Unkrautvernichtungsmittel auf Stoppel?

  • Peter: ich halte das für eine supergute Idee - kriegst du deinen Verein dazu, dabei mitzuziehen?


    Ich glaube eher nicht, dass interessiert zu wenige. Selbst hier im Forum hätte ich mir mehr Resonanz darauf erwartet.
    Vielleicht verdrängen viele diesen Gedanken, so nach dem Motto es wird mich schon nicht erwischen, denn bis jetzt ging es auch. Allerdings sind Bienenverluste durch Spritzmittel nicht immer leicht zu erkennen.
    Gruß Peter

  • Allerdings sind Bienenverluste durch Spritzmittel nicht immer leicht zu erkennen.


    Und zwischen "erkennen" und einem gerichtsfesten Beweis liegen dann immer noch Welten... :-(

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Und zwischen "erkennen" und einem gerichtsfesten Beweis liegen dann immer noch Welten... :-(


    Da aber für solch einen Beweis das Pflanzenschutzamt eine entscheidende Rolle spielt, die aber bis zu meinem Anruf noch nie von irgendeinem Imker etwas über Bienenvergiftungen durch PSM gehört haben, deshalb meine Idee.
    Ich möchte ein Umdenken bei den Pflanzenschutzämtern erreichen, d.h. die für uns Imker mehr zu sensibilisieren. Praktisch bedeuted das für mich, mehr vor Ort Kontrollen bei LW.
    Damit brauchen wir nicht mehr pauschalisieren und die schwarzen Schafe werden vielleicht mehr in die Enge getrieben. Und sollte dann trotz vorschriftsmäßiger Spritzung ein Schaden entstehen, dann haben die auf dem Amt zumindest schon mal von den Problemen der Imker gehört.
    Gruß Peter

  • Das ist schon ein brandaktuelles Thema, Peter.
    Es fehlt eben meist die Zeit, um etwas zu unternehmen, was aber nötig ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Da aber für solch einen Beweis das Pflanzenschutzamt eine entscheidende Rolle spielt, die aber bis zu meinem Anruf noch nie von irgendeinem Imker etwas über Bienenvergiftungen durch PSM gehört haben, deshalb meine Idee.
    ....
    Gruß Peter


    Hallo Peter,
    dein Einsatz in allen Ehren.
    Aber wir schreiben das Jahr 2009. Selbst alte " Mütterchen " stellen mir Fragen zum Thema Bienensterben und PSM-Belastungen.
    Wenn mir dann ein Beamter, ein Landwirt oder sonst ein Mitarbeiter irgendeiner Behörde erzählt das er noch nie, NIE ,etwas von dieser Problematik gehört hat dann fühle ich mich einfach nur verarscht !!!


    Ich will dir eine Geschichte ezählen, selbst erlebt vor einem Jahr :
    Bei einem Spaziergang an der Neiße überraschte ich gerade Mitarbeiter des hiesigen Umweltamtes wie sie Wasserproben aus dem Fluß zogen.
    Wir kamen ins Gespräch. Und mit wichtiger Miene erläuterten sie mir , sie überprüfen ob das hiesige Klärwerk auch die vorgeschriebenen Werte bei der Wassereinleitung in den Fluß einhält.
    Meine Frage warum sie dies reichlich 5 ( FÜNF ) Kilometer Flußabwärts tun , und nicht unmittelbar am Zulauf aus dem Klärwerk wurde nur mit irritierten Blicken beantwortet.


    (Ich muß dazu sagen das ich besagte Mitarbeiter im Gespräch darauf hinwies das man schon blind sein muß um die teilweise dicken Schaumteppiche und den Waschmittelgeruch auf den ersten tausend Metern im Fluß und Zufluß zu übersehen / bzw. zu überriechen. Sie bräuchten nur ein paar km Flußaufwärts fahren . Es führt eine gut befestigte Teerstraße direkt an den Zulaufgraben des Klärwerkes.
    Leider war besagtes Gespräch damit beendet. ... )


    @ Peter, ....bist du dir wirklich sicher das besagte Ämter überhaupt etwas wissen und finden WOLLEN ???
    Seit dem von mir beschrieben Erlebnis habe ich da so meine Zweifel.


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Hallo Finvara,
    das ist doch kein Einzelfall, sondern vielfach gängige Praxis. Was nicht sein darf, kann nicht sein und dann löst man die "Probleme" auf solche Art und Weise. Nur dumm, dass immer mehr Menschen merken dass man Sie versucht zu verarschen und irgendwann ist die kritische Masse überschritten...
    Wenn Du dich etwas mit Wasser befasst (Viktor Schauberger etc.) weist Du dass diese Verunreinigungen aber sehr gut zig, zig Km Flussabwärts problemlos an den Clustern, den Wasserstrukturen nachgewiesen werden können und das in geringsten Mengen. Aber natürlich nur sofern man es will. Vielfach könnte ne Menge Geld gespart werden, wenn man nur die Augen aufmacht.
    Das selbe ist doch auch mit PSM.

    Sonnige Grüsse

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Na jetzt gehts los ... :roll:

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin,
    ich erinnere hier an das Versprechen von Peter Maske :
    Wir arbeiten nur noch mit den Instituten zusammen, die diese Probleme für uns anpacken.
    Wichtigste Vorgabe : Toxikologische Untersuchungen.
    Sollte das Geld aber schon wieder auf alle Institute(Varroaresistenzzüchtungsforschung)verteilt sein,
    nehmen wir das Geld der Rückzahlung(CMA) und von jedem Imker 1 Euro, und nehmen es selbst in die Hand.
    Also harren wir der Dinge die da kommen.
    An ihren Taten werden wir sie messen die unsrigen Landesfürsten.
    Gruß
    Helmut


  • Aber wir schreiben das Jahr 2009.
    Wenn mir dann ein Beamter, ein Landwirt oder sonst ein Mitarbeiter irgendeiner Behörde erzählt das er noch nie, NIE ,etwas von dieser Problematik gehört hat dann fühle ich mich einfach nur verarscht !!!


    Hallo Finvara,
    du hast recht, doch so ungefähr hörte es sich 2008 bei meinem Bienenschaden an. Die Mitarbeiter hielten es für ausgeschlossen, dass meine Bienen an Rapsspritzmitteln im Mai 2008 gestorben sind und das trotz Wirkstoffuntersuchung vom JKI (Thiacloprid und Boscalid gefunden).
    Seit 20 Jahren ist dem Pflanzenschutzamt nur ein Fall bekannt gewesen.

    Zitat

    @ Peter, ....bist du dir wirklich sicher das besagte Ämter überhaupt etwas wissen und finden WOLLEN ???


    Bin ich nicht. Ich glaube sogar, das auf den Landwirtschaftsämtern einige Nebenerwerbslandwirte sitzen, zumindest stammen sie aus der Landwirtschaft und kennen somit viele ihrer "Kollegen". Da ist durchaus denkbar, dass keiner dem anderen ans Bein pinkeln möchte.
    Doch wenn die Aussage stimmt, dass bisher seit 20 Jahren nur ein Imker sich gemeldet hat, dann liegt auch eine Teilschuld an uns Imkern.
    Drohn schrieb mal so treffend, man findet auf diesen Ämtern nur Prospekte der Pflanzenschutzmittelhersteller. Wenn wir Imker uns nicht zucken, dann ist mir klar, dass die nur einseitig geschult werden. Die sind felsenfest davon überzeugt, dass die PSM ausreichend geprüft werden und somit unschädlich (bei richtiger Anwendung) sind.
    Gruß Peter

  • Nö sofern nicht die Fetzen fliegen bleibter offen ;)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • Ich glaube sogar, das auf den Landwirtschaftsämtern einige Nebenerwerbslandwirte sitzen, zumindest stammen sie aus der Landwirtschaft und kennen somit viele ihrer "Kollegen". Da ist durchaus denkbar, dass keiner dem anderen ans Bein pinkeln möchte.


    Das musst Du den Beamten genau so sagen,
    dann haben sie bestimmt ein offenes Ohr für dein Anliegen.:-D:-D


    Übrigens, Werbung von Pflanzenschutzmittelhersteller findet man auch in diesem Forum, oder in der Mappe
    -Grundwissen für Imker-, oder in der ADIZ usw.


    Mit Deiner Aktion stellst Du alle Landwirte in deiner
    Umgebung unter Generalverdacht. Ich glaube nicht,
    dass das eine gute Grundlage für ein friedliches Miteinander ist.


    Stell Dir doch bitte einmal vor, jemand erstellt eine TK50
    in der alle Imkereien aus deinem Gebiet eingezeichnet sind.
    Und diese Karte übergibt er der LSV, dem Eichamt,
    der Gesundheitsbehörde usw., damit diese Behörden
    besser Kontrollen durchführen können.
    (Nach dem Sprichwort: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser)
    Glaubst Du, dass solch eine Aktion viel Applaus bekommen wird?