• Moin.


    Komme gerade von einer Jungimkerin zurück, die das (scheinbar zweifelhafte) Glück hatte, von einem besonders selbstbewussten, besonders alten Hasen (der, für den Futterkranzproben Teufelzeug sind) zwei erste Völker zu kaufen. Sie machte sich Sorgen wegen anhaltend viel Totenfall vor der Beute.


    Schade, dass ich die Kamera nicht dabei hatte: Auf fast jeder toten Biene 2-3 Milben, zwischen und hinter dem Mäusegitter Milben dicht an dicht - alles der natürliche Milbenfall nach zwei mehr als acht Wochen zurückliegenden Ameisensäurebehandlungen (Variante von vor´m Krieg, und zwar nicht der im Irak, wage ich zu vermuten) des Verkäufers..


    Es werden Wetten angenommen, wie viel da im Laufe der nächsten zehn Tage nach unserer jetzigen OS-Behandlung an Milben fällt..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hi, Marcus,
    die arme Frau....:-(
    Wette: in jedem Fall 5-stellig, aber in welcher Höhe wage ich nicht mal zu schätzen....:roll: (allerdings spricht das dann auch für die Zähigkeit dieser Bienen - irgendwelche Virenschäden auffällig?)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi, Marcus,
    die arme Frau....:-(
    Wette: in jedem Fall 5-stellig, aber in welcher Höhe wage ich nicht mal zu schätzen....:roll: (allerdings spricht das dann auch für die Zähigkeit dieser Bienen - irgendwelche Virenschäden auffällig?)


    Ja, Flügel-Deformationsvirus bei jeder zweiten oder dritten toten Biene. Und haben vor kurzem Brut rausgeworfen, aber das mögen auch die Temperaturen gewesen sein.


    Fünfstellig? Mist, wie krieg ich da die Tupperdose statt der Windel reingeschoben??

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Da wird wohl nicht allzu viel an Milben fallen, im brutfreien Zustand ist die Schadensschwelle recht niedrig, ein Befall von 1000 Milben kann ein durchschnittliches Volk jetzt schon zum auflösen bringen. Wenn solche beschriebene Schäden jetzt zu sehen sind, ist das meiste an Milben schon weg (incl. den Bienen). Ein fünfstelliger Milbenbefall erreicht man höchstens im August, wenn die Milben noch massenhaft aufgezogen werden. Im September und erst recht im Oktober wäre ein Befall von 10 000 Milben eine glücklicher Umstand den es gebührlich zu feiern gilt.

  • Ein fünfstelliger Milbenbefall erreicht man höchstens im August, wenn die Milben noch massenhaft aufgezogen werden. Im September und erst recht im Oktober wäre ein Befall von 10 000 Milben eine glücklicher Umstand den es gebührlich zu feiern gilt.


    Aufgrund der dazu erforderlichen Kraft, mit einem solchen Milbendruck so weit in´s Jahr gekommen zu sein??

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Zitat

    Ja, Flügel-Deformationsvirus bei jeder zweiten oder dritten toten Biene.


    Das (die Infektion) kann dann aber noch nicht so sehr lange her sein, du weißt selbst, was mit DWDV-Bienen beim ersten "vor's Flugloch-treten" passiert - Ameisenfutter. Samt Milben.
    Wobei tote DWD-Bienis vor der Kiste eher für zu schlapp zum Schlüpfen hindeuten, das paßt auch zum Brutausräumen - mehrfach parasitiert und die Bienen haben's entweder gemerkt oder die Brut ist schon in der Zelle gestorben, waren das noch hellere Milben (Töchter) oder dunkle (Mamas) an den Toten vor der Kiste?
    Und wie viele Bienen sind überhaupt noch da?
    Würdest du bei ihnen überhaupt noch eine ernsthafte Chance sehen? (so bis jetzt durchzuhalten, ist ja wirklich schon eine echte Leistung....)
    Ich drück euch sämtliche verfügbare Daumen!:Biene:

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  • waren das noch hellere Milben (Töchter) oder dunkle (Mamas) an den Toten vor der Kiste?
    Und wie viele Bienen sind überhaupt noch da?
    Würdest du bei ihnen überhaupt noch eine ernsthafte Chance sehen? (so bis jetzt durchzuhalten, ist ja wirklich schon eine echte Leistung....)
    Ich drück euch sämtliche verfügbare Daumen!:Biene:


    Vor der Kiste habe ich nur Mamas gesehen - werde aber morgen vor der Behandlung mal den Boden tauschen und dann genau gucken.


    Der Bienenbesatz sah nicht allzu schlecht aus, aber das Unterndeckelgucken ist schon ein bisschen her. Danke für´s Daumendrücken!:p_flower01:

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Aufgrund der dazu erforderlichen Kraft, mit einem solchen Milbendruck so weit in´s Jahr gekommen zu sein??


    1000 Milben hatte ich schon ein paar mal bei einer Winterbehandlung erreicht, aber 5 000 und aufwärts scheint wohl nur in den Milbenkurven mancher Veröffentlichungen zu existieren. Im August ist das Brutnest immer noch groß genug, dass neben einem sehr hohen Befall der Brut und auch der Bienen noch genügend gesunder Nachwuchs nachrückt, der nach einer erfolgreichen Behandlung gesunde Winterbienen aufzieht. Bei einem Befall von 10 000 Milben müsste ja jede Winterbiene mit einer Milbe aufgewachsen sein, schwer vorstellbar und bestimmt selten zu beobachten, aber erzählt bekommt man es immer wieder.

  • Zitat

    Bei einem Befall von 10 000 Milben müsste ja jede Winterbiene mit einer Milbe aufgewachsen sein, schwer vorstellbar und bestimmt selten zu beobachten, aber erzählt bekommt man es immer wieder.


    Nein, Simon, du gehst auch davon aus, daß alle Milben "neue" sind.
    Wenn du aber von einer 8monatigen Lebensdauer einer Mama-Milbe ausgehst, lebt eine im Februar geschlüpfte im Oktober immer noch - und ihr Nachwuchs auch. Rechnen kannst du selbst.:wink:
    Inwieweit die wirklich alle jeden Monat in die Zellen zum Gebären hüpfen, ist eine andere Frage, ebenso wie der Alterungsprozeß bei denen aussieht.
    Wie sieht der natürliche Tod einer Milbe aus?


    Und wenn der Milbendruck bei Marcus' Jungimkerin in den Zellen schon länger so hoch gewesen wäre, wie die Beschreibung vermuten ließe, dann wäre jetzt, Ende Oktober, eigentlich schon nix mehr da, weil schon ab August zuviel Mehrfachparasitierung für noch Winterbienenaufzucht dagewesen wäre - theoretisch.:cool: Und oft genug auch praktisch.:-(
    Auch das Virus hätte sich normalerweise viel schneller verbreiten müssen, wenn denn die Milben grundsätzlich infiziert gewesen wären...
    Das da ist ein echter Grenzfall, und ich hoffe und wünsche ihnen, daß sie es schaffen.:Biene:

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  • Hallo,


    bei etwa 20tausend Bienen, sind das, wenn jede 2.Biene eine bzw zwei Milben trägt 10-15tausend Milben. Wünsche viel Erfolg bei der Behandlung.
    Wenn die Behandlung zu spät war, sind die Völker in kürzester Zeit kahl geflogen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    bei etwa 20tausend Bienen, sind das, wenn jede 2.Biene eine bzw zwei Milben trägt 10-15tausend Milben. Wünsche viel Erfolg bei der Behandlung.
    Wenn die Behandlung zu spät war, sind die Völker in kürzester Zeit kahl geflogen.


    Lacht ruhig, aber ich hab das Gefühl, wir bekommen das noch hin. Schade nur um jede Biene, die jetzt auf dem Rasen verrottet.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • So, erste Zahlen: Beim stärker befallenen Volk fielen innerhalb von 24 Stunden nach der OS-Behandlung mindestens 1.700 Milben. Update folgt.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
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