• Hallo zusammen!
    Ich erhielt heute Morgen einen Anruf unseres Vereinsvorsitzenden, dass er und der BSV morgen gerne bei mir Futterkranzproben ziehen wollen.
    Aufgrund diverser Verzögerungen bei der Materialien- und Unterlagenbeschaffung sind sie dieses Jahr so spät dran, sagte er mir.
    Da dies mein erstes Futterkranzproben-Ziehen ist wollte ich mal fragen was ich dabei beachten sollte. Der Vereinsvorsitzende sagte, die beiden kämen und ich sollte dann aus den Völkern je eine möglichst mittig sitzende Futterwabe ziehen, damit sie dann daraus die ca. 100ml (???) entnehmen können.
    Jetzt wiederstrebt es mir absolut, die Völker jetzt noch zu stören und dann noch so massiv. Eine seitliche, unbesetzte FW müsste es ja auch tun, oder?! Und was muss ich sonst noch beachten, um auch möglicher Räuberei durch aus den "getesteten" Waben evtl. herauslaufendes Futter vorzugreifen. Und wie sind eurer Erfahrungen mit Völkern, bei denen eine solche Probe entnommen wurde? Irgendwelche Überwinterungsunterschiede erkennbar? Oder ist eine Störung bei Temperaturen um die 4-9° Celsius, wie hier morgen angesagt, nicht sooo dramtisch?


    Dank schonmal und schönen Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Für mich sieht das etwas zu sehr nach blinden Aktionismus aus! Zum Einen störst Du die Völker massiv, was, auch wenn sie bei uns noch etwas fliegen, wirklich fahrlässig ist, zum anderen was wollt ihr damit erreichen? Sollte etwas festgestellt werden, wird es der Winter richten, weitergehende imkerliche Maßnahmen funktionieren derzeit nicht! Somit bleibt die Frage nach dem Warum unbeantwortet!


    Ist aber nur meine bescheidene Meinung! Zumal der Futterkranz eigentlich um die Brut liegt, die wird derzeit aber nur vereinzelt vorhanden sein. Somit störst Du nur den Zehrweg!


    Gruß Tom

  • Nachtrag: Vielleicht ist man aber auch nur allgemein auf der Suche nach nicht zugelassenen Behandlungsmethoden, dann wäre der Zeitpunkt gut!


    Was soll man denn da so entdecken?

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo zusammen!
    Ich erhielt heute Morgen einen Anruf unseres Vereinsvorsitzenden, dass er und der BSV morgen gerne bei mir Futterkranzproben ziehen wollen.
    Aufgrund diverser Verzögerungen bei der Materialien- und Unterlagenbeschaffung sind sie dieses Jahr so spät dran, sagte er mir.


    Dann sollen sie das noch mal üben. So kompliziert dürfte es ja wohl nicht sein, rechtzeitig Plastiktüten, ein leeres Honigglas und Esslöffel zu organisieren. Futterkranzproben im Herbst machen durchaus Sinn, aber ich sehe auch nicht, warum das so spät im Jahr passieren muss. Habt Ihr aktuelle Befürchtungen in Sachen AFB etc.? Nur in einem solchen Fall fände ich eine so späte Untersuchung noch angemessen...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Moin ,Moin aus Hamburg,
    ich würde jetzt auch keine Proben ziehen. Du weißt ja nicht einmal, ob diese Völker durch den Winter kommen. Wenn Du nicht schon im zeitigen Frühjahr wandern willst , ist der Zeitraum für die Gültigkeit der Probe sowieso zu lange gewählt.
    Futterkranzproben werden möglichst nahe am Brutnest genommen. Am Besten von mehren Waben. Wichtig ist , das auf keinem Fall Pollenbestandteile enthalten sind. Diese machen ein Ergebnis auf der angelegten Kultur unmöglich.


    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hi zusammen!
    Warum die jetzt die Proben ziehen wollen weiss ich auch nicht. Und "mein" Vorsitzender sagte, jetzt wären die an der Reihe, die die letzten 3 Jahre nicht dran waren...ich habe seit mehr als 3 Jahren Bienen und war noch nie dran. Was würdet ihr mir denn raten? Eine Verlegung des Probenzeitpunktes erbitten? Die Proben verweigern? Ich möchte ja auch keinen unnötigen Stress haben, aber jetzt in den Völkern rumwühlen missfällt mir auch, und ich zerpflück` für die nicht die Bienensitze, d.h. wenn überhaupt kriegen sie Futter von mehr oder minder bienenfreien Waben oder Randwaben, auch wenn da eh vermutlich nix an Sporen drin ist.
    Und nein, AFB ist meines Wissens hier derzeit kein Thema.


    Gruß
    Patrick, der auf schnelle Ratschläge bis morgen früh hofft...


    P.S.: Kann / darf ich die Probennahme verweigern?

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

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  • Gruß
    Patrick, der auf schnelle Ratschläge bis morgen früh hofft...
     
    P.S.: Kann / darf ich die Probennahme verweigern?


     
    Moin, Moin aus Hamburg
     
    Hilft Dir das ?

    Mayen/Münster (co) Aufgrund der
    weiterhin anhaltenden Tracht und
    der dann folgenden Einfütterungsphase
    macht es derzeit keinen
    Sinn, Futterkranzproben zur vorbeugenden
    Untersuchung auf eine
    eventuelle Infektion mit dem Faulbruterreger
    zu ziehen.
    Eine starke Verdünnung durch
    den eingetragenen Nektar oder
    das in einigen Wochen folgende
    Futter reduziert die Nachweisgenauigkeit.
    Vorbeugende Proben sollten im
    zeitigen Frühjahr noch vor einsetzen
    der Tracht oder Ende September/
    Anfang Oktober nach der
    Räubereiphase gewonnen werden.
     
    kommt aus : http://agrarinfo.aspdienste.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/7C43192787C89454C12572FB00309230/$FILE/infobrief_2007_18_%20G.pdf
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel


     

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • der auf schnelle Ratschläge bis morgen früh hofft...


    P.S.: Kann / darf ich die Probennahme verweigern?


    Solange niemand durch den Vet beauftragt ist, kannst Du das natürlich verweigern. Aber da würde ich, auch auf die Schnelle, in erster Linie auf Überzeugungsarbeit setzen. Mit den Argumenten, die Du auch hier geschrieben hast, plus den Mayen-Hinweis von Daniel.


    Es ist ja zu begrüßen, wenn sich ein Verein um solche Themen kümmert, aber sollte schon sinnvoll, koordiniert und nicht per Holzhammer geschehen.


    Notfalls unterschreibst Du ihnen eine Erklärung, dass Du im Interesse Deiner Völker jetzt von einer FKP absiehst und jedoch selbständig im Frühjahr Proben in´s Labor sendest... Das sollte unter normalen Menschen eigentlich reichen...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • So Männers...und Frauens!:wink:
    Dat Janze ist geregelt. Unserem 1. Vorsitzendem, einem wie ich gerade wieder merken konnte, sehr offenen und verständnisvollen Menschen, habe ich die Thematik und meine Sorgen diesbzgl. beschrieben. Er meinte das wäre völlig okay und er könne mich auch verstehen.
    Wir haben uns dann drauf verständigt, dass ich nächstes Jahr bei der hoffentlich pünktlichen Probe dabei bin (ist im Gegensatz zu einer Probe im Frühjahr ja auch umsonst für den jew. Imker).
    Im Anschluß hatten wir noch ein sehr nettes Gespräch über verschiedene Themen rund um den Verein. So soll es doch sein würde ich mal sagen.


    Schönen Abend noch wünscht euch
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrik,


    Futterkranzproben nimmt man eigentlich nur, wenn Verdacht auf AFB besteht, deshalb würde ich versuchen sie zu überzeugen das diese Untersuchung bis ins Frühjahr verschoben wird. Bei einer Verweigerung könnte es doch Gesetze geben, wo man dich zwingen kann, deshalb im Guten regeln. Ich bin mit unserem Spartenvorsitzenden einig, das die Untersuchung zu diesem Zeitpunkt völlig unprofessionell ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Habe grade mal bei GOOGEL geschaut, Futterkranzproben sind eine Frühjahrsuntersuchung, oder an warmen Herbsttagen, bei AFB Verdacht. Pro Volk werden 30g entnommen und insgesamt 120g.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei uns im KIV werden die Futterkranzprobne durch EU und/oder Land finanziert.
    Soll heißen, für den Imker sind sie kostenfrei.
    Der KIV verteilt die Proben je nach größe der Vereine.
    Die Proben werden bei uns im Spätsommer genommen. Wann genau, weiß ich aber jetzt auf die Schnelle nicht.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"