Wildbau in leerer Beute

  • Hallo zusammen.


    Lese schon eine Weile interessiert mit und hab echt schon einiges gelernt:daumen:


    Nun hab ich auch mal ne Frage...


    Vorher kurz zu mir:
    Ich hab vor 1.5 Jahren die Bienen meiner "Hobbyschwiegermutter" nach deren Tod übernommen. Werde nun im Frühjahr endlich den Grundkurs beginnen können (früher war leider keiner in meiner Gegend). Einen guten Imkerpaten hab ich, steh also nicht alleine da:wink:
    Ich habe meine Bienis in einem Bienenhaus (Schweizerkasten).


    Ja, nun zu meinem "Problem": Ich war gestern auf dem Hof meines "Hobbyschwiegervaters". Dort steht ein uraltes Bienenhaus, das seit 1 Jahr nicht mehr in Gebrauch ist. Wir haben dort alle alten/ unbrauchbaren Sachen entsorgt, damit nichts zu leben beginnt...
    Mit Schrecken hab ich festgestellt, dass in einem der Kästen (wo eigentlich das Flugloch "dicht" war) wilde Bienis eingezogen sind...
    Sie leben und surren vor sich hin.


    Was mach ich mit denen? Zur Zeit wohl nichts, ist schon ziemlich Winter dort oben...


    Hab nicht schlecht gekuckt:-D


    Danke für eure Tipps...


    Grüsse aus der Schweiz


  • Ja, nun zu meinem "Problem": Ich war gestern auf dem Hof meines "Hobbyschwiegervaters". Dort steht ein uraltes Bienenhaus, das seit 1 Jahr nicht mehr in Gebrauch ist. Wir haben dort alle alten/ unbrauchbaren Sachen entsorgt, damit nichts zu leben beginnt...
    Mit Schrecken hab ich festgestellt, dass in einem der Kästen (wo eigentlich das Flugloch "dicht" war) wilde Bienis eingezogen sind...
    Sie leben und surren vor sich hin.


    Was mach ich mit denen? Zur Zeit wohl nichts, ist schon ziemlich Winter dort oben...


    Hallo schweizerbiene,


    herzlich willkommen.


    Zuerst eine Frage: Wenn du Hobbyschwiegereltern hast, hast du dann auch eine Hobby-Frau? Oder was versteckt sich hinter diesem Begriff.


    Zu deinem Problem, dass eigentlich keines sein muss, sonder durchaus Anlass zur Freude sein kann.
    Wenn dass Volk jetzt noch ohne Hilfe des Imkers zufrieden lebt, ist es ein starkes Volk. Es kommt selbstständig mit den Widrigkeiten der Umwelt zurecht.
    Wie du schon sagst, jetzt kannst und sollst du nichts machen. Ist es im Frühjahr immer noch aktiv würde ich es weiterführen und von diesem Volk nachziehen und auf keinen Fall behandeln. Du hast nach meiner Meinung ein gutes Volk zum Start in eine behandlungsfreie Bienenhaltung.


    Nur Mut und vertraue dem Bien und der Natur.


    Gruß
    Werner

  • Was mach ich mit denen? Zur Zeit wohl nichts, ist schon ziemlich Winter dort oben...


    Hallo und willkommen hier.


    Schnapp Dir Deinen Imkerpaten > nachsehen, ob genug Futter im Stock ist (wahrscheinlich nicht...) und an warmen Tagen mit Zipplockbeuteln füttern.
    Futter im Auge behalten bis zur Frühtracht.


    Vielleicht kannst Du ja auch ein paar Futterwaben "erben".


    Nach der 1. längeren Frostperiode > 1x Varroabehandlung.


    Mehr kannst Du jetzt nicht machen.


    Toi-toi-toi...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Werner


    Hm, also zur Aufklärung: "Hobbyschwiegereltern" ist hier ein Ausdruck für "die Eltern meines Freundes" oder so :lol:
    Ist dann weniger kompliziert...
    Und nein, ich hab keine "Hobby-Frau" sonder mein Freund ist mein Hobby???
    Wie auch immer....


    Danke für deine Antwort! Blöd ist halt, dass die Bienis 1h Autofahrt von mir weg "wohnen". Mein Bienenhaus aber 1min zu Fuss vom Haus weg sind.
    Ich kann die "wilden" wohl im Frühjahr nicht einfach "einfangen", oder wie geht das? Da ich nicht im Naturbau tätig bin, habe ich leider gar keine Ahnung...:oops:

  • Hallo radix


    Und wie kuck ich da nach wegem Futter? Kann ja nicht Rahmen rausnehmen und schauen? Steh grad auf m Schlauch. Imkerpate ist gerade 1 Woche in den Ferien...Hab ihm aber auf den AB gesprochen...
    Waben hängen halt so bis 3/4 in den Schrank runter...Nicht sehr bequem zum "reinkucken":Biene:

  • Hallo schweizerbiene,


    nochmals zum Verständnis: Sind die Bienen in eine leere Beute eingezogen oder sonst ihn einen Hohlraum.


    Wenn sie in eine Beute eingezogen sind, wäre es etwas einfacher. Am einfachsten wäre es, wenn es dein Beutentyp wäre. Sind sie in irgendeinem Hohlraum ist es schwieriger und da lass ich mal andere zu Wort kommen.


    Gruß
    Werner

  • Hui, hab mich wohl falsch ausgedrückt (habs noch nicht so mit den "Imkerbegriffen"...
    Ist ein unbenutzter Schweizerkasten, also einfach ein leerer Schrank...
    Sind keine Rahmen oder so drin, hängen einfach von der Decke des Schranks runter die Waben...
    Deswegen kann ich sie ja nicht rausnehem und kucken wegem Futter oder so...
    Schon ein wenig komplizierter, oder?:confused:

  • Hallo Schweizerbiene,
    Wir schreiben den zehnten November. Was willst du da noch machen ???
    Lass das Volk einfach in Ruhe. Futter nehmen sie nicht mehr, Oxalsäure träufeln geht nicht.
    Wenn du jetzt irgend etwas auseinander reißt vernichtest du das Volk.


    Werner Egger hat alles gesagt. - setz dich auf die Finger und lass sie einfach in Ruhe !!!


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Ja, dass ich jetzt nichts machen kann, ist mir eigentlich ziemlich klar...
    Frag mich halt, was ich dann im Frühjahr damit soll, wenn sie noch leben...
    Kann sie ja nicht einfach umsiedeln, da die Waben ja an der Schrankdecke hängen.:confused:

  • Hallo schweizerbiene,


    mal so eine Idee, hab ich bisher noch nicht gemacht, da keine Notwendigkeit:


    Du hebst den Deckel gleichmäßig ca. 10 cm an und schiebst an drei vier Stelle in Höhe der Oberkante der Kiste Schweißdrähte oder Holzstäbe durch. Dann nimmst du einen dünnen Draht, z.B. der Draht für die Rähmchen, und ziehst in unter dem Deckel durch und schneidest dadurch die Waben vom Deckel. Die Waben sollten jetzt mit den Stäben auf der Kistenoberkante liegen.


    Dann kommt das nächste Problem: nun stehen die Waben ja ca. 10 cm über. Da müsstes du dann einen Rahmen bauen und draufsetzen. Absenken wird schwierig *grübel*. Wenn es dann soweit funktioniert hat, stellst du eine neue Kiste mit Rähmchen, möglichst ausgebauten Waben oder Mittelwänden drauf und wartest bis zum Herbst. Dann sollten die unteren Waben leer sein und du kannst sie entfernen und hast ein Volk auf Rähmchen.


    Was meinen die anderen?


    Gruß
    Werner

  • Hm, Werner, deine Ideen möcht ich haben...
    Hört sich nicht ganz so unmöglich an:daumen:
    Werde mal noch Fotos machen, wenn ich oben bin...damit auch alle sehen, wies zur Zeit aussieht.
    Das mit dem Deckel anheben wird noch schwer. Ist ein Doppelkasten, uralt und natürlich total verkittet.
    Müsste mal genauer kucken, ob ich den irgendwie auseinander bringe.
    Nun, hab den ganzen Winter Zeit, deine Idee weiter auszufeilen.
    Oder du kommst im Frühjahr zu Besuch und hilfst mit:lol:
    Wär doch mal was anderes als Schwärme fangen?!


    Ich seh!Wenn sich da noch ein paar weitere so "Trick-Imker" einschalten, dann wird das eine super Sache!!!


    Danke dir schon mal ganz heftig für deine Gedanken!


    Gruss Sabine

  • Hallo Namensschwester Sabi(e)ne :-D


    Kann ein bisschen zu wenig englisch um die Anleitung so auf Anhieb zu checken. Werd das mal genauer unter die Lupe nehmen.
    Herzlichen Dank!


    Was haltest du von Werners Idee?

  • Hallo Sabine,


    wenn die den Deckel nicht anheben kannst, weil sie die Waben in der Kiste so stark festgebaut haben, ist das Problem kleiner. Dann musst du nur noch die Waben mit dem besagten Draht abschneiden. Kiste drauf und fertig.


    Zur Not komm ich sogar vorbei. Wenn es im Frühjahr noch lebt, verdient es gerettet zu werden.


    Gruß
    Werner