...und nach der Behandlung?

  • Hallo liebe Bienengiftallergiebehandlungserfahrenen (BABEs:lol:),


    nach dem ich in meinem dritten Imkerjahr diesen Mai mal wieder gestochen worden bin, habe ich recht heftig allergisch auf den Bienenstich reagiert. Testergebnisse: Hauttest positiv, RAST Klasse 4
    Am 30.11. gehe ich jetzt für 5 Tage ins Krankenhaus und beginne die Desensibilisierungsbehandlung.


    Aber dann?
    Soviele allergische ImkerInnen scheint es nicht zu geben, dass es einheitliche Empfehlungen und Erfahrungswerte zum "Danach" gibt - jedenfalls habe ich zu dem Thema hier im Forum aber auch sonst bei Recherchen im Internet nix Einheitliches und wissenschaftlich fundiertes gefunden. Könnt Ihr mir sagen, ob Ihr da klarere Informationen habt? Mir eventuell Sachen zum Lesen oder Leute zum Fragen empfehlen?


    Ärztemeinungen bis jetzt:
    Arzt 1) Sie sollten sich innerlich von diesem Hobby verabschieden.
    Arzt 2) Da wollen Sie doch wohl so ein Risiko nicht wieder eingehen.
    Arzt 3) Nein, nein, das ist gut wenn Sie während und nach der Behandlung öfter gestochen werden.
    Arzt 4) Klar, da fangen wir möglichst bald mit der Behandlung an. Sie wollen ja sicher im Frühjahr wieder an Ihre Bienen.


    ...


    danke für erhellende Antworten


    und viele Grüße


    Ute

    ...to bee or not to bee, that is the question


  • Ärztemeinungen bis jetzt:
    Arzt 1) Sie sollten sich innerlich von diesem Hobby verabschieden.
    Arzt 2) Da wollen Sie doch wohl so ein Risiko nicht wieder eingehen.
    Arzt 3) Nein, nein, das ist gut wenn Sie während und nach der Behandlung öfter gestochen werden.
    Arzt 4) Klar, da fangen wir möglichst bald mit der Behandlung an. Sie wollen ja sicher im Frühjahr wieder an Ihre Bienen.


    Hallo Ute,


    am dichtesten dran ist Arzt 4, ich hab die zeitlichen Abstaende nicht mehr genau drauf, aber wenn du im November anfaengst, muesstest du im spaeten Fruehjahr im 4-Wochenabstand sein, wo der eine oder andere Stich nicht mehr soviel ausmacht.


    Die Frage ist, wer macht die ambulante Behandlung, Allergologe oder Hausarzt. Ich habe selbst entschieden die Zeitabstaende nach Stichen zu variieren, wuerde aber empfehlen, das mit einem Allergologen in jedem Einzelfall zu entscheiden.


    Versuch deine Arbeiten an den Bienen mit Stichgefahr nach den Behandlungsterminen zu richten und moeglichst z.B. die Woche vor der naechsten Behandlung zu nutzen, dann kannst du je nach Anzahl Stiche entweder die Behandlung verschieben oder ausfallen lassen.


    Ansonsten gilt:
    Sanfte Bienen
    Notfallset in deinem Fall "an der Frau"
    Notfalls mit Schutz imkern, speziell kurz nach einer Behandlung


    Gruss
    Heinrich

  • Moin,

    Zitat

    Am 30.11. gehe ich jetzt für 5 Tage ins Krankenhaus und beginne die Desensibilisierungsbehandlung.
    Aber dann?


    Danach gehst du einmal pro Woche zum Hausarzt und läßt dich pieksen, bis die Saison wieder beginnt.
    Und dann lautet die Empfehlung, sich mindestens einmal alle 10 Tage freiwillig stechen zu lassen, um die erlernte Reaktion des Immunsystems aufrechtzuerhalten.
    Im Winter danach ist nur noch 1x monatlich ein Pieks nötig, und nach drei Jahren sollte das alles vorbei sein.
    Sagt die Klinik in Hannover.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,
     
    .......Sagt die Klinik in Hannover.


     
    Nahezu identisch die Aussagen *meines* Allergologen. Wobei meine Tests negativ waren. Und ich deshalb (oder trotzdem) Schiss vorm nächsten Stich habe.
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Danach gehst du einmal pro Woche zum Hausarzt und läßt dich pieksen, bis die Saison wieder beginnt.


    Ich empfehle, das vorher mit dem Hausarzt abzuklaeren - ist er dazu bereit?



    Und dann lautet die Empfehlung, sich mindestens einmal alle 10 Tage freiwillig stechen zu lassen, um die erlernte Reaktion des Immunsystems aufrechtzuerhalten.


    Kenne ich so nicht und ist bei mir anders gemacht worden, injiziert erst im Wochen- dann Monatsabstand, ggf. variiert nach Stichen.
    Um eine Desensibilisierung zu erzielen, sollten zeitlicher Abstand und Giftmenge moeglichst ueber den gesamten Behandlungszeitraum gleich sein, das funktioniert nach Auffassung zumindest der Aerzte, die mich behandelt haben, mit Stichen nicht, weil die Giftmenge im Stich zu stark variieren kann.


    Gruss
    Heinrich

  • Ich empfehle, das vorher mit dem Hausarzt abzuklaeren - ist er dazu bereit?
     
    ..................
    Gruss
    Heinrich


     
    Hallo Heinrich,
     
    Problem ist wohl, dass intensivmedizinische Ausstattung, oder wie auch immer man das bezeichnen soll, vorhanden sein muss, um im Falle einer *Komplikation* erfolgreich eingreifen zu können. Das haben nicht alle.


    edit: ist Deine Hyposensibilisierung erfolgreich gewesen? Wie imkerst Du jetzt?
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

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  • ist Deine Hyposensibilisierung erfolgreich gewesen? Wie imkerst Du jetzt?


    Hallo Hagen,


    nur kurz:
    Ja, sie wurde vor 13 Jahren beendet und war erfolgreich.
    Ich imkere mit Pfeife und T-Shirt und werde auch schon mal gestochen, wenn ich eine Biene uebersehe und druecke.


    Gruss
    Heinrich

  • Heinrich :


    Na dann hast Du es überstanden, viel Glück weiterhin. Ich hoffe, auch mal wieder einen Schwarm im T- Shirt fangen zu können, wird aber eher eine Kopfsache werden.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Ute!


    Ich hatte das Problem im Jahr 2000. Bei einer Kontrolle wurde ich plötzlich am Oberarm gestochen. Nach einem leichten Schwindelagefühl verließ ich die Bienenhütte danach war das Licht aus. Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Flattermann (Hubschrauber).
    Mein erster Gedanke war, die Bienen müssen weg. Nur ein Bienenstich kann dir auch im Freibad auf der Wiese passieren.
    Nach einem Gespräch mit meinem Hausarzt, riet dieser mir zu einer Hyposensibilisierung.
    Ich begann mit der Behandlung. Zuerst wird dir täglich eine Dosis verabreicht. Danach wöchentlich und zum Schluss monatlich, wobei die Dosies immer verstärkt wird.
    Bei mir hat die Behandlung gut angesprochen.
    Wenn mich heute eine Biene sticht, erleide ich höchstens eine leichte Rötung. Ansonsten keinerlei Symptome. Ich kann dir nur zu einer Hyposensibilisierung raten.
    Liebe Grüsse Josef

  • Hallo Babes,


    hier der aktuelle Stand meiner Behandlung:
    Vom 30.11.09 - 5.12.09 im Krankenhaus über die Tage verteilt lauter Spritzen (22) in steigender Dosierung am Monitor. Ist alles gut gegangen, ich hatte dann am Ende bloß sehr "prächtige" Oberarme.
    Entlassungsdosis war 50 Microgramm. Nach zwei weiteren Injektionen bin ich jetzt bei 70 Microgramm.
    Ende Februar bin ich dann bei 100 Microgramm angekommen - soweit ich weiß, entspricht das etwa einem Bienenstich.
    Die Weiterbehandlung wird bis jetzt auch im Krankenhaus gemacht.
    Ich werde vom weiteren Fortgang berichten.



    viele Grüße


    Ute

    ...to bee or not to bee, that is the question

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