Mais-Monokulturen werden eingeschränkt

  • Schön für die Imker. Weitere Vorschriften und Bevormundungen für die Bauern.
     
    Aber es gibt ja auch hier Rufe nach einer vorgeschriebenen und einheitlichen Varroabehandlung :-?
     
    Die Allgemeinheit wird immer blöder und dann muss eine "Obrigkeit" alles diktieren und verantworten. Und wenn sich dann an einem heissen Tee die Lippen verbrannt werden wird verklagt - weil niemand darauf hingewiesen hat, dass man sich an heissem Tee verbrennen kann...

  • Also, mich freuts!
     
    Angesichts der Zahlen hier:
     
    http://www.maiskomitee.de/fb_fakten/03_02_03.htm
     
    Wünscht nur, das wär deutschlandweit so und 20%, der jetzt angebauten
    Fläche, würde bei weitem genügen.
     
    Vor mir aus, darfs auch noch weniger sein!
     
    Es geht wunderbar, auch ohne Mais.
     
    Viele Bauern, bestätigen mir dies.
     
    Und das wär gut so, bei meiner Allergie auf den schei.... Mais!:p

  • Zitat

    Schön für die Imker. Weitere Vorschriften und Bevormundungen für die Bauern.


    Wenn sie selbst zugunsten des nackten Profits nicht merken wollen, was sie da tun, finde ich Regulierungen schon angebracht - du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, daß Mais auf Mais auf Mais ad infinitum noch Gute Fachliche Praxis wäre?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wenn sie selbst zugunsten des nackten Profits nicht merken wollen, was sie da tun, finde ich Regulierungen schon angebracht - du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, daß Mais auf Mais auf Mais ad infinitum noch Gute Fachliche Praxis wäre?


     
    Doch das will ich tun.
    Mais in Selbstfolge ist mitnichten ein Raubbau wenn z.B. die Gärreste aus der Biogasanlage auf den Flächen ausgebracht werden.
    Und der relativ geringe Ertragsrückgang, welcher in einigen Jahren zu beobachten sein wird bestätigt die Selbstverträglichkeit von Mais.
    Außerdem geht es ja nicht um die Selbstfolge per se, sondern auch um den "kleinen" Bauern, der nur wenige Schläge hat und diese evtl. aus versch. Gründen in einem Jahr mit derselben Frucht bestellen will.
     
    Für Biogasbetreiber gibt es zurzeit keine wirklichen Alternativen zur maisintensiven Fruchtfolge.
     
    Aber für die Strukturvielfalt ist es natürlich eine gute Sache.


  • Mais in Selbstfolge ist mitnichten ein Raubbau


    Und das vermehrte Auftreten von Schädlingen/Parasiten ist kein Raubbau? Nur die Bodenfruchtbarkeit nimmt nicht ab......


    Für Biogasbetreiber gibt es zurzeit keine wirklichen Alternativen zur maisintensiven Fruchtfolge.


    Genau hier liegt das Problem: Mais hat den höchsten "Energiewert" pro ha. Und der Bauer hat Verträge mit den Biogasbetreibern... ohne diese Verträge wäre der Bauer (bei den heutigen Preisen) schon längst in wirtschaftlicher Schieflage ..... es ist ein ökonomisch/politisches Problem.....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo,

    ...
    Genau hier liegt das Problem: Mais hat den höchsten "Energiewert" pro ha. Und der Bauer hat Verträge mit den Biogasbetreibern... ohne diese Verträge wäre der Bauer (bei den heutigen Preisen) schon längst in wirtschaftlicher Schieflage ..... es ist ein ökonomisch/politisches Problem.....


    und ein Problem mit der Natur. Maisanbau in der derzeitigen Praxis ist nicht nur "Imkerei-unfreundlich", sondern auch "Natur-unfreundlich". Die wirtschaftlichen Belange der Landwirte sehe ich auch. Das macht die Thematik so unerfreulich, Lösungsansätze schwierig.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Miteinander,
    können die Biogasanlagenbetreiber den Landwirten höhere Preise bezahlen, nur weil diese Subventionen bekommen?
    Keine Subventionen - weniger Steuern - mehr Geld beim Verbraucher - für höhere Lebensmittelpreise aus nachhaltigem Anbau - mehr Geld beim Landwirt.
    Könnte doch so einfach sein...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Miteinander,
    können die Biogasanlagenbetreiber den Landwirten höhere Preise bezahlen, nur weil diese Subventionen bekommen?
    Keine Subventionen - weniger Steuern - mehr Geld beim Verbraucher - für höhere Lebensmittelpreise aus nachhaltigem Anbau - mehr Geld beim Landwirt.
    Könnte doch so einfach sein...
    Viele Grüße
    Lothar


     
    hmm.
     
    Folgendes: Deutschland ist das reichste Flächenland in Europa. In Deutschland wird am wenigsten vom Einkommen für Lebensmittel ausgegeben (Etwa 13%). Ja es gibt Fälle, wo am Essen gespart werden muss. Das ist aber nicht die Regel.
    Es ist in meinen Augen ein Aspekt der Wertschätzung. Für Franzosen beispielsweise hat Essen einen viel höheren Stellenwert. Es Bedeutet dort Genuss, Gemeinschaft, Lebensqualität.
    Deutschland ist da rationeller: Nährwert, günstig und schnell zuführen.
     
    Fazit: Subventionen sind nur ein kleiner Teil des "Problems".

  • Zitat

    In Deutschland wird am wenigsten vom Einkommen für Lebensmittel ausgegeben (Etwa 13%)


    Das liegt aber einzig und allein am Preiskampf der Konzerne - die sind sich alle sehr bewußt, daß sie ihre Marktanteile mit Dumping-Preisen (= unter Einkaufspreisen) "kaufen".
    Das wird in dem Moment aufhören, wenn Lebensmittel deutlich knapper werden, weil a) zuviel Fläche sehr langfristig als Energieproduzent gebunden ist, und b) die Weltmarktpreise wegen der extrem wachsenden Nachfrage aus den Schwellenländern nach oben schießen, und das dauert nicht mehr lange.....
    Schon bei derzeitigem Stand brauchen wir 2050 1,8 Erden, und wenn alle so leben wollen wie die Amis, sogar 5...:-(

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    Bruce Springsteen

  • Die Allgemeinheit wird immer blöder und dann muss eine "Obrigkeit" alles diktieren und verantworten.


    Bei der Einführung von Ampelanlagen vor vielen Jahren fühlten sich ganz sicher auch ne Menge Leute bevormundet und argumentierten entsprechend.


    Nur weil etwa nicht jeder ne Ampel braucht, um an Kreuzungen auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten, ist ne "Bevormundung" durch Ampeln noch lange nicht unnötig geworden. Es schreien immer alle gegen Regulierung, bis ihnen dann jemand die Einfahrt zuparkt.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Für Biogasbetreiber gibt es zurzeit keine wirklichen Alternativen zur maisintensiven Fruchtfolge.


    Das stimmt so nicht, es gibt genug Alternativpflanzen mit fetter Ausbeute, nur sind das fast alles Stauden, also höhere Startkosten, und 10-20jährige Flächenbindung, und die schlucken nicht mal ein Drittel soviel Gülle wie Mais.


    Ich fand Biogasanlagen zur direkten Güllenutzung mal toll; hätte ich geahnt, was draus wird, wär ich dagegen gewesen...:evil::-(

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    Bruce Springsteen

  • Lieber "fast heiliger"Martin,:wink:
    der Mensch ist nicht gut von Geburt an.
    Der Mensch ist ein Egiostenschwein.:roll: - Auch ich. -
    Da brauchts Korrektur und Regelung, die immer wieder überprüft und angepasst werden muss. >>Wildwest hat auch nicht funktioniert. Die Amis pochen immer auf ihre persönlichen Freiheiten - Da gibts noch Todesstrafe:-(.....................
    Hier ist aufgrund von Marktgesetzen eine negative Entwicklung eingetreten und es ist gut wenn das erkannt und gegengesteuert wird.


    Is meine Meinung - André - Ende