Epigenetik & Bienen + Milben?

  • Hallo Imkergemeinde,


    das Thema lese ich interessiert und mit schmunzeln :wink:. Tlw. sind die Darlegungen rein fachlich recht gewagt. Weiterhin auch recht ruppig:

    :evil: Achja? Wir lassen einfach GVO und PSM in bisher ungekannten Giftigkeitsklassen zu, und den Bienen geht's gut?*wo ist der Vogel-zeig*-smilie?


    Zum Umgang miteinander: Ein "Vogel-zeig-smilie" sollte nicht eingeführt werden.
    Aus meiner Sicht ist das Thema, zumindest in der derzeitigen Ausrichtung, für die imkerliche Praxis u. auch die (Verbands)politische Auseinandersetzung irrelevant. Dennoch weiterhin viel Spaß dabei.


    Viele Grüße
    Stefan

  • @stefan-w,
    Dein Beitrag ist Verbandspolitisch und auch aus imkerlicher Sicht irrelevant.
    Aber macht nix, hab ihn trotzdem gelesen. Schön wenn du wenigstens ein paar Zeilen füllen konntest, so wie ich jetzt auch.


    bee:confused:

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo Zusammen,


    freut mich, eine Reaktion bekommen zu haben:lol:. Auch wenn sie recht aussagelos ist. Schön hätte ich es gefunden, eine Begründung meiner Meinung zu erfragen.

    ... Schön wenn du wenigstens ein paar Zeilen füllen konntest, so wie ich jetzt auch...


    Ein paar Hinweise zum Diskurs.
    Zitat:
    "Nun stell Dir die Wechselbeziehungen zwischen diesen Mikroben vor. Willst Du dich da wirklich einmischen? Meines Erachtens kann das nur schiefgehen."
    Ja, das kann nur schiefgehen. Deshalb nicht geeignet, irrelevant für die imkerliche Praxis u. auch den politischen Diskurs.
    Zitat:
    "Nur gibt es fast keine Labore, die kommerziell solche Analysen auf diesem Level anbieten, geschweige denn, daß man die als Normalmensch bezahlen könnte." Ja, das ist so, deshalb leider irrelevant.


    Auf rein fachlich gewagte Hinweise zum Thema Mikroben gehe ich derzeit nicht ein. Weiterhin viel Spaß mit diesem Thema :wink:


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    was ist deiner Meinung nach "fachlich gewagt" an den Aussagen?


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Moin, moin,
    Bernhard : zwischen Mikroben und Pflanzen liegen noch die Pilze, die sind quasi das "Internet der Erde" durch ihre Allgegenwärtigkeit. Das ist eine Klasse, die wegen Unsichtbarkeit auch gern vergessen wird, aber enorm bedeutend ist - das sind die Zelluloseabbauer, die aus schwer verrottbaren toten Bäumen über ihre Fruchtkörper und Mycele wieder leicht abbaubare Substanzen schaffen, die dann von z.B. Schimmelpilzen letztendlich wieder in Futter für die Mikroben umgewandelt werden = Humus.
    Was für ein geniales System...


    Fakt ist doch, daß alles, was wir zu uns nehmen, Reaktionen in unseren Körpern auslöst, es gibt einfach keine "stabilen" Zustände, sondern nur ständige Veränderung. Und bei den Bienen ist es dasselbe.
    Alles, womit wir sie behandeln, hinterläßt Spuren, nicht nur an den Individuen, sondern am ganzen Volk findet permanent dadurch eine Selektion statt, die wir nicht mal bemerken.
    Bestimmte Ameisenarten füttern ihre Königinnen quasi absichtlich mit geringen Giftmengen, um die Überlebenschancen des Nachwuchses in Bezug auf dieses Gift zu fördern - Selektion an der Quelle.
    Wissen wir, ob Bienen nicht dasselbe machen? (ja, ich weiß - liest sich sehr spinnert, aber wenn wir immer nur in den bekannten Bahnen denken, wird sich nie was ändern....*out-of-the-box-now*):wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    was ihr so alles wisst, ich kann da nicht mithalten.
    Habe gerade in der Bibel gelesen; wer Weisheit lernen will, muss nichts anderes zu tun haben. Ich mache da wohl was falsch.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • :lol: Ich will doch gar nicht weise werden, sondern bloß soviel wie möglich wissen/lernen. :Biene:(und ich kann nix dafür, ich bin Schnell-Leser, ich "fresse" Bücher, und wenn mich ein Thema brennend interessiert, behalte ich auch alle wichtigen Sachen daraus. Beschwerden an meinen Vater, der ist das "im Schuld". :oops:):wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabine, wenn schon dann "in Schuld" zumindest hier bei uns.:roll:

    Aber interessanter finde ich das:


    Bestimmte Ameisenarten füttern ihre Königinnen quasi absichtlich mit geringen Giftmengen, um die Überlebenschancen des Nachwuchses in Bezug auf dieses Gift zu fördern - Selektion an der Quelle.
    :wink:



    läuft das dann als Selektion nach dem Schema: wenn die Chefin das nicht aushält, plagen wir uns besser erst gar nicht mit deren Nachwuchs ab und besorgen gleich ne neue (können Ameisen auch nachschaffen?); oder eher in Form einer Impfung: In kleinen Dosen der Königin verabreicht, damit die Nachkommen schon mal daran gewöhnt sind?

    Der Neid hängt am Stacheldraht in des Imkers Hosentasche!


  • Danke für den Link! :daumen: Es wurde das molekular bewiesen, was man schon sehr lange weiß. Und wichtig: Epigenetische Programme sind prinzipiell reversibel.


    Manchmal hat ja die Diskussion in populärwissenschaftlichen Artikeln über Epigenetik schon Züge angenommen, die an Lyssenko und die Behaviouristen erinnern.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • @ Bernhard,
    zum Teil schon. Tatsaechlich gibt es offenbar unterschiedliche Formen der Methylierungen - dazu kommen isston Acetylierungen und, und, und. Die sind auch tw. reversibel; so werden offenbar eben auch kurzzeitige Genaktivitaeten an- und abgeschaltet. Uebrigens hat auch die Lebensweise seinen Einfluss darauf...Methylierungsmuster von Rauchern sind anders als die von Nichtrauchern usw. Nur das Verstehen ist halt noch nicht soweit...


    Melanie