Ritzen und Spalten

  • Servus liebe Leute,
    habe den warmen Herbst dazu genutzt aus alten Brettern, die ich rumliegen hatte, Warre-Zargen zu basteln. Allerdings sind die Bretter verzogen gewesen und ich ein Tischler mit zwei linken Händen mit je 5 Daumen. Daher gibts doch einige Ritzen und Spalten (1-5mm). Wie kann ich die noch zumachen?


    Reicht es einfach, die Spalten mit Papier-Maschee (zb Küchenpapier & Reisstärke) zu verspachteln?


    Vielen Dank,
    Bernhart

  • Hallo Bernhart,
     
    Spalten von 1-3mm kitten die Damen selber zu aber bis 5mm ist das eine schöne Klapperei. Die Zargen stehen dann ganz schön instabil.
    Ich würde die überständ etwas abhobeln, daß die Zargen ersteinmal einen sichereren Stand bekommen und der Spalt höchstens noch 1mm beträgt.
    Den kitten die Bienen zu, jedoch wirst Du auf Dauer keine Freude haben, da passt eben nichts so richtig. Am besten Neubau mit Winkel und ordendlichen Anschlag an der Kreissäge, dann sollte die Maßhaltigkeit etwas besser werden.
     
    Grüße celine

    Wenn zwei Imker einer Meinung sind, hat einer von ihnen keine Ahnung.....

  • Danke,
    hab eh schon mit Kreissäge, Winkel und Anschlag gearbeitet (hättest meinen ersten Versuch mit Fuchsschwanz sehen sollen :-D). Aber die Bretter sind halt in sich verzogen. Wenn ich sie so aufeinandersetze, dass sie gut standfest sind, dann gehen an den Seiten die Spalten etwas auf. Da ich diese Zargen nicht zum untersetzen verwenden möchte (also im ersten Jahr 2zargig und im zweiten Jahr aufsetzen), mache ich mir um die Stabilität weniger Sorgen; umso mehr, als ich Spanngurte verwende. Die Spalten würde ich trotzdem gerne irgendwie zu bekommen; und da frage ich mich eben welches Material ich verwenden kann, um es abzudichten.


    Bis bald,
    Bernhart

  • Moin, Bernhart,
    vergiß es.
    Verzogene Bretter bringen nix, wenn du keine Maschinen hast, sie in allen drei Achsen winklig zu hobeln (frag mich, woher ich das weiß....:lol:)
    Das ist wieder Sparen am falschen Ende, Zargen sollten ohne duct-tape-Verband zusammenpassen (wobei die ersten 10 meiner Futterzargen dieses Jahr auch nur mit dem Silberband bienendicht zu kriegen waren :lol::roll: es fehlte auf der Vorderseite mysteriöserweise allen 1,3mm), ansonsten provozierst du nur Räuberei, und das ist es nicht wert.
    Bis zu 5mm ist ein Scheunentor für Bienis und Wespen - verbrenn den Kram, und bau neue aus winkligen Brettern, ansonsten ärgerst du dich jedesmal, wenn du hinguckst, und handelst dir massiven Ärger ein, der nicht sein muß.
    (ich hab grad ein fertiges(!) Paar(!) Socken aufgeribbelt, weil in jedem ein Fehler, für andere unsichtbar, war, der mich jedesmal zur Weißglut gebracht hätte - ich kann das besser :roll::lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,

    Zitat

    Die Spalten würde ich trotzdem gerne irgendwie zu bekommen; und da frage ich mich eben welches Material ich verwenden kann, um es abzudichten.


    Wenn Du die Kisten behalten willst, kannst Du es mit einem Gemisch aus Holzleim und Sägespänen versuchen oder mit lebensmittelechten Silikon. Hält aber auch nicht ewig. Ob die Bienen daran nagen und ob es schädlich ist, darüber möchte ich mich nicht auslassen. ( zu wenig Ahnung von Bienen )
    -Schumi

  • Unsere Häuser haben auch keine Ritzen und Spalten , dann wollen wir das auch den Bienen nicht zumuten. Zugluft ist nichts für Bienen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke für die Antworten!


    Zum Neu-machen habe ich im Moment zu wenig Zeit und Geld. Werde also, fürchte ich, pfuschen und mich danach ärgern müssen.
    Ich kaufe mir für die bestehenden Völker sowieso nagelneue Zargen für die Frühlingserweiterung. Die Dinger aus alten Brettern werde ich dann wohl als Hornissenkästen verwenden (da muss ich sie aber auch dicht machen).


    Bis bald,
    Bernhart

  • Habe es ähnlich gemacht, aus alten Dielenbrettern eine Selbstbaukiste gezimmert.
     
    Man kann es als rustikale Zimmermannsarbeit durchgehen lassen, jedoch der eine und andere Spalt mit max. 1 mm blieb auch, trotz Nacharbeit.
    Es kommt hinzu, dass durch die vielen Einzelteile (pro Beutenwand hatte ich 3 Bretteln 105+105+48 Höhe Kuntzsch) auch der Verzug nach dem Zusammenbau zu groß ist, jedenfalls deutet sich jetzt nach einem halben Jahr derartiges bereits an.
     
    Der zweite Anlauf mit Leimholzbrettern war dagegen (in meinen Augen) recht erfolgreich. Das passt einfach besser, die Bretter liegen schon auf der Säge besser auf und damit ist einfacheres Arbeiten. Es sind viel weniger Einzelteile zu fertigen, schon allein dadurch wird die Passgenauigkeit besser, und das Zusammenfügen geht schneller.
     
    Jedenfalls... ich baue jetzt selbst. Habe mal zusammengerechnet, was allein die 4 DNM- Kisten gekostet haben, das war mir gar nicht so bewusst, da ich quasi Zarge für Zarge gekauft habe. Da kann ich viel Leimholz und paar Siebdruckplatten holen.
     
    Und trotzdem: Das Volk in meiner ersten Selbstbaukiste ist das Stärkste am Stand. Ich mag das Volk und die Kiste. Und jede weitere wird besser. Auf Dielenbretter und andere "gebrauchte" verzichte ich aber jetzt.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)