Gitterboden bei Sturm auf oder zu

  • Hallo Bienenfreunde,


    hier gehen gerade stamme Winde übers Land. Vorhin bin ich noch zum Ableger gefahren um die Schublade ( Segerberger Beute mit Gitterboden ) reinzuschieben. Der Gitterboden ist nun nach unten weitgehenst dicht.
    Das Flugloch ist ganz offen ( mit Mäuseschutz ).


    Mir taten die Bienen leid, wenn so die Winde durch den Gitterboden rein
    und durch das Flugloch wieder rausgehen. Und das bei dem Wetter.


    Was können die Bienen ab, bzw. wie haben sie es am liebsten. In der kurzen Zeit wo ich Bienis habe, konnte ich schon feststellen, daß sie Zugluft nicht besonders schätzen.


    Wie sind Eure Erfahrungen bei Sturm - lieber alles dichtmachen?


    Vielen Dank für Eure Antworten!


    Gruß
    Jörg


    PS.: Ich kann beruflich bedingt nicht immer gleich antworten.

  • Also, bei mir bleibt der Gitterboden offen. Ich stelle aber sicher, daß der Wind nicht nach oben durchpfeifen kann. Den Rest regeln die Bienen in ihrer Traube.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hallo Jörg,


    Gitterboden kann offen bleiben.
    Hauptsache, es entsteht keine Kaminwirkung nach oben durch undichte Deckel.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    wenn Du die allgemeinen Empfehlungen beachtest und auf einen einigermaßen Windgeschützten Standort achtest, kannst Du offen lassen.

  • Vielen Dank, alles klar.
    Ich wußte nicht wie es bei Sturm ist. Ist halt die erste Überwinterung.
    Die Bienen stehen schon einigermaßen geschützt auf ausgesuchten Plätzen.
    So dicht ist die Segeberger Beute auch nicht. Wenn man durch den Falz durchpustet kommt das bei den Bienis drinnen an. Plus offener Gitterboden,
    plus offenes Flugloch. Da haben die es so zugig wie auf dem Bahnhof.


    Ein anderes Thema ist das Kondenswasser. Leider. Und da muß der Gitterboden offen bleiben, sonst läuft das Wasser aus dem Deckel raus.
    Habe ich schon gehabt. Da läßt der Schimmel nicht lange auf sich warten.


    Gruß an alle -
    Jörg


    :Biene::Biene::Biene:

  • Hallo,


    bin auch einer, der sich noch an den offenen Gitterboden gewöhnen muß. Bei mir ist er dieses Jahr auch offen. Gegen Durchzug sollte man schon was tun.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Drobi,


    ich kann auch nicht glaube das den Bienen das behagt. Aber das eigentliche Problem ist das Kondenswasser. Bei dem einen Volk hatte ich die Schublade unten drin zum Varroazählen. Wo ich nun vor Tagen die
    Futterzarge abgenommen habe, lief das Wasser nur so. Bei meinem
    aufmüpfigen Ableger nicht! Da hatte ich die Schublade niiiiccchhhtttt drin.


    Wie es früher mit den Bienen in den Bäumen war weiß ich nicht. Vieleicht
    hat das Holz einen guten Teil Wasser aufgesogen, zumindest bis zum
    Frost.


    Ich baue mir noch bis zum Frühjahr Untergeselle für die Segeberger Beute.
    Da kommen abnehmbare Windschutze dran, damits nicht soooo derbe
    zieht.
    Für die Bienen nur das Beste.:Biene::Biene::Biene:


    Eigentlich bräuchte mann andere Beuten um das Kondeswasser in den
    Griff zu kriegen.


    Mit herzlichen Gruß


    Jörg

  • Hallo und schönen guten Abend zusammen!


    Meine Erfahrungen zum Thema Wind und Kondenswasser in den Beuten und Segeberger und sowieso :wink::
    Ich habe noch nie den Boden geschlossen im Winter, und sei es noch so stürmisch. Ich denke der Wind bläst zwar unten in die Beute rein, kommt aber nur unwesentlich zwischen die Waben, wenn überhaupt, und wird dort von der Oberfläche der Bienentraube durch entsprechende Abdichtung mit ihren Körpern abgefangen. Voraussetzungen dafür sind natürlich eine Beute die nur unten offen ist sowie ein nicht zu zugiger bzw. nicht zu hoher Standort der Beuten. Zwei meiner Beuten stehen zwangsläufig völlig ungeschützt gegen Wind und dennoch gab es noch keine Probleme bei der Überwinterung. Der Abstand zwischen Gitterboden und Palettenoberseite beträgt allerdings auch max. 5-8cm (geschätzt), sodass der Wind nicht allzuviel Angriffsfläche hat.
    Zum Thema Kondenswasser: Da hatte ich noch nie Probleme mit, ich vermute mal aus o.g. Grund.
    Garfield : Ich würde das Untergestell weg lassen, denn je mehr Kram man an und um die Beuten hat, desto unfunktioneller wird die Arbeit damit. Zumal man mit simplen Mitteln viele "Probleme" in den Griff bekommt.


    Schönen Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hei, Patrick,

    Zitat

    Ich denke der Wind bläst zwar unten in die Beute rein


    Nein, tut er nicht, er saugt - Unterdruck.
    Solange oben kein Loch ist, wodurch kalte Luft durch die ganze Kiste nachströmen kann, ist das wurscht, bzw. sorgt letzten Endes sogar für weniger CO2 in der Kiste. Die Luftbewegung innen ist nicht wirklich der Rede wert und tut den Bienen nichts, solange sie weit genug vom Boden weg sind; andernfalls müssen sie mehr heizen = schnellere Zehrung.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine , Werner, Patrick & Bienenfreunde,


    erstemal vielen Dank.
    Ähm, ich schrieb in meinen vorherigen Beiträgen über die strammen
    Winde hier vor Ort, das habe ich nicht ohne Grund getan. Küstennähe,
    plattes Land. Der Wind kann hier in Ruhe 1 km ungehindert Anlauf nehmen,
    der Regen kommt zuweilen waagerecht. Wald giebts hier nicht - Wesermarsch.
    Da mache ich mir schon Gedanken:confused:


    Was ich schon festgestellt habe: Gitterboden zu - gleich Schimmel!
    Schmeckt Schimmel den Bienen? Ich glaube nicht.:-(


    Es tut mir in der Seele weh, aber ich werde die Bienis wohl mit offenem Boden überwintern lassen.


    Und Werner: Gibt es mit Holzbeuten kein Kondenswasser - Problem?
    Wie sind hierbei die Erfahrungen? Kann Holz soviel Wasser aufnehmen?
    Dat gammelt doch.


    Und Patrick: So Gestelle zu bauen und in den Boden zu drücken plus
    Beute draufstellen ist zumindest für mich nicht so schwierig. Besser
    als diese össiligen Paletten. Und ich kann vorm Sturm die Beuten drauf
    festzurren, damit sie samt Inhalt ( Bienen ) nicht durch die Gegend
    fliegen.
    Kein Scherz, kein Spaß, nur rauhe Wirklichkeit!


    So, ich muß noch mal in die Werkstatt. Einen schönen Abend an alle -


    Jörg

  • ...


    Und Werner: Gibt es mit Holzbeuten kein Kondenswasser - Problem?
    Wie sind hierbei die Erfahrungen? Kann Holz soviel Wasser aufnehmen?
    Dat gammelt doch.


    ...


    Hallo Jörg,


    ich habe nur Holzbeuten, also keinen Vergleich. Ich habe bisher allerdings in einer ordentlich besetzten Beute noch nie Probleme mit Kondenswasser gehabt. Hängt zwar mal an der Folie, aber nicht so, dass Waben verschimmeln.


    Ein Teil meines Hauses ist auch in Holzbauweise gebaut, es sind die Räume mit dem besten Wohnklima.


    Gruß
    Werner

  • Ein Teil meines Hauses ist auch in Holzbauweise gebaut, es sind die Räume mit dem besten Wohnklima.


    Hallo Werner,


    ich hoffe, daß die anderen Teile auch nicht schimmeln... :cool:



    In meinen Holzbeuten schimmeln in schöner Regelmäßigkeit die Randwaben.
    Die schmeiße ich dann halt weg.
    Wasser unter der Folie ist normal und gut so.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.