Dadant mit 10 oder 12 Brutraumwaben

  • Hi,

    nochmals zur Erläuterung:
    12er Dadant haben den Vorteil, daß sie quadratisch sind. Soweit haben das auch schon alle Vorredner beschrieben.

    Allerdings kam dann das Argument der Drehbarkeit und das evtl. leichtere Arbeiten mit dem 10er.
    Und da habe ich wohl Verständnisprobleme. Wer dreht denn bitte seine BR? Zum besseren Volltragen drehe ich nur meine 1/2 Dadant HR!
    Übrigens nutze ich als BR keine 2 HR, da ich bei den HR mit Abstandsrechen arbeite und im BR nur mit Schienen.

    Die 10er Dadant wurden entwickelt, um zu anderen Magazinen kompatibel zu sein. Das ist aber auch schon alles.

    Jedes Beutensystem bedingt eine etwas abgewandelte Betriebsweise. Dies ist unabhängig von der Rasse usw.
    Man sollte nur beachten, das Betriebsweise und Beute zusammen passen.:wink:

    @ Vogtländer
    Hoffe damit etwas Deine Fragen beantwortet zu haben.

    Gruß,
    Helge

  • Nun, ich bin also schließlich beim 12 Dadant gelandet.
    Mein Tischler sagt immer: "Abgesägt ist schnell - ranhobeln wird schwierig.":cool:


    Nun, da alle 5 Beuten bevölkert sind will ich die HR-Rähmchen bestellen und überlege, ob ich nicht auch noch einige BR-Rähmchen als Reserve ordern sollte.
    Welche Erfahrung habt Ihr gemacht? Braucht man die und wie viele?


    MfG André

  • Ganz einfach, ist ein gutes Trachtjahr und man hat der Bienen viele, braucht man auch sehr viele HR-Rähmchen.
    Wenn die Imkerträume sich nicht erfüllen, stehen die HR samt Rähmchen bloß rum.
    Ein paar in Reseve ist OK. Vor allem im Winter sind die Begehrlichkeiten groß, die es dann etwas zu zügeln gilt, oder auch nicht.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Ääämmm- neee,


    Ich meine, ob es sinnvoll ist BR Rähmchen rumstehen zu haben, weil im Frühjahr Waben mit Winterfutter raus müssen und neue rein, oder geht das im Zuge der Betriebsweise mit Einengen und Füttern nach Trachtende dann wieder auf?


    MfG André

  • Ääämmm- neee,


    Ich meine, ob es sinnvoll ist BR Rähmchen rumstehen zu haben, weil im Frühjahr Waben mit Winterfutter raus müssen und neue rein, oder geht das im Zuge der Betriebsweise mit Einengen und Füttern nach Trachtende dann wieder auf?


    MfG André


    Nabend, André,
    ich gehe erstmal davon aus, daß dein Honigraum kleiner ist. Das ist auch gut so, weil es der Betriebsweise
    von Dadant entspricht.
    Deine Frage finde ich sehr klug, wenn du an Waben mit Winterfutter denkst und damit rechnest.
    Nach meiner Erfahrung mit großem Brutraum verzehren die Bienen erst den Honig im Brutraum, wenn du im April
    den Honigraum gibst, werden sie kaum Winterfutter nach oben lagern. Das ist verbraucht.
    Das Einengen habe ich anfangs auch gemacht, inzwischen dienen mir die älteren dunklen Waben, die ich nach und nach
    außen hinhänge, als natürliche Einengung.
    Das hat eine Laufzeit von 3 Jahren, erst dann gebe ich neue Rahmen mit Anfangsstreifen hinzu.
    Das ist eher eine fließende Arbeit, die Bienen merken es kaum.
    Also konkret, wenn du gerade angefangen hast, hast du 2 Jahre Zeit, dann solltest du langsam die dunklen Waben ersetzen.
    Bei mir ist es einfacher, da ich bei 4/3 Zander ohne Draht arbeite, schneide ich das Braune einfach ab und hänge die Wabe
    wieder zu, zum Neuausbau.


    Beste Grüße, Bien Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Also nimmst Du kein Winterfutter raus?!


    André


    Hallo, André,


    erstmal nein, da ich nicht viel füttere.
    Ich schaue mir im August die Waben an und prüfe die Volksstärke, also: gedeckelte Brut, Pollenvorrat usw.
    Hauptaugenmerk ist der Honigvorrat.
    Danach entscheide ich über die Futtermenge, ich will die Völker nicht künstlich hochpuschen, sondern sie sollen
    weitgehendst homogen in ihrer Selbstverständlichkeit leben dürfen.
    Klingt jetzt hochgestochen, soll heißen, Bienen dürfen Bienen sein, wild und ungezügelt.
    Wenn du schöne Honigkränze hast, mußt du nicht viel füttern, das ist doch die Idee von Dadant.
    Was ich sagen will, du solltest nicht schematisch füttern, sondern jedes Volk einzeln beurteilen.
    Meine Faustregel ist, ist der Futterkranz unter einem Drittel, gebe ich 2 kg pro Wabe. Das reicht.
    Das meiste verzehren die Bienen erst im Februar und März, daran sollte man denken.


    Beste Grüße, ein Dadant-Fan, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • ...ich will die Völker nicht künstlich hochpuschen, sondern sie sollen weitgehendst homogen in ihrer Selbstverständlichkeit leben dürfen.
    Klingt jetzt hochgestochen, soll heißen, Bienen dürfen Bienen sein, wild und ungezügelt.


    Klingt wunderschön und paßt so richtig in eine reichhaltige, naturbelassene Landschaft.


    Wenn ich die gefunden habe, mache ich es auch so... :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Klingt wunderschön und paßt so richtig in eine reichhaltige, naturbelassene Landschaft.


    Wenn ich die gefunden habe, mache ich es auch so... :cool:


    Hallo, Hardy,
    es liegt doch an uns, etwas zu verändern.
    Man kann die geschützten Ackerraine nutzen, gegen Eigeninitiative sagt keiner was.
    Siehe: Blühende Landschaften. Utto Baumgärtner. Kannst du googeln.
    Man kann mit den Bauern reden, trotz 300 Metern Höhe, haben einige im Spätsommer auf die leeren Flächen Gelbsenf
    gesät, der durchwurzelt und heilt den Boden, das Ganze wird dann als Mulchschicht eingeharkt.
    Leider kam der Winter zu früh, es reichte nicht mehr zur Blüte für die Bienen.


    Obwohl, du hast dich nicht auf das hochpuschen eingelassen, sondern nur allgemein geklagt.
    Ich hatte ein ganz anderes Anliegen, nämlich das, was wir Imker unterlassen sollten, damit der Bien in
    seiner Art, wenig gelenkt, nur bewahrt, zu seiner alten Kraft zurückfindet.


    Und das liegt an uns interessierte Imker, jeder in seinem Dorf ;-)


    Beste Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • ...es liegt doch an uns, etwas zu verändern.
    Man kann die geschützten Ackerraine nutzen, gegen Eigeninitiative sagt keiner was...


    Da wird leider viel zu viel gemäht, von der Stadt...


    Zitat

    ...Man kann mit den Bauern reden...


    Das stimmt. Das habe ich noch nicht. Ich kenne einige (wenige). So wie ich die einschätze, blicken die nicht über den Gartenzaun...


    Zitat

    Ich hatte ein ganz anderes Anliegen, nämlich das, was wir Imker unterlassen sollten, damit der Bien in seiner Art, wenig gelenkt, nur bewahrt, zu seiner alten Kraft zurückfindet.


    Solange die Überwinterung dank PSM und Varroa auf so wackeligen Beinen steht, greife ich lieber ein. Bienenverluste kann ich mir bei meinen paar Völkern nicht leisten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.


  • Meine Faustregel ist, ist der Futterkranz unter einem Drittel, gebe ich 2 kg pro Wabe. Das reicht.
    Das meiste verzehren die Bienen erst im Februar und März, daran sollte man denken.


    Beste Grüße, ein Dadant-Fan, Bienudo



    Hallo Bienudo,


    "nicht viel füttere"?


    Du beschreibst immer alles schön blumig. Aber es klingt so, als imkerst Du nicht so viel anders, als der Rest der Imker. Bei 2 kg pro Wabe fütterst Du doch genau so wie jeder andere auch.


    Grüße


    Ronny

  • Hallo Ronny,
    nein, macht er nicht, da Dadant ja größer ist als z.B. Normalmaß.
    Und diese Menge gibt er ja auch nur pro Wabe, die weniger als ein Drittel Futter/Honig enthält.
    Da liege ich mit meiner Faustregel: je Wabe ein Kilo Zucker, sicherlich viel höher.
    Zumal ich lieber Futterwaben entnehme als nachfüttern zu müssen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.