Naturbau und gerade Waben

  • Hallo Mitimker,


    ich habe da mal eine Frage, die mir vielleicht jemand beantworten kann, der`s schon mal ausprobiert hat:


    Problem beim Naturbau ist ja, daß unsere geflügelten Mitarbeiterinnen manchmal auf Teufel komm raus krumme Waben bauen.


    Hänge ich abwechselnd Mittelwände und ausgebaute Waben nebeneinander, so kann ich Glück haben, und sie bauen die Mittelwände schön aus.
    Leider haben die aber oft eigene Vorstellungen von Schönheit und machen sehr unterschiedliche Dickwaben aus den bereits ausgebauten...:evil:


    Was passiert, wenn ich in der ganzen Zarge zwischen die Rähmchen (nur mit Anfangsstreifen) dünne Schiede hänge, von der Größe der Rähmchen.
    Der Beespace soll dabei zwischen Schied und Rähmchen (und natürlich auch zwischen Schied und Zarge) erhalten bleiben.


    Mir geht es nur um die Gewinnung gerader Waben, nicht darum, die ganze Betriebsweise so durchzuführen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo


    Manche können gerade bauen manche nicht.
    Ich habe dieses Jahr ein Volk 4waben weggenommen und 3Rähmchen mit Anfangsstreifen.
    Hat super geklappt.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Trenn schiede zwischen den Waben geht nicht


    Hallo Finvara,


    ist das eine Vermutung?


    Wenn ich mir die jeweils letzten Rähmchen re und li an den Zargenwänden ansehe, habe ich doch auch sowas wie eine Schiedwirkung.
    Werden die letzten Rähmchen nicht sauber ausgebaut?
    Ich habe es jetzt leider nicht in Erinnerung, ob die bei mir ordentlich gebaut wurden...:oops:


    @ Ruben: Ich hatte dieses Jahr zum ersten mal nur mit Anfangslinie und kleinem Abstand gewerkelt.
    Da wuchsen Krumme und Gerade bunt gemischt.
    Meine Idee ist halt, sie durch ein Schied in die Richtung zu zwingen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hei, Hardy,
    wichtiger ist eigentlich, daß der Anfangsstreifen nicht eiert und am Stück durchgehend ist, wenn es nur Anfangsstreifenrähmchen sind.
    Die KS bauen eigentlich sehr oft sehr ordentlich, unter ständiger Fütterung, da scheint in der Bautraube dann ein Schichtwechsel nach dem anderen ohne Pause vorzugehen, und die Pläne werden auch kommuniziert.:lol:
    Wenn sie einmal krumm und quer gebaut haben, ist es schwierig, sie wieder in die Spur zu kriegen, am besten geht es dann noch mit Rähmchen, wo noch 2cm Wabenwerk steht, auch gern wachsmottenzerlöchert, da halten sie sich dann besser dran.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Radix
    Wenn es Dir um gerade Naturbauwaben geht, kann ich Dir einen Tipp geben. Wenn Du einige Rähmchen zum Ausbauen in den Brut oder Honigraum hängst, wirst du Beobachten, daß die Bienen am Übergang von den Naturbauwaben zu vorhandenen Waben erst mal den Abstand relativ kreativ zwischen vorhandener Wabe und leerem Naturbaurähmchen füllen. Aber Sie werden immer soweit bauen, bis am Ende ein Beespace zwischen den Waben ist. Wenn Sie so eine Welle eingebaut haben wird die sich auf den nächten Waben fortsetzen, den Beespace muss man ja einhalten.
    Ich schaue also einige Tage nach dem Einhängen der Naturbaurähmchen wieder ins Volk und wenn es eines ist das krumm baut drehe ich einfach die Wabe um 180 grad. Wo vorher zuviel space war ist jetzt zu wenig und wo zuwenig war ist jetzt zu viel. Die Bienen korrigieren den Fehler indem sie an einer Stelle abtragen und der anderen Stelle die Zellen weiter Ausziehen.
    Manche Völker brauchen mehr und manche weniger von dier Unterstützung.
    Funktioniert astrein.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo,
    es kommt auch auf die Gewöhnung an Naturwabenbau an. Die bienen lernen es irgendwann wieder. Ich hatte nur ganz am Anfang Krummbau, obwohl es ein Kunst-
    schwarm war. Den besten Naturbau liefern natürlich echte gefangene Schwärme,
    bei vorweggenommenen Schwärmen nach Demeter bin ich etwas skeptisch. Aber wenn
    diese Bienen Naturbau gewohnt sind, geht es gut. Nach meiner Erfahrung brauchen die
    Bienen mehr als eine Saison, um sich zurück zu besinnen. Die Zeit sollte man denen
    schon geben. Also nicht die Geduld verlieren, der Lohn sind gute Völker und weniger
    Arbeit.
    Liebe Grüße, Edda.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Danke für die guten Tipps.
    Dann mach ich mal nächste Saison weiter ohne Mittelwände...:wink:


    @ Sabine: Ja, die Linien waren krumm.
    Ich hatte zwar das Wachs in die Nut eingeschmolzen, aber das Holz hat das Wachs unterschiedlich seitlich aufgesaugt - so wurde es krumm...


    Mach ich also nächstes Jahr statt Linien Wachsstreifen.


    @ Wolfgang: Ich hatte sie nicht stören wollen und zu lange bauen lassen, bevor ich wieder reingesehen habe.
    Da waren die Waben schon teilweise aneinandergebaut, zumal ich die neuen Rähmchen - statt sie dicht aufeinander zu schieben - über die ganze Zarge gleichmäßig verteilt hatte.
    Sabine hatte mich schon auf den Fehler hingewiesen.


    Neues Jahr - neues Spiel... :p

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

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  • Moin Dieter,


    das schon, aber unter der Zwangsmaßnahme der vorgegebenen Zellgröße.
    Außerdem möchte ich Kauwaben "herstellen".
    Da sind Mittelwände einfach Bäääh.
    Vor allem, wenn Du Dir die mit Paraffin verseuchten vorstellst.


    Im Link kannst Du Mittelwände kaufen mit 25% Bienenwachs.
    Ob der Hersteller nur an ALDI liefert...???


    http://www.aldi-sued.de/de/html/offers/58_14981.htm


    Unter Naturbau verstehe ich: Völlig freies Bauen unter Richtungsvorgabe.
    Und als Honigimker soll das auch händelbar sein.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,
    das Thema „Zellgösse“ hat mich auch eine Zeit lang beschäftigt. Nun, ich springe nicht auf dem Zug auf. Unsere Bienen bauen so wie sie es für die jeweilige Situation für notwendig erachten. Arbeiterinnen oder Drohnenbau. Ich giesse meine Mittelwände selbst und verwende mein eigenes Wachs. Ich gebe die Zellrichtung vor, alles andere machen die Bienen selbst. Ob es gegen die „Natur“ verstößt, ist eine Frage der anthroposophischen Einstellung des jeweiligen Betrachters. Ich bin Realist und Praktiker. Für mich ist die Mittelwand ein wichtige Hilfsmittel.


    Zu Aldi
    Es ist ein Bastel-Set, Hardy. Ich finde solche Aktionen schön. Rufen sie doch bei den „bastelnden“ weitere Fragen zur Bienenhaltung auf.


    Ich biete jedes Jahr zur Weihnachtszeit solche - Bastel-Sets in Verbindung mit Honig an. Sie sind ein Verkaufsschlager!


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Moin, Dieter,

    Zitat

    Unsere Bienen bauen so wie sie es für die jeweilige Situation für notwendig erachten. Arbeiterinnen oder Drohnenbau.


    Und was ist mit den ganzen Größen dazwischen? Und deren Positionierung?
    Ich habe auch nicht geglaubt, daß es eine massive Störung ist, eine Wabe falschrum zurückzuhängen, aber dann ist tatsächlich eine Woche Streß im Volk...man kann das sehen.
    Und zwei Zellgrößen befriedigen lange nicht die Bedürfnisse der Bienen, dafür gibt es zu viele Verwendungszwecke.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Und was ist mit den ganzen Größen dazwischen? Und deren Positionierung?



    Verschiedene Zellgrößen und Positionierungen der selben, gibt es auch auf Waben die aus Mittelwänden gebaut worden sind.


    Oder glaubst du allen Ernstes das die Bienen aus lauter Frust zur Mittelwand, ihr seit Jahrmillionen angeborenes Zellmuster aufgegeben, und dies nur auf reinen Naturbau zeigen?


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!