Nähe Mülldeponie ??

  • Ich tendiere auch nach "kein schlechtes gewissen"
    Ich meine wieviele Imker kennen ihren Standplatz bis auf 3-4km so gut das sie 100% wissen das Ihre Bienen nicht auch im Müll rumsuchen.


    Da ich meine Bienen bein einer Trachtlücke welche dort nicht vorkommen sollte nicht dort stehen lasse ist´s ja auch nochmal gud? Odda:daumen:


    so denn, mal sehen was noch so kommt...



    Mit Bio hätt ich da aber meine Probleme....?? Oder auch keine wenn der Honig den Untersuchungen standhält?

  • Bei mir ist die (zum Glück mittlerweile geschlossene) Deponie auch nicht weiter weg, eher näher dran.
    Probleme sind mir auch von anderen Imkern im Ort keine bekannt, auch nicht von denen die während der ganzen Betriebszeit der Deponie (Seit 1973) hier geimkert haben.

  • Henry argumentiert sehr logisch:


    Zitat @ Henry: "In welchem 8km durchmessenden Flugkreis befindet sich heute weder eine Deponie, noch ein Altglascontainer, noch ein suppender Misthaufen? :roll: 
    Mor kannas och übertreim."


    Das hilft mir eine objektive Entscheidung zu treffen!

  • In einem Umkreis von 8 km um unser Grundstück befinden sich drei mittlerweile geschlossene Deponien. Die Deponien sind die einzigen Erhebungen in der Landschaft des hier sehr flachländischen Niederrheins. Weithin sichtbar. Unverständlich, wie Menschen ihren Müll direkt vor der Stadt zu solchen Berglandschaften auftürmen können.


    Jetzt hat sich selbstverständlich alles verbessert: Eine Müllverbrennungsanlage wurde installiert. Der Müll wird verbrannt und in die Luft gepustet. Die Anlage ist etwas zu groß geraten, weswegen Müll aus Bayern, Australien und Italien hierher gefahren wird, um verbrannt zu werden. Selbstverständlich werden die Abgase gefiltert. Die Filter werden dann vergraben. Im Kopf und Müll in den Sand stecken, sind die Menschen großartig. :wink:


    Bei Standortwahl hast Du heute leider keine Wahl, was solche Aspekte betrifft. Jedoch sollten solche Fragen nicht einfach wieder verworfen werden, sondern weiter verfolgt und bewußt gemacht werden. Schließlich landet alles auf deinem Teller am Ende.


    Bernhard


  • Bei Standortwahl hast Du heute leider keine Wahl, was solche Aspekte betrifft. Jedoch sollten solche Fragen nicht einfach wieder verworfen werden, sondern weiter verfolgt und bewußt gemacht werden. Schließlich landet alles auf deinem Teller am Ende.


    Bernhard


    Und da ist das eine Sache der eigenen Verantwortung! Leider weiß ich nicht in welchem Maße so etwas meine Qualität beeinflusst.
    Ich dene ich werde es drauf ankommen lassen und den Honig bei der Zertifizierung untersuchen. Nur so kann ich eine klare Aussage darüber bekommen, gut oder nicht gut


  •  
    Selbstverständlich werden die Abgase gefiltert. Die Filter werden dann vergraben. Im Kopf und Müll in den Sand stecken, sind die Menschen großartig. :wink:
     


     
    Die TA Siedlungsabfall verbietet seit 2004 die Ablagerung von Abfällen mit einem Glühverlust von größer 5 %. Das hat den Verbrennern großen Aufschwung beschert, da eine Müllverbrennungsanlage eine lange Genehmigungszeit hat, werden heutzutage jede Menge sogenannte EBS Kraftwerke errichtet, Ersatzbrennstoff steht für EBS. Zufällig dürfen dort die gleichen Sachen verbrannt werden wie in einer normalen Müllverbrennungsanlage, aufgrund der EBS Anlagen die wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, haben wir in Deutschland immer noch einen Überhang an Verbrennungskapazität, diese wird im benachbarten Ausland verkauft.
     
    Bei Abgasreinigung entstehen eluatkritische Filterstäube und sogenannte Rachgasreinigungsrückstände, das sind Salze oder ein Gemisch aus beidem. Diese Stäube sind die Essenz unserer bösen Taten. Sie werden verwertet, in aller Regel im sogenannten Bergversatz, sie dienen in Salzbergwerken zur Stützung des Deckgebirges. In holland werden meines wissens immer noch Filterstäube bei der Aspahaltherstellung verwendet, die Autobahnen sind sowas wie Liniendeponien. Wir in Deutschland sind diesbezüglich vorbildlich. In Indien besteht die Plastikverbrennungsanlage aus einem individuellem Feuer neben dem individuellen Wasserbrunnen, was viel konkreter auf den Mißstand hinweist.


    Die größte Menge Abfall die bei der Verbrennung entstehen, sind Schlacken, diese werden auch in Deutschland im Straßenbau oder anderen Baumaßnahmen verwendet oder landen auf Inertstoffdeponien.
     
    Wenn man nicht im Müll imkern will muß man aufhören.

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Moin!


    Richtig ist, dass wir wohl kaum auf einige äussere Umstände Einfluss nehmen können, so wie das meine Kollegen vor mir schon geschildert haben. Siehe auch Mülleimer in Schwimmbädern oder Parks: dort tummeln sich in Heidelberg z.B. massenhaft Bienen in den alten Eisbechern und zuckerhaltigen Verpackungen (Neckarwiese).


    Allerdings kann man, wenn man das weiß UND sich deswegen sorgen macht, evtl. seinen Stand verlegen oder besser noch für alternative Trachtangebote sorgen, die den Bienen besser schmecken, oder?


    http://www.google.com/search?q=blühende+landschaften :daumen:


    ... und für die Separatisten unter uns:
    http://www.google.com/search?q=guerilla+gardening




    Arnd

  • Klar ist ja jetzt mal das es nicht diskutabel ist nicht in der Nähe eine Mülldeponie zu stehen.
    Fraglich nur in wiefern das die Biozertifizierung beeinträchtig. Naja, mal sehen ob die Suppen nicht heißer gekocht wie gegessen wird.


    Werde Euch berichten...

  • Hallo André,
    kommt ganz darauf an, wie die Deponie abgedichtet ist.
    Meist doch mit wasserdichter Folie und einer dicken Erdschicht.
    Wenn die Wurzeln der Pflanzen da nicht durch sind, sehe ich keine Probleme.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin, moin,


    wenn sie abgedeckt ist, wie sie sollte, kommen da keine Wurzeln durch. Im übrigen hängt es, aus meiner Sicht, auch davon ab, was da deponiert wurde. Siedlungsabfälle unter ordentlicher Abdeckung halte ich für Bienenhaltung für unproblematisch. Ein Wohnhaus würde ich nicht draufstellen. Einen Brunnen nicht in der Nähe bohren. Der Ertrag wird witterungsabhängig sein, der Standort ist wahrscheinlich etwas trockener, als der Rest der Landschaft. Hohe Bäume können da nicht stehen, die rutschen auf der Folie aus...


    Gruß Clas

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