Unkrautvernichtungsmittel auf Stoppel?

  • Eins möchte ich gern noch anmerken weil ich vorhin eine Doku gesehen habe die mir wieder eine andere Sichtweise gezeigt hat: Ich denke dass es gewisse Sachzwänge gibt, die den Landwirt so derartigen Handeln gewissermaßen zwingen und alle haben mit Geld zutun.
    Ich versuche das zumindest in Zukunft nicht zu vergessen wenn ich anprangere :)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • ...eine Studie besagt, die HauptverursacherInnen wären die KleingärtnerInnen - immer nach dem Motto: "Viel hilft Viel"


    Jeder einzelne Garten hat zwar nur 300 oder 400 qm - das aber multipliziert mit der Anzahl der Gärten eines Vereins (bei mir in der Nähe sind es über 300!!!) - das macht den Braten schön fett.


    Landwirte gehen imho viel schonender mit ihrer Krume um als Kleingärtner. Eine Kartoffel darf schon mal aus der Rolle fallen, aber eine Rose? Nee, nee, da muss gespritzt werden.


    Tja, wie soll das weitergehen...? Wenn es bald keine Gesetze gegen diese Behandlungsorgien gibt - jaaaaaaaaaaaaa, auch bei den ImkerInnen - dann hat Einstein ja doch Recht?

  • Lysistra, ich kenne keinen Kleingärtner, der seine 300m² flächendeckend behandelt. Da ist die Selektivität viel größer. Ausserdem behandeln nicht alle gleichzeitig, auch ein wichtiger Unterschied. Das nach dem Motto, Viel hilft viel verfahren wird, stimmt trotzdem.


    Gesetze... das macht mich schwach. Ich wage die Behauptung, das wir alle bereits jetzt nicht mehr in der Lage sind, uns gesetzeskonform zu verhalten, weil wir die Vielzahl gar nicht kennen, und die Auslegungen erst recht nicht.


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Dieses gegenseitig mit dem Finger aufeinander zeigen hats noch nie gebracht. Wir Imker sind nicht außen vor.

    Man kann resümieren: Gifte wo man hinschaut, wächst was wo es nicht hinsoll, Gift drauf, ist der Teich mit Algen bewachsen Gift drauf, konventionelle Produktion von Lebensmitteln funktioniert nur mit Giften, die Tiere die wir essen werden prophilaktisch vergiftet, genauso die Pflanzen die wir essen. Haustiere die nur zum Vergnügen gehalten werden, erhalten Gifthalsbänder oder Insektizide getropft gegen Flöhe und Zecken, die Tierärzte geben das auch häufig prohylaktisch, anschließend spielen die Tiere mit unseren Kindern. Wenn wir ein Schnüpfchen haben gleich Antibiotika drauf...wir sind die schlimmsten Giftmischer der menschlichen Geschichte, soweit ich das überblicke. Die Giftarsenale des Militärs lasse ich mal aussen vor, sonst übergebe ich mich gleich.

    Aktuelles Thema einer flächendeckenden vergiftenden Prophylaxe ist der Verkauf der Impfmittel gegen Schweinegrippe. Wer sich mit dem Thema bzw. mit den Folgen dieser Impfstoffe beschäftigt und wer sich zusätzlich damit beschäftigt wer davon profitiert und nicht die Wut kriegt ist für mich erleuchtet.

    Nein es ist nicht harmlos wenn man Haustiere wie Katzen und Hunde mit Giftbändern versieht, es ist nicht harmlos wenn man Stoppelfelder mit Giften bespritzt...es ist einfach dumm.

    Bei der ganzern giftigen Prophylaxe muß man wahrhaft kein Prophet sein um vorher zu sehen, dass wir es bald geschafft haben uns selbst zu vergiften. Guten Appetit.

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)


  • Sich angesichts von jahrelanger öffentlicher Diskussionen über Bienensterben und Umweltzerstörung auf Unwissenheit zu berufen ist wohl das Faulste aller Argumente. (Oder sollte dies ein diskreter Hinweis auf den durchschnittlichen IQ unserer Landwirte sein ??? :confused: Aber auch Unwissenheit schützt übrigens nicht vor Strafe.)


    @ Sabi(e)ne , meine volle zustimmung zu deinem Beitrag.


    Angesichts des geradezu fanatischen Eifers unserer " Bauern "auch jedes noch so erbärmliche Blümchen zu vernichten bleibt dem nichts hinzuzufügen.


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte


  • Angesichts des geradezu fanatischen Eifers unserer " Bauern "...


    Wie immer: Pauschalierung schwächt die eigenen Argumente oder zeugt davon, daß diese einem ausgehen. Ich denke, wir müssen zunächst einmal anfangen sehr viel differenzierter miteinander umzugehen. - Keine zwei Bauern und keine zwei Imker sind gleich...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • BOAH EY, seid ihr bös:evil:

    Wir sind ein Imkerforum und kein "auf-die-Bauern-schimpf-Forum", glaubt Ihr, dass sich hier jemals noch einer als Landwirt "outen" wird, wenns gleich Dresche und über einen Kamm scheren gibt???

    Sicher kann ein imkernder Landwirt bei seinem Bauernstammtisch oÄ, mehr in Bezug auf Verständnis und Aufklärung über die Bienensituation erreichen als wir alle, wenn wir hier intern schimpfen....

    nur mal so...:-D

    Gruß Jule

    Lächeln ist die eleganteste Art seinem Gegner die Zähne zu zeigen:wink:

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Moin,


    Wir sind ein Imkerforum und kein "auf-die-Bauern-schimpf-Forum", glaubt Ihr, dass sich hier jemals noch einer als Landwirt "outen" wird, wenns gleich Dresche und über einen Kamm scheren gibt???

    Sicher kann ein imkernder Landwirt bei seinem Bauernstammtisch oÄ, mehr in Bezug auf Verständnis und Aufklärung über die Bienensituation erreichen als wir alle, wenn wir hier intern schimpfen....


    Das kann ich nur unterstreichen. Ich lebe auch in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Gegend. Auch mir ist schon mal Unverständnis und auch Unwille aus der LW entgegengeschlagen. Das waren aber Ausnahmen. Ich bemühe mich um ein gutes Verhältnis zu landwirtschaftlichen Betrieben, egal ob bio oder konventionell. Im Großen und Ganzen habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Vieles konnte ich im direkten Gespräch klären. Auch denke ich, daß auch hier der alte Spruch vom Hereinrufen in den Wald seine Gültigkeit behält. Ich für meinen Teil lege auf ein freundliches Echo wert, sodaß ich mein Hereinrufen auch entsprechend formuliere.


    sabi(e)ne: Ich habe hier sogar einige sogenannte "konvetionelle" LW, die imkern. Von daher sind die Gräben nicht immer so tief, wie sie diskutiert werden.


    Gruß Michael

  • MichaelM
    Volle Zustimmung.:daumen:


    Ich erinnere mich an ein Gespräch, mit einem Bauern,
    bei dir in der Gegend (Blumendorf).
    Ich fragte ihn, warum er den Ackerstreifen mit Sonnenblumen eingesät hat.
    Antwort: Nur so.

  • Moin, Holsa!


    Der war dazu verpflichtet. Sonst hätte der Ort seinen Namen verloren. ;-)


    Gruss
    Hagen (der sowas auch gern erleben würde.)

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Wie immer: Pauschalierung schwächt die eigenen Argumente oder zeugt davon, daß diese einem ausgehen. ...


    Wenn du meine Argumente sehen willst, ich lade dich gern ein , nächsten Sommer . Bring ein / zwei Tage Zeit und eine gute Kamera mit. Und ich zeige dir " Argumente " im wahrsten Sinne des Wortes bis zu Horizont.
    ... Vieleicht finden wir dann noch die zwei Bauern die nicht gleich sind.


    Es sind nicht die Argumente die schwinden ARebours , sondern die Hoffnung !


    gruß Finvara


    Ps. ...durch einen Imker ist noch kein Bauer zu Schaden gekommen...

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte