Ist Honig giftig?

  • :confused: Was wäre, wenn unser Honig giftig wäre? :confused:
     
    Ich möchte es mir gar nicht vorstellen können und getraue mich diese Frage auch schon fast nicht im Forum zu stellen.
    Aber, was wäre, wenn...
     
    Bei der riesigen Anzahl an PSM und sonstiger kurz- und langlebiger Gifte in der Umwelt, die zwangläufig auch in den Honig gelangen müssen, mache ich mir eben so meine Gedanken.
    Und untersucht wird ja immer nur das, was untersucht werden soll. Wer weiss denn immer so genau, wonach er eigentlich suchen soll und wie alles in der Kombination wirkt?
     
    :confused: - Gedanken an einem regnerischen Novembertag - :confused:

  • ...alleine schon, weil alles, was man im Übermaß zu sich nimmt tödlich ist, ist Honig theoretisch auch giftig... :wink:

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Guten Abend,
    Wir suchen im ausländischen Honig nicht nach Gen-Pollen,
    dafür wird in unserem Honig nicht nach PSM Rückständen gesucht.
    So ist das Leben, und wehe da popelt einer drin rum!!
    Gruß
    Helmut

  • Die Ergebnisse der Untersuchungen von Maryann Frazier und der CCD workgroup aus den USA haben in Bienenprodukten folgendes gefunden:


    Acephate
    Acetamiprid
    Aldicarb sulfone
    Aldicarb sulfoxide
    Allethrin
    Amicarbazone
    Amitraz (2,4-DMA)
    Amitraz (2,4-DMPF)
    Atrazine
    Azinophos-methyl
    Azoxystrobin
    Bendiocarb
    Bifenthrin
    Boscalid
    Captan
    Carbaryl
    Carbaryl (1-Naphthol)
    Carbendazim
    Carbofuran, 3-hydroxy
    Carfentrazone
    Chlorfenapyr
    Chlorothalonil
    Chlorpyrifos
    Coumaphos
    Coumaphos-Chlorferone
    Coumaphos oxon
    Cyfluthrin
    Cyhalothrin (total)
    Cypermethrin
    Cyprodinil
    Deltamethrin
    Diazinon
    Dicofol
    Difenoconazole
    Diflubenzuron
    Dimethomorph
    Diphenylamine
    Endosulfan 1
    Endosulfan 2
    Endosulfan sulfate
    Esfenvalerate
    Etoxazole
    Fenbuconazole
    Fenhexamid
    Fenpropathrin
    Fluvalinate
    Heptachlor
    Hexachlorobenzene
    Imidacloprid
    Imidacloprid olefine
    Imidacloprid, 5-hydroxy
    Indoxacarb
    Malathion
    Methidathion
    Methoxyfenozide
    Methyl parathion
    Metolachlor
    Metribuzin
    Myclobutanil
    Norflurazon
    Oxamyl
    Oxyfluorfen
    p,p'-DDE
    Pendimethalin
    Permethrin
    Phosmet
    Pyraclostrobin
    Pyrethrins
    Pyrimethanil
    Quintozene (PCNB)
    Sethoxydim
    Simazine
    Tebuconazole
    Tebufenozide
    Tebuthiuron
    Tetramethrin
    Thiabendazole
    Thiacloprid
    Tribufos
    Trifloxystrobin
    Trifluralin
    Vinclozolin


    Im Honig sind die Werte allerdings sehr viel geringer als in Bienenbrut, Larven oder Wachs. Das liegt darin, dass die meisten pestiziden Stoffe sich mit dem Wachs verbinden (fettlöslich statt wasserlöslich).


    Auch in unserer Nahrung findet sich die gesamte Palette der Pestizide wieder (wobei deren Metabolite/Abbaustoffe wenig berücksichtigt sind, die aber auch giftig sein können). Die Tabelle des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit (BVL) wird einigen schon bekannt sein, hier zur Vollständigkeit:


    http://www.bvl.bund.de/cln_007….pdf/eg2005-psm-tab-E.pdf


    Die Tabelle zeigt den Pestizidgehalt von Lebensmitteln aus unseren Supermärkten. Die Tabelle zeigt damit vor allem eines: Wenn Honig aufgrund der Belastung mit Umweltgiften nicht mehr verkehrsfähig ist, dann gilt dies auch für den Rest der verkauften Nahrungsmittel. Die Belastungen im Trinkwasser kann ich auf Wunsch ebenfalls gern ausführen.


    Die Situation der chemischen Belastung des Naturhaushalts ist schlichtweg inakzeptabel.


    Wie unselbstständig und wenig selbstbestimmt viele Menschen geworden sind, zeigt sich unter anderem in der Hinnahme selbst körperlicher Beeinträchtigungen und in der Hinnahme der Verunreinigung der Nahrung.


    Ich möchte hiermit diese Menschen nicht angreifen, sondern auffordern, sich Gedanken zu machen, Fragen zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und eine Änderung der Situation mit kleinen Lösungen für sich herbeizuführen. Ganz nach dem Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!


    Bernhard

  • Wenn man nichts zu imkern hat dann macht man sich halt über giftigen Honig Gedanken und verunsichert gleich mal ein paar potentielle Honigkunden die hier sicher mitlesen.
    Ich kann nur immer wieder staunen welche Gedanken aus langer Weile entstehen.

    Bernhard schrieb:


    Die Situation der chemischen Belastung des Naturhaushalts ist schlichtweg inakzeptabel.


    Das stimmt so wie es ist. Ich würde hier nicht mal von Belastung sprechen sondern von Verschmutzung.
    Olli der nicht giftig ist :D

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich meinte:
    Kann Honig, den ich hier ernte, so viel Gift enthalten, dass ich davon krank werden kann?
    Ich nehme in Kauf, einige potentielle Honigkunden zu verunsichern, die hier mitlesen. Das ist mir klar. Aber das Thema ist mir wichtig.
    Denn nützt es uns zu denken: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf." ??

  • Es soll doch bestimmte Gifte geben, die nur bei Insekten wirken und uns Menschen verschonen.
     
    Ebenso gibt es wahrscheinlich auch Giftstoffe, die für Säugetiere (Menschen) giftig sind und nicht für Insekten (vielleicht auch nicht für Elleritzen). Und dann?
     
    Selbst bei Säugetieren gibt es trotz aller Verwandtschaft auch noch Unterschiede, sonst könnte man ja die Ergebnisse aller Tierversuche an Affen, Schweinen, Mäusen usw. ohne weiteres sofort auf Menschen übertragen. Aber so einfach ist das nicht.
     
    Ich würde mich auch gerne in dem Glauben wiegen: Was eine Biene aushält, das halte ich noch immer aus. Aber ist es auch wirklich so?
    Die Vielzahl der Giftstoffe, die man überall findet, sagt ja eigentlich auch noch nicht so viel aus. Wichtig ist ja alleine die Konzentration, in der das Gift vorkommt und seine Giftigkeit oder auch die oft noch nicht genügend untersuchte Wirkung von Giften in der Kombination mit anderen.
     
    Wenn ich lese, was auf den Beipackzetteln der PSM steht und ich davon ausgehe, dass nicht alle Spritzmittel immer sachgemäß angewandt werden - sei es aus Gleichgültigkeit, Besserwisserei oder Unwissenheit - gehe ich davon aus, dass doch einiges davon in unseren Organismus gelangt. Vielleicht stellt sich irgendwann heraus, dass ADSH seine Ursache in irgendwelchen Nervengiften hat? Oder, oder, oder,... :confused:

  • ...Vielleicht stellt sich irgendwann heraus, dass ADSH seine Ursache in irgendwelchen Nervengiften hat? Oder, oder, oder,... :confused:


    ...oder daß wir nur deshalb heute älter werden als unsere "Altvorderen"... :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Das ist ja eine seltsame Ansicht. Da sollte man den Begriff "Gift" etwas anders definieren. Hast du es mit dem engischen "gift" verwechselt?

  • ...oder daß wir nur deshalb heute älter werden als unsere "Altvorderen"... :wink:


    Was nützt das höhere Alter, wenn die Mehrjahre durch Krankheiten getrübt werden?


    Nur so ein Gedanke.


    Bernhard