Wieder Varroa!

  • Zur Träufelmethode:


    Ich denke doch das bei der augenblicklichen Wetterlage die Temperatur noch kein so grosses Problem sein sollte. Oder sind die 14° schon so kalt.

  • @Edda: a) bin ich weder "liebste", noch laß ich mich von unbekannten Frauen :liebe002:. :evil:
    Die Leute, mit denen ich derart kommuniziere, suche ich mir immer noch selber aus, und die kenne ich ALLE persönlich, real, Auge in Auge.


    Zitat

    Und findest du als "Bioimkerin" die Vermummung mit Gasmaske und Atemschutz gut?:evil:


    Man braucht keine Gasmaske, eigentlich nicht mal eine FFP2, wenn man einen Verdampfer mit Gebläse hat - wer je auch nur einen Hauch OS abbekam, weiß warum...:lol:
    Der Hustenreflex ist derart heftig, daß da wirklich nix weiter als bis zum Kehlkopf kommt, und schon gar keine MAK-überschreitende Konzentrationen.


    Und ich bin keine Bio-Imkerin.

    Zitat

    Mitten im Abgang des Bienenzyklusses die Bienen "quälen"? Wegen Milben?


    Ähm, a) werden die Bienen bei OS-Dampf wesentlich weniger "gequält" als mit allen anderen Methoden, und b) der "Abgang des Bienenzyklusses" ist einerseits schon vorbei, die Sommerbienen dürften weg sein, und der Große Massenwechsel kommt erst im April.


    Und c): ja, wegen "Milben".
    Was *ich* mache, ist eine Sache, aber ich bin mir bewußt, daß das eben nicht jeder kann oder will oder beides.
    Von daher ist der beste Rat, den man JETZT einem verzweifeltem Imker geben kann, OS mit Gebläse zu verdampfen, und zwar als Blockbehandlung, und MIT täglicher Milbenzählung bis zu 15 Tage nach der letzten.


    Alles andere ist Dummfug.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Von daher ist der beste Rat, den man JETZT einem verzweifeltem Imker geben kann, OS mit Gebläse zu verdampfen, und zwar als Blockbehandlung, und MIT täglicher Milbenzählung bis zu 15 Tage nach der letzten.


    Hallo Sabine,
    das kannst du nicht bringen. Du kannst keinem Imker den Rat geben, OS zu verdampfen. Die Behandlung ist in Deutschland nicht zugelassen. Hier lesen X Leute mit, ich versteh dich nicht.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Was meinst du mit "Chemotrails"


    Hallo Happy, er meint "Chemtrails", eine weitere Verschwörungstheorie.
    Es gibt einige Spinner, die glauben allen Ernstes, daß "die oberste Führung der Welt" uns von Flugzeugen aus absichtlich "begiftet".
    Das seien die Kondensstreifen... :roll:


    Will es hier nicht weiterführen.
    Google mal... und viel Spaß.:wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Dieter : doch, kann ich, und die Zulassung ist lange überfällig.:evil:


    (edit to add: warum kümmern sich "unsere" Institute nicht darum?)
    Siehe Schweiz.
    Was willst du denn einem Verzweifelten raten?
    OS-Flüssig ist mehrfach jetzt hochwahrscheinlich tödlich fürs Volk, für AS ist es schon zu kalt, und alle anderen Methoden gehen auch nicht mehr, weil Winter.
    Sagst du dann tatsächlich: "da kannst du nix machen, spar schon mal für den Neukauf von Völkern im Frühjahr"????:roll:


    Hier ist Gefahr im Verzug, aus welchen Gründen auch immer, und da muß es auch Lösungen geben, außer die Völker sterben zu lassen.
    Wo bitte ist der chemische Unterschied zwischen Träufeln und Verdampfen?
    Das eine ist eine wäßrige Lösung, das andere eine Sublimation - und?
    Der Wirkstoff ist derselbe, ob das Produkt jetzt Bienenwohl oder selbstgemixte Lösung oder OS-kristallin ist.:roll:


    Normal halte ich mich an Gesetze und Verordnungen, aber in diesem Fall geht für mich Bienenschutz vor Formalien.
    Ein wirklich ernsthaftes Interesse an der Nichtanwendung von OS-Dampf kann doch nur jemand haben, der OS-flüssig unter Handelsmarke verkauft - von den Imkern mit Sicherheit keiner!


    Und ja, haut mich, aber dazu stehe ich.


    Und noch ein eta: OS-Dampf ist nicht zugelassen, aber auch nicht explizit verboten; ich konnte jedenfalls keine rechtsrelevanten "Tatbestände" finden.
    Und *meine* Meinung darf ich dank Demokratie immer noch sagen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von sabi(e)ne ()

  • Ich bin ob der vielen Horrormeldungen ein wenig aufgeschreckt...
    Mir wird richtig Angst um meine Bienen, es klingt hier so, als ob die Varroa diesjahr flächendeckend überall die Völker killt.

    Habe ich als Anfänger etwas übersehen, interpretiere ich etwas nicht richtig? Ich habe die ganze Zeit weder varroabedingte Schäden an den Bienen gesehen, noch an der Brut. 3 Schwammtuchbehandlungen durchgeführt, Anfang August, 12. und 19. Sept. Milbenfall am 26. sept. max. 3/Tag, bei den schwächeren Völkern 0. Etwas erhöhter Totenfall nach Einsetzen der Kälte. Jetzt liegen vor den Beuten je ca. 15 Bienen, der Totenfall seit Wochenende. Ich habe vorhin diese Bienen inspiziert, keine einzige mit deformierten Flügeln...

    Ich hoffe und bete, dass ich "alles richtig" gemacht habe. Ich glaubs bloss nicht richtig, wenn ich das alles hier lese. Bin geneigt, mir ein Verdampfungsgerät zu besorgen, die Oxalsäure habe ich schon, und prophylaktisch in einer Woche zu behandeln, obwohl ich *eigentlich* keinen Grund sehe. Ist das angeraten?

    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo dieter Uhlig,
    das bringt uns Imkern nichts, wenn von den sogenannten Fachleuten immer nur darauf hingweisen wird, dass Verdampfen bei uns nicht zugelassen ist.
    Im Gegenteil, die breite Masse der Imker sollte über die Vereine und Verbände nach oben Druck ausüben, damit Oxalsäure generell als Stoff zumindest geduldet wird.
    In anderen Ländern geht das doch auch.
    Unglaublich viele Imker verdampfen schon jetzt Ihre Völker mit Oxalsäure, irgendwann machen das alle, nur die da oben wissen davon nichts.
    Es ist unglaublich, welche Behandlungsmethoden in den Deutschen Imkerzeitschriften noch empfohlen werden.


    Der Varroatiger

  • Wenn ich mir die Gefahrstoffblätter für Oxalsäure so ansehe, stimmen mich die Statements für die OS-Verdampfung etwas nachdenklich.

    Bei Hinweisen wie "Verursacht Nierenschäden bei Aufnahme über die Haut", "keine Lebensmittel in unmittelbarer Nähe aufbewahren" frage ich mich, obe es Untersuchungen gibt, wie lange Oxalsäurerückstände auf den Rähmchen oder der Beutenwand zurückbleiben, die ja von dort ohne weiteres wieder auf die Haut des Imkers und damit auch in den Körper gelangen können.

  • Dieter : doch, kann ich, und die Zulassung ist lange überfällig.


    Das musst du ganz allein für dich entscheiden. Ich gebe keine Empfehlungen in Richtung OS - Verdampfung mehr ab. Ich habe das Ganze vor zwei Jahren durch - ich weiß was Sache ist. Und ich kenne auch die höhe der Bußgelder.


    (edit to add: warum kümmern sich "unsere" Institute nicht darum?)


    Warum?
    1. weil eine Neuzulassung für Deutschland zu teuer ist.
    2. weil Oxalsäure bei Mensch und Tier zu viele Nebenwirkungen zeigt. Egal ob flüssig oder Dampf. Oxalsäure schädigt nachhaltig unsere Bienen.


    Was willst du denn einem Verzweifelten raten?


    Eigentlich müsste es klar sein, ein Bienenvolk was jetzt im Oktober/ November schwächelt überlebt den Winter nicht. Und wenn doch, stirbt es im Frühjahr.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • ...Eigentlich müsste es klar sein, ein Bienenvolk was jetzt im Oktober/ November schwächelt überlebt den Winter nicht. Und wenn doch, stirbt es im Frühjahr.
    ...



    Danke:p_flower01:
    genau so ist es!

    Der Bien hat das Potential unsterblich zu sein, aber der Mensch hindert Ihn daran, wenn er solche Völker wie hier ganz am Anfang beschrieben, es erlaubt, nach dem Winter Drohnen zu erzeugen.

    :p_flower01:
    Der
    Drohn

  • Moin,
    hier ist die Doktorarbeit aus 2004 dazu:
    http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=971046395&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=971046395.pdf


    Zitat

    Die vorliegende Untersuchung befaßte sich mit der imkerlichen Praxis bei der Anwendung von Oxalsäure zur Varroatosebehandlung mittels Sprüh- und Verdampfungsverfahren. Ziel der Untersuchung war es, die gesundheitliche Gefährdung des Imkers beim Umgang mit Oxalsäure zu beurteilen.
    Hierzu wurden Messungen der Oxalsäure-Konzentration in der Luft im Arbeitsbereich des Imkers durchgeführt. Um eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit dem Oxalsäure-Grenzwert der TRGS 900 (MAK-Wert) zu ermöglichen, wurde auf Standardmethoden zurückgegriffen. Sämtliche Meßergebnisse unterschritten den Grenzwert.
    Die Mittelwerte der jeweils zehn Einzelmessungen bei beiden Behandlungsverfahren unterschritten auch den halben Grenzwert signifikant. Bei der ausschließlichen Berücksichtigung der Oxalsäure-Behandlungen, die an gut durchlüfteten Örtlichkeiten durchgeführt wurden, unterschritt der Mittelwert der 15 Einzelmessungen beider Verfahren zusammen den viertel Grenzwert signifikant.
    Aus den Ergebnissen kann geschlossen werden, daß unter den vorgefundenen Bedingungen aus arbeitshygienischer Sicht keine Vorbehalte gegen die Anwendung der beiden Verfahren bestehen. Darüber hinaus zeigt die Untersuchung,daß eine gute Durchlüftung des Arbeitsplatzes und räumlicher Abstand des Imkers zum Entstehungsort der Oxalsäure-Aerosole vorteilhaft sind.


    Und das ist nicht die einzige Arbeit dazu, sondern es gibt auf Englisch noch mehr; ebenso auf Französisch,Spanisch, Russisch.


    Wie oft muß denn noch wissenschaftlich nachgemessen werden?


    edit: das Zitat ist das abstract, das darf voll zitiert werden.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,
    ...



    Sabine was soll das:confused:

    Diese Arbeit kennen viele, garantiert der Herr Uhlig auch!!!

    Jeder weiß, der sich näher mit der Zulassung von Ox-Dampf beschäfftigt hat, dass es nicht um die...

    achwas...das wird nun OT:evil:


    Der
    Drohn
    der in diesem von Dir genannten Versuch Probant war:wink:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: wer näheres zu diesem Thema wissen will, soll Dr. Eva Rademacher kontaktieren!



  • Moin Dieter!

    Was war vor zwei Jahren? Ich weiss bloss, das man im Imkerladen sämtliches Oxalsäuredyhydrat beschlagnahmt hat, die Dame sprach von "Razzia".
    Was mich auch interessiert: "Oxalsäure schädigt nachhaltig unsere Bienen"
    Also, dann wärs ja eigentlich egal, ob flüssig oder sublimiert angewendet. Also müsste flüssig auch verboten sein. Und selbst der Liebig schreibt nicht unbedingt negativ über die Oxalsäure, und bisher habe ich IMMER gehört und gelesen, dass die Verdampfung die bienenschonendste Behandlung sei.

    Die Verwirrung bei mir wird immer größer.

    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)