Bebrütete Waben-weniger Milben ?

  • Moin,moin
    Es lässt mir keine Ruhe :
    Versuche mit Jungvölkern 

    • Einfluss des Wabenalters auf die Volksentwicklung und den Varroabefall (26 Völker). In 2001 hatten Jungvölker, die auf neuem Wabenbau gehalten wurden, im Herbst mehr als doppelt so viele Varroamilben wie Jungvölker, die mit alten tiefschwarzen Waben ausgestattet wurden. Das Wabenalter hatte sich nicht auf die Volksentwicklung ausgewirkt. Dieser Versuch wurde in 2003 an zwei Standorten wiederholt. An einem entwickelten sich die Jungvölker auf den alten Waben etwas besser als die auf den jungen Waben. Vermutlich hat mit alten Waben gegebener Pollenvorrat zu einer höheren Brutleistung geführt. Die Altwaben-Völker zogen von Juni bis Oktober im Durchschnitt 26000 Brutzellen und damit etwa 5000 mehr auf als die Jungwabenvölker, was sich in einer um 1000 Bienen höheren Einwinterungsstärke niederschlug. Doch lag auch der Varroa-Abfall nach OSINAL-Behandlung bei den Altwabenvölkern mit durchschnittlich 550 Milben dreimal so hoch wie bei den Jungwabenvölkern. Am zweiten Standort gab es dagegen keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.
    • aus :
    • Jahresbericht Hohenheim 2003
  • Moin,
    dieser Artikel wurde mir zugemailt.
    Da mit Osinal behandelt wurde, ist es für mich leider nicht aufschlussreich.
    Andrerseits meine ich , das Osinal überhaupt nicht wirkt.
    Ich habe selbst Versuche mit Osinal gemacht.
    Das Tuch wurde trocken und die Oxalsäure kristallisierte aus, und wurde von den Bienen zerschrotet.
    An den Versuchen, mit flüssigen Trägermarerialien das Tuch feucht zu halten, habe ich mich nicht mehr beteiligt.
    Sollte Osinal doch gewirkt haben, ist der Versuch für den Nichtbehandler unbedeutend.
    Logisch für mich ist nur : Auf bebrüteten Waben haben die Milben BEDEUTEND weniger Platz.
    Was sagt ihr dazu ?
    Gruß
    Helmut
    Dank an Manne für die Anregung

  • Hallo Helmut,


    wo hast du den Jahresbericht aus Hohenheim von 2003 her. Gibt es wo ein Archiv? Ich bräuchte nämlich alle verfügbaren Berichte aus Hohenheim. Dort habe ich bis heute noch nicht direkt gefragt.


    Gruß
    Werner

  • Hallo Helmut,


    wo hast du den Jahresbericht aus Hohenheim von 2003 her. Gibt es wo ein Archiv? Ich bräuchte nämlich alle verfügbaren Berichte aus Hohenheim. Dort habe ich bis heute noch nicht direkt gefragt.


    Gruß
    Werner


    Hallo Werner Egger
    Hier könnte man das probieren
    http://www.lwg.bayern.de/bienen/
    Hier gibts auch intresannte Infos
    http://www.laves.niedersachsen…N3218253_L20_D0_I826.html



    imkerliche Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Herby ()

  • Hallo Helmut,


    verstehe ich das falsch oder widersprechen sich die Ergebnisse?


    2001: Altwabenvölker haben halb so viele Milben wie Jungwabenvölker
    2003: Altwabenvölker haben drei mal so viele Milben wie Jungwabenvölker
    2. Standort: keine Unterschiede zwischen den Völkern


    Damit hat die Studie doch kein eindeutiges Ergebnis.

    Hohenheimer Einfachbeute, Zander - Aufstellort: Streuobstwiese - ca. 450 m ü. NN

  • Hi
    RABE,
    sehe ich genauso.
    Deshalb meine Frage/Meinung zu Osinal.
    Es ist leider nicht unbehandelt weiterverfolgt worden.
    Warum auch immer.
    Möglicherweise war man an einem positiven Ergebnis nicht interessiert ?
    Die ganzen anderen Forschungen vielleich sogar überflüssig geworden ?
    Ich hätte gerne auch die Meinung der anderen Forumer gehört.
    Gruß
    Helmut

  • Moin, Helmut,
    Osinal hat nix gebracht, außer daß die Kisten komplett mit den zerschroteten Tüchern versaut waren - ein erhöhter Milbenfall kam bei meinen beiden Versuchen nicht vor, und damit war der Keks gegessen damals.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Um die Threadfrage zu beantworten: ja, ich glaube schon, daß die Zellgröße was ausmacht, und deshalb funzen ja auch die 4,9er MWs trotz aller Bienen-Ungemäßheit.
    Ich will die Bienen aber nicht mehr derart vergewaltigen, deshalb Naturbau, und da werden die kleinen Zellen eben nur im Frühjahr bebrütet - was allerdings auch schon was ausmachen kann.


    Bevor jetzt wieder wer schreit: rechnet euch doch bitte mal die verschiedenen Volumina einer 5,6, einer 5,2, und einer 4,9mm Zelle aus, mit entsprechenden Zelltiefen bei 35mm und 32mm Wabenabstand.
    Ich bin nicht der Meinung, daß dann auch die Milben entsprechend kleiner ausfallen.
    Und dann dürfte es sogar bei 5,6 und 32mm für sie sehr, sehr eng werden.
    Wenn man dann die schweizer Arbeit dazunimmt, was die Abläufe in den Zellen angeht, könnten da dann wirklich "Milbenunfälle" vorkommen, die eine erfolgreiche Vermehrung verhindern.
    Wenn dann nur 10% der Mutter ohne fruchtbare Töchter rauskommen, wäre das schon ein Riesenfortschritt und würde die Herbstzahlen deutlich senken.
    Dann noch Bienen, die multiparasitierte Zellen erkennen und ausräumen, und sich gegenseitig lausen und Milbenfüße abbeißen, und das Problem tut schon fast nicht mehr weh...:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ein Hinweis:


    Zu Anfang treten auch Verdünnungseffekte auf, also wenige Parasiten verteilen sich auf viele Wirte. Dies ist eine weit verbreitete Beobachtung in der Verhaltensbiologie. Wie gesagt, zu Anfang.


    Bernhard

  • Moin Bernhard,
    den Zusammenhang der Verdünnung habe ich nicht verstanden ?
    Die jährliche Bauerneuerung durch zB "Vorweggenommener Schwarm":Viel Platz für Milben.
    Schwarze Brutwaben : wenig Platz für Milben.
    Wenn ich die jährliche Bauerneuerung aber machen MUSS, wg. PSM verseuchtem Wachs und Pollen, ist sowieso alles zu spät !
    Deshalb hätte ich mir die Beobachtungen ohne Behandlung gewünscht.
    Ich lasse jetzt aber erstmal nur noch in bebrüteten Waben brüten
    Gruß
    Helmut

  • Falls sich noch jemand an "Manne" erinnern kann, der war auch für dunkle Waben.
    Der kam auch ohne" Varroabehandlung" aus, wie auch immer. Ich denke auch, das in kleineren Zellen, die Milben sich nicht ungehindert entwickeln können.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)