Wachsschmelzen

  • Hallo bin immer noch auf der Suche nach der idealen Art meine Altwaben einzuschmelzen. Nun hatte ich an einen Dampfentsafter gedacht.


    Nun meine Fragen.


    Geht Alu oder verfärbt sich das Wachs. Hab in einem anderen Thread gelesen das wäre ok. Habe aber auch schon gelesen es geht nicht das Wachs verfärbt sich.


    Hat schon mal jemand etwas mit nem Dampfentsafter versucht?

  • Hallo Happy,
    es geht gut, das Wachs verfärbt sich nicht. Allerdings pasen nicht viel Waben in den Entsafter und es kann sich je nach Menge lang hinziehen. Wichtig ist, das flüssige Wachs langsam abkühlen lassen.
    winolf
    Bienenauge sei wachsam!

  • Super wenn Alu funzt.
    Das mit den wenigen Waben sollte kein Problem sein bei meinen 3 Völkern.
    Habe auch schon dran gedacht die Rähmschen auszuschneiden und die Masse in den Entsafter zu geben. Ist ja mit dem Tresterbehälter ideal.
    Und zur Beschleunigung hatte ich gedacht hänge ich dann den Dampferzeuger
    mit dem Schlauch noch rein.

  • Hallo happy,
    ganze Rähmchen gehen nicht rein, Du bist gezwungen, sie auszuschneiden und auf die Größe des Entsafters zu schneiden oder zu brechen. Ich habe die Waben in kleinere Teile zerbrochen.
    Einen Schlauch vom einem Dampferzeuger reinzuhängen wird nicht gut gelingen, da kein dichter Abschluss möglich sein wird und Dir der Dampf entweicht. Es geht gut ohne zusätzliche Dampfzuführung, rein mit dem verdampfenden Wasser des Entsafters.
    Gutes Gelingen wünscht
    winolf

  • Hallo,


    stand auch vor der überlegung mit einem Dampfentsafter meine Waben zu schmelzen.
    Doch bin ich davon weg, und hab mir einen Dampfwachsschmelzer gebaut,weil mir der Aufwand bei 7 Völkern dann doch zu groß wird alles auszuschneiden und entsprechend zu zerkleinern.
    War erst auch skeptisch, ob mein Selbstbau so richtig funktioniert.Hat aber alles bestens geklappt, nach knapp 40 min. waren 18 Rähmchen ausgeschmolzen.
    Weis nicht was so ein Dampfentsafter kostet, mich hat mein Selbstbau aus OSB Platten keine 15 Euro gekostet, plus 14,90 für einen neuen Dampftapetenablöser bei ebay.Die Bauzeit rechne ich nicht ist ja ein Hobby.


    grüße
    Sauerland

  • Ich hab nen Dampfentsafter aus Edelstahl vom Flohmarkt für 20€.
    Wenn man die Waben vorher in einem Müllsack platt-trampelt, geht das ratzfatz, wenn das Ding einmal auf Temperatur ist.
    Wir haben nach dem Sturmschaden von 2005/06 in zwei Tagen 125 ganze Beuteninhalte so verarbeitet.:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    auch ich habe nur anfangs mein Wachs im Entsafter geschmolzen. Heute verwende ich einen selbstgebauten Sonnenwachsschmelzer und in der Ortsgruppe haben wir einen großen Dampfwachsschmelzer. Trotzdem fand ich als Anfänger das Wachsschmelzen mit dem Entsafter spannend. So ein Entsafter darf man nicht kaufen, da er wirklich für Wachsschmelzen zu teuer ist. In jedem Recyclinghof kann man Entsafter aber kostenlos bekommen - ich habe davon zwei.
    Imkerliche Grüße von
    winolf

  • Hi,


    ich hab meine paar Waben auch mit Schwiegermutters altem Entsafter geschmolzen. Muß etwas üben, aber ging schon ganz prima.


    Mal ne dumme Frage: Ich hab einfach die Waben vorsichtig am Draht entlang ausgeschnitten. Ging einigermaßen, der Draht ist noch ganz. Kann ich die Rähmchen nun demnächst einfach wieder mit Mittelwänden bestücken und im Frühjahr wieder verwenden? Oder muß ich die extra desinfizieren?


    Gruß
    Dirk

  • Hei,
    nein, nix desinfizieren, wenn die Waben nicht vollgesch*** sind, oder sonstige Krankheitsanzeichen vorhanden sind.


    (und noch einen dollen Glückwunsch, auch der Mama, zum Baby!:p_flower01::Biene:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Nö, desinfizieren muß man die nicht, wenn die aus der eigenen Imkerei kommen. Es sei denn, man hätte Faulbrut (dann würde ich die allerdings gleich verbrennen). Man kann sie also ohne Probleme gleich wieder mit Mittelwänden bestücken.


    Zum "normalen" Wachsschmelzen nehme ich einen alten Emailleeimer und der wird mit dem Wachs und Wasser auf einen Gaskocher gestellt. Das Wasser/Wachs-Gemisch wird anschließend durch ein Plastik-Honigsieb (grob) geschüttet und langsam abkühlen gelassen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin zusammen,


    ich nehme einen alten Elektro-Einkochkessel zum Wabenschmelzen.
    Etwas Wasser rein, Waben grob ausschneiden und rein, durch ein Sieb die geschmolzene Brühe in einen Eimer geben und die gesammelten (und abgekratzten) Böden dann gemeinsam zu einem dicken Block schmelzen.
     
    Drähte sind zukünftig kein Problem mehr, da ich keine mehr verwende.


    Zum Schluß fülle ich nochmal Wasser in den Kessel, heize auf und tauche die Holzrähmchen kurz rein - wegen der niedrigen Kesselhöhe erst die eine, dann die andere Seite.
    So sind die Rähmchen sauber und mit einem feinen Wachsfilm überzogen.
    Dem Holz schadet das kurze Tauchbad nicht.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo!
    Wie jeder Anfänger hab ich die ganze Thematik auch schon angedacht. Allerdings scheinen wie bei so vielen Themen die meinungen bezüglich Wachskontakt mit Alu sehr ausnanderzugehen. Ich frage mich an was das liegt. An der Vorgehensweise - also quasi Betriebsweise mit dem Alu - Dampfentsafter?


    In einem alten Artikel ausm Imkerfreund (Jan 2004 Seite 13) steht:
    "Farbveränderungen gibt es, wenn "unedle" Gefässe zum Wachsschmelzen verwendet werden: Eisen verbräunt, Aluminium und Kupfer vergrauen das Wachs. Dies verursachen die im Wachs enthaltenen Fettsäuren, die mit Metallionen eine Verbindung eingehen..."


    Der Artikel über ".... gute Brennqualität bei Bienenwachskerzen" kommt von Bruno Binder-Köllhofer, Fachberater für Bienenzucht, Kirchhain.


    Kann es sein, dass es von der Kontaktdauer mit Alu abhängt, dass das Wachs grau wird?


    Direkter Kontakt Wachs / Alu beim Dampfentsafter entsteht ja nur rel. kurz. Würde man aber immer wieder oder über längere Zeit das Wachs in einem Alutopf aufwärmen / warm- bzw. flüssig halten könnte ich mir eher vorstellen, dass sich das Wachs verfärbt.


    Um meine 2/3 Zander Rähmchen ganz reinzubekommen, werde ich versuchen einen zweiten Aluentsafter mit etwa gleichem Durchmesser zu bekommen.


    Ich könnte mir vorstellen, damit die Eintauchprozedur und die Ausschneiderei zu sparen und so meine Rähmchen zu schonen und die Drahtspannung eher zu erhalten. Den zweiten Topf säg ich dann einfach unten so auf / ab, dass ich den "Schmelzraum" durch einfaches Aufsetzen dieses "Zusatzrohres" ausreichend vergrössern kann.


    Was haltet Ihr von der Idee?


    Theoretisch könnte man auch einen Emaille- oder Edelstahlentsafter mit einem sochen Alurohr erweitern.... den an die Seitenwände kommt vermutlich überhaupt kein Wachs hin.