Erhalt der genetischen Vielfalt

  • ein Beitrag dazu gestern im DLF. Nachzulesen hier:
     
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1064490/
     
    Zwei Dinge, die mich interessieren: Es wird auf die Salzinsel Laesö Bezug genommen. "Die dänische Gemeinde hat aber mittlerweile ihr Bienenreservat umgestaltet, hat Absperrungen gebaut, um eine friedliche Koexistenz zwischen heimischen und ..." :confused:
     
    Und ganz interessant (für mich) der letzte Satz:
    "in der 1960er-Jahren hätten französische Imker gehäuft Völker aus Italien eingeführt. Heute aber fände er im Erbgut der heimischen Honigbienen kaum Spuren der damaligen Importe aus dem Nachbarland."
     
    Da muss ich drüber nachdenken.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich möchte etwas zum nachdenken hinterwerfen:


    Heute wird häufig auf die Erhaltung der genetischen Vielfalt geschworen, wobei dabei häufig der expressionistische Teil der Gene gemeint wird.


    Dabei ist dieser Teil der Gene der geringere Teil der Gesamtgene. Also etwa 5-10 % der Gesamtgene. 90 - 95 % der Gene sind dementsprechend nicht-expressionistisch.


    Dieser überwiegende Teil der Gene kann jedoch je nach Bedarf aktiviert werden, und genau das passiert auch bei lebendigen Organismen. Also während des Lebens werden Gene an- und ausgeschaltet.


    Das Stichwort ist hier Epigenetik.


    Die Frage ist doch, was oder wer schaltet die Gene an oder aus.


    Diskutiert wurde hier, dass die Nahrung dabei eine Rolle spiele. Ich bin jedoch über eine Vermutung einer Wissenschaftlerin gestoßen, Martha Gilliam, die vermutete, dass die Mikroben (vor allem Bakterien) vielleicht eine Rolle bei der Aktivierung und Inaktivierung spielen.


    Mikroben gibt es überall. Der Ursprung ist wohl im Erdreich zu suchen, wo Mikroben durch ihre Arbeit die Basis für die Photosynthese schaffen. Auch die Photosynthese selbst und alle Lebensprozesse danach bis hin zur Honigbiene werden durch die Mikroben begleitet oder sogar erst ermöglicht.


    Meines Erachtens ist es immanent wichtig, dass die Vielfalt der Mikroben erhalten bleibt und nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Ausgeglichenheit zwischen den einzelen Mikroben.


    Sollten Mikroben tatsächlich eine Rolle bei der Genetik spielen, dann ist unser Verständnis von Genetik neu zu schreiben.


    Und dann wird auch verständlich, weswegen die mikrobiologische Aktivität im Boden und im Bienenstock (wo laut Martha Gilliam 8.000 verschiedene Mikroben gefunden wurden!) unsere deutliche Aufmerksamkeit genießen sollte.


    Soviel dazu von meiner Seite. Wer sich dafür interessiert, sollte diesen Hinweis weiterverfolgen. Wer meint, dass sei alles Schmuh - bitte mich ignorieren.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Bernhard zumindest an einer Stelle könnte ich mir gut vorstellen, dass die Nahrung eine rolle spielt - bei der Erzeugung einer Königin - das Erbgut ist gleich aber die Fütterung machts.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"