitter, aber nicht so zugänglich für diese Anwendungen von unten und außen (stehen auf Paletten oder ähnlichen)
    2 . Der Effekt ist ja, das Innen kein Überdruck entstehen soll, weil dadurch der Dampf nach außen dringt.
    3. Durch den Ventilator wird der Dampf überallhin gleich verteilt. Fast nichts dringt nach außen.
    4. Die Böden sind oft von unterschiedlicher Bauform, oben haben wir fast immer gleiche Zargenmaße. Die Schwierigkeiten beim Abdecken werden mit dem Aufsetzen der Schutzmaske behoben, ohne sollte man das nicht machen.
    Gruß Peter

  • Guten Abend zusammen.


    Diese Idee hatte ich letztes Jahr auch. Ich wollte was konstruieren, das selbst vor sich hin "tuckert", der Brennstoff auf ca. 5 min. ausgelegt ist und ich somit absolut nicht mit OS-Dämpfen "kontaminiert":wink: werde.
    Ich hab mir Kupferhülsen gebastelt mit kurzem Dampfrohr, das ganze in einem Kästchen aus Gipskarton vor's Flugloch gesteckt und mit Brennpaste geheizt!
    (Kerzen reichen nicht, die bringen nicht die nötige Temperatur hin.)
    Die Kondensation der OS am Kupferrohr war mein Problem, ich brachte es einfach nicht richtig zum funzen.
    Unter dem offenen Gitterboden mit Schälchen könnte es aber gehen, dass mir diese Idee nicht gekommen iss!:oops:
    Heute arbeite ich mit einem gasbetriebenen Gerät, mit Ventilator und einer guten Maske.
    http://sury.ch/product_info_php?cPath=3_10_293_299_305&sort=2a&products_id=7676
    Ich arbeite mit der Einwegmaske 3M 04255, alle anderen Einwegmasken habe ich getestet, und als zuwenig dicht empfunden, aber warscheinlich habe ich noch die alte Nasenform:lol:.






    Viele Grüsse Melli...! der wohl erst in 3 Wochen verdampft...weil...

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

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  • Warum sollen die Bienen einen heißen Hintern bekommen:confused:


    Hallo Heiko,


    wenn ich unten das heiße Gas reinblase, steigt es senkrecht hoch (Kamin).
    Kann ja gut gehen...


    Aber ich hätte halt Bedenken, daß es den Bienen darüber zu heiß wird.
    Möglicherweise kann auch Wachs schmelzen.


    Sind halt nur so Überlegungen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Danke für die vielen Antworten!


    Günther: An den störenden Wind habe ich auch schon gedacht. Notfalls muss man sich halt einen windstillen Tag aussuchen (bei mir stehen die Magazine im Garten, da hab ich nicht weit).


    Alois und Jonas: Die Kondensation am Bodengitter könnte tatsächlich ein Problem werden oder zumindest die Ausbeute an OS-Nebel reduzieren. Dann muss man halt die Dosis erhöhen, kostet ja fast nichts! Wenn ich aber das Schälchen ganz nahe unter dem Gitter habe und genügend einheize, wird vielleicht auch das Gitter warm genug.


    Betreffend heißer Hintern etc.: Verdampfer direkt unter dem Gitterboden kann nicht schlimmer sein, als die bewährten elektrischen Verdampfer, welche man durch das Flugloch (über dem Gitterboden, falls man einen hat) einführt. Und wenn das Verdampfen klappt, ist die Wirkung sicher vergleichbar mit diesen Produkten.


    Im übrigen sollte das nichts Kommerzielles werden, mehr als € 2.- könnte man dafür auch nicht verlangen :roll:.


    Grüße,


    Gerhard

  • ... Im übrigen sollte das nichts Kommerzielles werden, mehr als € 2.- könnte man dafür auch nicht verlangen :roll:.


    Da bin ich anderer Meinung. Schau dir die Preise für Verdampfer an. Den, den ich habe, der kostet heute so ca. 80.-€, andere sind noch teurer und ein "Gitterbodenverdampfer" hat was, ich glaube, den würde ich auch für meine Magazine nutzen wollen (vorausgesetzt er ist richtig durchdacht).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Man kann ja z.B. auch die Baupläne veröffentlichen unter einer Lizenz die die kommerzielle Nutzung nicht erlaubt und selbst in die Produktion gehen. Wer selber bauen will hat ne gute Vorlage und wer kaufen will kauft.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"