Phazeliablüte im Winter

  • Hallöchen,


    unweit von meinem Stand ist ein Feld mit Phacelia und (vermutlich) Ölrettich eingesäht.


    Jetzt ist Oktober, wenn die das stehen lassen und es kommt kein ordendlicher Frost (die ersten Föste haben die Pflanzen gut überstanden) dann blühen die ja im Winter.


    Da ich hier irgendwo mal gelesen hab wie blöd das für die Bienen is, weil sie draussen verklammen könnten, mach ich mir Sorgen.:-(:-(:-(


    Nun hab ich überlegt, ob man die Beuten mit Wandergittern verschließen sollte, aber wenn es mild ist und die Brut haben und nicht zum Wasserholen oder kacken raus können ...?!?:confused:


    Was würdet Ihr in so einem Fall machen?


    MiG André

  • Du kannst gar nix machen.:-(
    Und das Problem ist nicht das Verklammen, sondern zu gutes Wetter und vorzeitiges Abarbeiten der Winterbienen durch Tracht zur Unzeit.
    Das wahre Problem stellt sich dann erst im Frühjahr, wenn die Winterbienen schneller sterben durch das vorzeitige Abarbeiten, als Brut aufgezogen werden kann, dann funzt der Massewechsel nicht mehr - hab ich schon mehr als einmal gehabt und ist grausam...:roll::evil:
    Du kannst dir nur von Herzen schlechtes Wetter wünschen...:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Da sieht man wieder die Klimaerwärmung. Früher wo ich klein war und zur Schule ging, waren Anfang Oktober jedes Jahr die Hausdächern und Autos weiß von Eis und 30 Jahre später hat man noch ende Oktober T-Shirt Wetter :roll:

  • Du kannst gar nix machen.:-(
    Und das Problem ist nicht das Verklammen, sondern zu gutes Wetter und vorzeitiges Abarbeiten der Winterbienen durch Tracht zur Unzeit.
    Das wahre Problem stellt sich dann erst im Frühjahr, wenn die Winterbienen schneller sterben durch das vorzeitige Abarbeiten, als Brut aufgezogen werden kann, dann funzt der Massewechsel nicht mehr - hab ich schon mehr als einmal gehabt und ist grausam...:roll::evil:
    Du kannst dir nur von Herzen schlechtes Wetter wünschen...:-(


    ... da sehe ich einen logischen Fehler drin. Wenn 'die Sachen' noch blühen, kann es nicht so kalt sein, folglich werden die Bienen weiterhin Brut erzeugen, wenn auch im kleinen Umfang.
    Wenn es so wäre wie Du es vermutest, dann hätten alle Imker in den etwas wärmeren Ländern, sei es zum Beispiel Italien, Frankreich oder gar in der Rheinebene diese Probleme mit den sich abarbeitenden Winterbienen. Ich habe von so einer Problematik noch nicht - von Imkern - gehört. Von Einzelfällen mal abgesehen. Wir mit Standorten von 700-1200m sehen, dass sich der 'Jahresabschluss' in die Länge zieht. Das ist aber eher ein Futtervorratproblem und evt. ein Varroaproblem .... im Frühjahr.

  • Moin , jonas,
    nein. Im Winter 06/07 war Ende Oktober definitiv Brutschluß, aber Flugwetter und Tracht bis Mitte Dezember - die betroffenen Völker hatten im Frühjahr zig Kilos mehr drin als bei Ende der Auffütterung, standen direkt an einem großen Phaceliaacker, der erst im Nobember blühte, und ich hatte keine Möglichkeit, sie dort wegzuholen.:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi sabienchen
    Wenn doch Brutschluss war, dann wars doch gut? Versteh ich jetzt nicht.
    Ich denke, wenn die Bienen nicht aufhören zu brüten, dann verbrauchen sie soviel Futter, dass die beste Einfütterung nicht reicht..

  • Hallo


    Ich denke auch das der Verlust an Flugbienen, zu starke Abnutzung( im Sommer lebt eine Trachtbiene 14 -21 Tage) warum sollte das im Herbst anders sein.
    Bei uns stand in der Nähe eines mir bekannten Imkers, Anfang Oktober ein voll blühendes Senffeld. Der Senf wurde sehr stark beflogen, habe ich selbst gesehen.Nach 14 Tagen wurde der Senf untergegrubbert, obwohl er noch voll geblüht hat. Er ist noch nicht untergeackert. Ich denke das sagt genug aus.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nein, Schwarzluchs,
    nix war gut. Die Winterbienen haben sich auf der Phacelia abgearbeitet, und es wurden keine neuen nachgebrütet.
    Die Quittung gab's Ende März-Mitte April: große Brutflächen, aber täglich weniger Bienen da, um die Brut nachts warmzuhalten; der Abgang war schneller als die 3 Wochen bis zum ersten ganz großen Schlüpfen :-(
    (und nein, das waren noch ordentlich behandelte Völker, nix Varroa)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Mal noch ne andere Frage. Is das normal das Phacelia so spät blüht?
    Ich meine die wird ja angewandert und wenn die immer so spät kommt steht man ja immer vor diesem Problem :confused:
    Oder hat das mehr was mit dem Aussaatzeitpunkt zu tun?

  • Phacelia blüht verläßlich etwa 6 Wochen nach der Aussaat, und kommt hierzulande eher nicht zur Samenreife, dafür braucht es eher "pannonisches Klima".
    Deswegen samt sich da selber nix aus, auch wenn sie nicht geschlegelt wird, außerdem braucht sie ein feinkrumiges Saatbett und ist Dunkelkeimer..:-(

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