Alle Bienen tot

  • Hallo Baudochmitlehm!

    ich muss mal sagen
    ich habe genau hin ngeschaut
    genau die richtige Dosis
    gekühlt in den Abendstunden



    Ich möchte dich zu den richtigen Gedankengängen führen.

    Bitte überlege genau, wann und wie wurde die Restentmilbung 2008 durchgeführt. Da hat das Übel seine Wurzeln. Da müssen zu viele Milben überlebt haben.

    Wenn bei der Restentmilbung 2008 zu viele Milben überlebt und sich im Laufe der Saison vermehrt haben (siehe Aufstellung von Sabi(e)ne), dann nützt einfach die beste Entmilbung nichts mehr. Die verbliebenen Bienen sind geschwächt, leben weniger lang, können keine ordentliche Brutpflege betreiben, sind von verschiedenen Viren geschädigt. Da ist einfach nichts mehr zu retten.

    Bitte berichte über die Restentmilbung 2008, hilft zwar dir nichts mehr, aber ev. den anderen Forumsteilnehmern.

    MfG
    Honigmaul

  • Um der Kurzzeitbehandlungsresistenz entgegen zu wirken, die ich schon 10 Jahre beobachte?



    Kannst Du die Beobachtung etwas konkretisieren?

    Wir haben bei uns im Verein einen Imker, der macht seinen Angaben zufolge seit Jahren nur 2 Kurzzeitbehandlungen MoT + Restentmilbung im Dezember und hat kaum Verluste.

    Dem Milbenfall bei meiner eigenen MoT-Behandlung (100 ml pro 2-Zarger) nach zu urteilen, war diese Behandlung äußerst effektiv, von Resistenz keine Spur.



  • Wir haben bei uns im Verein einen Imker, der macht seinen Angaben zufolge seit Jahren nur 2 Kurzzeitbehandlungen MoT + Restentmilbung im Dezember und hat kaum Verluste.

    .



    was soll dieser Beitrag? Aus 2 Jahren kann dieser gute Mann überhaupt nichts schließen, les doch mal den Beitrag von Honigmaul.
    Und dann noch "kaum Verluste".

    So einfach es auch klingt, ist es mit größter Warscheinlichkeit die Varroa, die in zu großer Stückzahl die Behandlungen des Vorjahres überlebt hat.

  • Kannst Du die Beobachtung etwas konkretisieren?


    Also bitte, die Zahlen sind konkret genug. 2004 hatte die Kurzzeitbehandlung ähnlich schlecht funktioniert.


    Wir haben bei uns im Verein einen Imker, der macht seinen Angaben zufolge seit Jahren nur 2 Kurzzeitbehandlungen MoT + Restentmilbung im Dezember und hat kaum Verluste.


    Das mach ich auch schon seit 10 Jahren und beobachte immer wieder den extrem schwankenden Wirkungsgrad. Trotz guten Bedingungen kann eine eintägige Behandlung zu wenig wirken, gerade bei Zweizargern. Mir sind einige Imker bekannt, die sich auf die scheinbare Wirkung der ersten Behandlung verlassen haben, nicht weiter kontrollierten und schon vor drei Wochen vor leerer Beute standen. An manchen Standorten muss 3 x MoT für die Augustbehandlung eingesetzt werden, um an den Wirkungsgrad eines LD Verdunsters zu kommen. Da kann gleich ein Verdunster über drei Tage eingesetzt werden.

  • Restentmilbung ist wichtig, trotzdem gibt es im August Völker an der Schadensschwelle.



    Das ist auch meine Beobachtung.
    Und was die Wirkungsweise der Ameisensäure angeht: Nach meinen diesjährigen Beobachtungen war nicht nur die Ameisensäure "unwirksam" sondern auch die Blockbehandlung mit Oxalsäure. Meine Schlußfolgerung: Die Behandlungen waren zu spät, die Milbe hatte die Völker bereits Ende Juni/Anfang Juli zu sehr geschädigt, da war der "point of no return" bereits überschritten .....
    So jedenfalls meine Vermutung.

  • Also bitte, die Zahlen sind konkret genug. 2004 hatte die Kurzzeitbehandlung ähnlich schlecht funktioniert.

    Das mach ich auch schon seit 10 Jahren und beobachte immer wieder den extrem schwankenden Wirkungsgrad. Trotz guten Bedingungen kann eine eintägige Behandlung zu wenig wirken, gerade bei Zweizargern. Mir sind einige Imker bekannt, die sich auf die scheinbare Wirkung der ersten Behandlung verlassen haben, nicht weiter kontrollierten und schon vor drei Wochen vor leerer Beute standen. An manchen Standorten muss 3 x MoT für die Augustbehandlung eingesetzt werden, um an den Wirkungsgrad eines LD Verdunsters zu kommen. Da kann gleich ein Verdunster über drei Tage eingesetzt werden.



    Dann war es wohl nur ein Missverständnis. Ich hatte dich so verstanden, dass Du eine Resistenz der Milben gegen Kurzzeitbehandlungen festgestellt hast. Dem ist wohl nicht so. Dass die scheinbar identische Behandlung oft keine identische Wirksamkeit hat, dürfen wir wohl alle bestätigen können, das kenne ich schon aus meiner sehr geringen Erfahrung von knapp 3 Jahren. Einmal fallen sie in Scharen, ein anderes Mal scheint die Säure den Milben vollkommen wurscht zu sein.
    Meistens kommt man aber, so finde ich, doch nach einigem Nachdenken auf des Rätsels Lösung, wenn man versucht die Umstände der Behandlung nachzuvollziehen. Wichtige Faktoren bei der Wirksamkeit sind wohl Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Besonnung der Beuten, Volksstärke, ... bestimmt gibt es noch mehr. Die Kurzzeitbehandlung ist da immer anfälliger und deshalb nicht so zuverlässig in der Wirksamkeit. Restistenz ist da wohl das falsche Wort. Eine Behandlung ohne Kontrolle des Erfolgs (Milbenfalls) ist immer gefährlich. Wenn nach einer Behandlung wenig Milben fallen, ist es äußerst gefährlich sich vorschnell über den geringen Befallsgrad zu freuen.

  • wald&wiese,
    seh ich etwas anders. Bei den ersten Behandlungen fielen relativ wenig Milben. Bei mir 50-150 Stck. Da gab es schon ganz andere Jahre. Die Schäden die dabei schon auftraten waren allerdings ungewöhnlich. Das man mehr als 3 Behandlungen machen musste auch. Ich denke der warme August und September mit der lang anhaltenden Brutphase hat auch einen massiven Anstieg der Varroa bewirkt. Ob Behandlungen mit LAngzeitverdunstern besser wie SChwammtuch sind weiß ich nicht, da ich nur Schwammtuch benutze. Werde auf jeden Fall Restentmilbung sehr ernst nehmen und hoffen das ich doch noch alles richtig gemacht hab.
    Vermehrung wird nächstes Jahr konsequent von denen erfolgen, die die wenigsten Eingriffe bzw. Befall hatten.

    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance