Kennt jemand dieses Projekt?

  • Weiss ja nicht. Macht zumindest auf den ersten Blick keinen allzu sortierten Eindruck. Hoffen wir mal, er kann zumindest segeln und muss nicht von irgend einer Küstenwache zurück an Land geschleppt werden. Hat er Angst vor Mücken? Warum sonst ein Schleier im Dunkeln?

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Zusammen,
    also wenn der bisher einzige Sponsor für diese "Projekt" auf seiner HP händeringend nach Geldspendern zum Überleben sucht, ist dies in meinen Augen eine ziemlich faule Geschichte.
    Gruß Eisvogel


    PS: Ich glaube ich muss mir jetzt auch mal ein "Projekt" überlegen und sponsern lassen. :roll:

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Kollegen,
    ich bin selbst Gelegenheitssegler, allerdings auf einer kleinen Jolle ( Albatros 435 ). Auch ich habe viele Szenarien durchgespielt, wie ich zu dem Geld für ein größeres Boot komme. Da kann man sich mit anderen Interessenten zusammenschließen, einen Verein gründen, dubiose Finanzierungsmodelle ausprobieren, den Gebrauchtbootmarkt durchforsten, bei Ebay auf ein Schnäppchen hoffen. Aber diese Idee hatte ich leider nicht. Vielleicht geht das ja auch, allerdings ist die Intension doch schon leicht zu durchschauen. Der Haken ist allerdings, wie der Segler auf die Idee kommt, von den notorisch klammen Imkern Geld einzusammeln. Von Leuten, die Tetrapacks ausschneiden, mit Korken oder Stroh füllen, um so einen Futtertrog zur zweimaligen Verwendung bauen, statt sich ein Futtermagazin zu kaufen. Leute, die aus Finanznot Beuten und Zubehör selbst bauen oder ganz andere Geräte modifizieren, um sie in der Imkerei zu nutzen, anstatt die Origimalteile aus dem Holtermann - Katalog zu kaufen. Wenn ich es mir recht überlege, starte ich nächstes Jahr eine Segeltour nach Amerika um die wilden Mustangs in Amerika zu retten, die ja gelegentlich schon mal zu Hundefutter verarbeitet werden. Oder ich segle um Mallorca um auf die Situation der Straßenköter aufmerksam zu machen. Die Pferde oder die Tierlobby ist bestimmt freigiebiger als die armen Imker, die aus alten Kupferrohren und einer Heißlötlampe einen OS-Verdunster bauen.
    Viele Grüße
    Wolfgang mit den zwei linken Händen :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Initiative ist immer gut. Initiative ist immer notwendig. Um zu wissen, wem letztendlich die Initiative nutzt, wäre Wissen über den Background entscheidend. Erster Ansprechpartner für mich, so ich eine solche starten würde, wäre doch eines der Bieneninstitute. Das dort anscheinend keine Unterstützung kommt, lässt mich zweifeln.
     
    Es gibt bei uns in der Nähe eine alte Mühle. Auch da wurde ein Projekt gestartet, Fördermittel und Spenden/ Beteiligungen eingeworben. Ergebnis, so wie es sich jetzt nach 10 Jahren darstellt: Ein fremdfinanziertes Wohnobjekt für die Projektgründer. Die anfänglich groß vorgestellten Pläne, die Mahlgänge wieder in Gang zu bringen, Hotelkapazitäten zu schaffen, davon redet keiner mehr.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • ...von den notorisch klammen Imkern Geld einzusammeln. Von Leuten, die Tetrapacks ausschneiden, mit Korken oder Stroh füllen, um so einen Futtertrog zur zweimaligen Verwendung bauen, statt sich ein Futtermagazin zu kaufen. Leute, die aus Finanznot Beuten und Zubehör selbst bauen oder ganz andere Geräte modifizieren, um sie in der Imkerei zu nutzen, anstatt die Origimalteile aus dem Holtermann - Katalog zu kaufen... ...aus alten Kupferrohren und einer Heißlötlampe einen OS-Verdunster bauen.


    Wolfgang mit den zwei linken Händen :-)


    Moin Wolfgang, Dein letzter Satz relativiert ja gottseidank Deine Kritik... :wink:


    Ich finde basteln toll, ebenso clevere, kostensparende Wiederverwendungs-Ideen.


    Es grüßt Dich ein armer Rentner... :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich finde, eine Initiative ist nicht erst dann gut, wenn etwa ein Institut seinen "Segen" dazu beiträgt, zumal es das oftmals aus den unterschiedlichsten Gründen nicht tun dürfte. Ich fand nur den Auftritt und die Erklärungen des Initiators im Film teils recht chaotisch, teils selbstgerecht. Als wäre etwa das Problem gelöst, wenn noch mehr Imker noch mehr Honig in den Beuten lassen würden...
    Allerdings kann ich schon irgendwie verstehen, dass, weil so viel passiert und sich so wenig ändert, jemandem vielleicht auch einfach mal die Hutschnur platzt und er einfach losmarschiert oder vielmehr segelt. Nur wird man dabei idealer Weise auch seiner Verantwortung für das Gelingen eines Projektes gerecht, was sich hier nicht nur an Bord sondern auch vorm Mikro entscheiden dürfte.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Hardy,
    wollte nicht deine OS-Apparatur kritisieren, oder meine Tetra-Packs. Basteln ist gut, probieren auch und als Imker kann man das richtig ausleben. Aber um die israelischen Superimker zu besuchen brauche ich natürlich kein Segelboot. Internet wäre billiger :-). Ich könnte aber auch nach verschwundenen Inkamotivfliesen suchen oder nach Backöfen mit Computertastatur, wo man nur eintippen muss: Ein Händerl mit Zitrone und Zwiebel gefüllt wie vom Schubeck. Für diese Reise bekomme ich von Hausfrauen und Bauwilligen eher das Geld für eine Jacht zusammen, als von Imkern.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Dubios, Dubios, ... Zweifel krieg...
    Es sollte mehr nach Arbeit und Unannehmlichkeit aussehen, nach Opfer und Verzicht und nicht wie Urlaub.
    Das ist so, wie wenn schwer reiche Filmstars die Leute zu Spendenprojekten aufrufen, an denen sie selbst sich mit einem Griff in die "Portokasse" beteiligen.


    Macht´s für mich unglaubwürdig.


    MiG André