Varroa und kein Ende

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Ich wollte bloß mal Euch zum nachdenken anregen :Biene:


    Meine Beobachtung ist folgende:


    Ich habe meine Bienen dieses Jahr früh behandeln(gegen, nicht für die Varroa :wink:)
    Anfang Juli.Es heißt nicht das das die 1 und letzte Behandlung war.
    Der Erfolg sprich Wirksamkeit meiner Behandlung habe ich kontrolliert.
    Letzte Kontrolle/Behandlung vor ca. 14Tg die Völker sahen zum großen Teil super aus, geschlossene Brut, keine Varroa auf den Bienen, keine Krüppel, allso dachte ich voller Erfolg :daumen:
    Doch gestern letzte Futterkontrolle, Schock!!!
    Die Völker (natürlich nicht alle) waren schwach, Krüppel und die letzte Brut wurde gerade entfernt b.z.w. tot in den Zellen beim schüpfen :cry:


    So viel Reinversion kann es nicht geben, ist die Varroa mittlerweile so agressiv geworden?
    Wo kommt Sie so plötzlich her.
    Wenn ich nicht laufen meine Völker beobachtet hätte würde ich es verstehen, aber dem ist nicht so.


    Warum wird auf dieses Phänomän nicht eingegangen?
    Warum wird es nicht untersucht.


    Bei wem ist/war es genauso?
    Außer beim Klaus :p


    Es macht langsam keinen Spaß mehr.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,
    ich habe dieses Jahr wiederholt auf dieses Phänomen hingewiesen.
    Mir ist schon früher dieses Jahr aufgefallen, das bei eigentlich geringem Varroa Befall schon Schäden aufgetreten sind und das bei unterschiedlichen Zuchtlinien. Es hat auch welche erwischt, die letztes Jahr noch sehr wiederstandsfähig waren. Das gilt ebenso bei frühzeitig behandelten Völkern. Ich habe das schon Ende Juli Anfang August bemerkt und gehandelt (wiederholt behandelt, Waben erneuert usw.). Meine Befürchtung hierzu ist, dass wir aggesivere Varroastämme haben.
    Ich höre das von erfahren Imkern, die hier keine Wasserstandmeldungen abgeben, aber sehr wohl eine Veränderung an den Auswirkungen der Varroa in den Völkern. Dies bemerkt man natürlich nur wenn man aufmerksam Beobachtet. Bei mir ist es durch die Zuchtarbeit nötig, genaue Kontrollen auch an den Brutwaben vorzunehmen, dabei habe ich dies festgestellt. Ob und wie sich die Institute damit befassen, ob sie das auch so bemerken, oder ob dies nur Regionale Erscheinungen sind, keine Ahnung.
    Ich habe meinen vorherigen Beitrag zum Thread von Klaus, desshalb so überspitzt formuliert da ich der Meinung bin, so einfach werden wir die Milbe nicht los. Alle gleichzeitig behandeln und alles ist gut, glaub ich nicht. Genausowenig wie an Hand auflegen, Walnußschalenextrakt und Bayerchemie.
    Ich befürchte das wir wieder einen sehr selektiven Winter bekommen, es werden Völker verhungern, weil die die letzten Wochen enorm viel schon eingefütterten Vorrat verbraucht haben und es wird die Varroa mit ihren Auswirkungen wieder viele dahinraffen.
    Leider hab ich keine Lösung parat, auch keine Superbee.
     
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hartmut, ich finde, das Thema von Klaus wurde zu schnell geschlossen. Sicherlich sind einige seiner Forderungen überdreht, doch auch ich habe mit der Unkenntnis meiner Nachbarimker zu kämpfen.
    In meinem Dorf imkern mindestens noch 6 weitere Imker. Mindestens die Hälfte ist nicht in einem Verein. Bei mindstens zwei Imkern haben meine Bienen bis jetzt geräubert. Einer von denen kam letztes WE zu mir und beschwerte sich, was mit meinen Bienen los sei und ob ich ihnen zu wenig Futter geben würde. Er forderte von mir (als Ausgleich), das ich ihm im nächsten Jahr (kostenlos) mit Bienen (Völker ) unter die Arme greife. Er ist fest davon überzeugt, dass es nur daran liegt, dass seine kleineren HB-Völker keine Chance gegen meine soo groooßen Magazinvölker hätten. Eigentlich will ich auf diesen Quatsch nicht weiter eingehen. Doch diese Sturheit macht mir Angst. Ich erzählte ihm von Eselei des Imkers und von meinen Miniplusbeuten, welche auch nicht ausgeraubt werden, sondern sogar teilweise zu den Räubern gehörten. Doch alles reden half nichts, er meint alles richtig zu machen auch ohne Winterbehandlung. Auch einer Einladung in den Verein wollte er nicht nachkommen.
    Seit Wochen habe ich an diesem Stand eine hohe Varroabelastung, viele Krabbler mit verkrüppelten Flügeln ... Noch leben alle Völker bei mir, doch die Varroabelastung ist trotz mehrerer Behandlungen bei guten Bedingungen gestiegen. Normal müsste ich mich, statt meines Nachbarn, beschweren und deshalb stehe ich dem Grundgedanken von Klaus offen gegenüber.
    Beste Grüße
    Peter,
    der vom Schreibtisch gerade sieht, wie der Nachbarlandwirt wieder seine Giftspritze befüllt


  • Hallo Heike,


    bei mir ist die Lange sehr gut und der Befall hält sich in Grenzen, von ein Volk mit 1000 Milben bis einige wenige Völker mit bis 250 und viele mit nur unter 100 Milben.


    Ich schneide keine Drohnenbrut, halte nicht viel davon und in meinen Flugkreis wird einheitlich im Winter behandeln, Außreiser gibt es hier und da immer mal.
    Hier funktioniert die flächendeckende Behandlung ganz gut.


    Ich sehe eine große zunehme Gefahr das Nichtbehandeln, was hier im Forum starke Anhänger findet und Homöopathie als Varroabehandlung.


    Diese Spielereien, sage ich mal werden uns noch einige Völker kosten!
    Andere haben, meine Völker auf dem Gewissen.:evil:
    Für mich ist so was unverständlich das man seinen Völker sich überläst und diese zu Grunde richtet.


    Es ist ja leider nichts Neues das einige eben wenig oder überhaupt kein Hindergrundwissen haben!

  • Einen wunderschönen guten Nachmittag (habe noch Hunger, da noch nichts im Magen:oops:, an diesem wunderschönen guten Nachmittag.


    Mittlerweile denke ich ist die sogenannte RE-inversion nicht immer ausschlaggebend.
    Ich denke ich halte es mehr mit the czar.


    Ich habe eine Mail erhalten und dies darauf geantwortet:


    Morgen H......,
    ich denke nicht, das die Restentmilbung der Schwachpunkt ist, sonst würden die meisten Völker im Frühjahr mit einsetzen des Brutzykluse spätesten aber im Juni-Juli zusammenbrechen.
    Das die Milbe in immmer weniger Brut reingeht, da nicht mehr soviel da ist ist auch klar, wird auch nicht weggeredet.
    Aber das was unverständlich ist, ist das Völker mit schöner Brut und wirklich genug Bienen Mitte September bei ständiger Beobachtung und Behandlung jetzt plötzlich Zugrunde gehen.
    Ich habe die schlüpfende Brut sehr genau beschaut und beobachtet, es waren keine b.z.w. nur sehr geringe Varroen auf Ihnen.
    Die Sommerbienen wurden mittels Kunstschwärme entfernt, es wurden keine Bienen nach Anfang August mehr genommen und die Königinnen legten wieder gut.
    Auch die Winterjungbienen wahren genügend vorhanden.
    Nur bedenke das gerade im August Weizen, Gerste gesäht wird.
    Direkt vor dem Bienenstand ist ein Feld.
    Auch blüht bei uns der Senf extrem und honigt sehr gut.
    Pollen wird auch davon eingetragen.
    Nur was war auf diesen Feldern davor?
    Weizen, Gerste, Raps.
    Mit was wurde dieser Samen gebeitzt?
     
    Gruß
    Heike
     
    Ich möcht auch nicht die Landwirte für jeden Sche... verantwortlich machen, aber auch nicht den Imker.
    Ich möchte endlich das die Varroa, Insektizide, die Verbindung damit auf den Bien untersucht und aufgeschlüsselt wird.
    Welcher Parasit tötet den seinen Wirt?
    Ist von der Natur nicht vorgesehen.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Michael2 ,
    ich glaube du verstehst Heikes Beitrag falsch. Heike sprach das Problem an, dass trotz Behandlung und moderatem Befall, schon B-Schäden auftauchen. Das ist genau das, was mir bei meinen Völkern auch aufgefallen ist und bei mir war keines mit 1000 Milben dabei. Solche SChäden kannte ich bis jetzt nur bei hohen Befallsraten. Hier stellt sich die Frage, ob die Milben inzwischen virulenter sind oder andere Stämme, oder sind unsere Bienen schon so geschwächt, dass sie bei geringem Milbenbefall schon Krankheiten bekommen. Ich hoffe, das jetzt nicht die Mutmaßung auftaucht das dies Rassenabhängig ist, auch glaube ich persönlich nicht an ein so hohes Maß an Reinvasion. Leider sind derartige Untersuchungen für mich nicht möglich, mir bleibt nur die Selektion, derjenigen, die es trotzdem schaffen klar zu kommen.
    Es muss einem zu denken geben das dieses Problem auch erfahrenen Imkern zu schaffen macht. Ich kann nicht ganz glauben, dass es allein an den schlecht behandelnden Freizeitimkern liegt. Was wäre das für ein Bedarf an Ablegern, wenn die alle nach dem Winter ihre Völker verlieren. Da wären viele nach kurzer Zeit gar nicht mehr in der Lage solche Verluste jedes mal durch Zukauf zu ersetzen.
     
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • ....bei mir ist die Lange sehr gut ...Andere haben, meine Völker auf dem Gewissen.


    Ich sehe die zunehmende Gefahr, dass jeder ungerechtfertigt den Anderen beschuldigt.


    Stattdessen sollten die Imker lieber zusammen- als gegeneinander arbeiten.


    Bei Prügeleien ist jeder dabei,
    bei konstruktiver Arbeit stehen alle pfeifend in der Ecke!


    Ja, die Welt hat tatsächlich viel von einem Gallierdorf :lol:


    Bernhard

  • Es muss einem zu denken geben das dieses Problem auch erfahrenen Imkern zu schaffen macht.


    Die erfahrenen Imker haben keine Probleme, sondern Ableger.


    Bernhard

  • Bernhard ,

    Zitat

    Die erfahrenen Imker haben keine Probleme, sondern Ableger.


     
    mit dieser Aussage stempelst du aber unter anderem Heike, als unerfahren ab. Hatte eigentlich von dir mehr als diesen alten Imkerspruch erwartet. Den kenne ich aber schon länger als die Schadbilder der Varroen.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance


  • Lieber Bernhard,


    wenn alles so einfach wäre wie du schreibst, braucht man solche Beiträge hier nicht!
    Ich denke und arbeite praxisorientiert und spiele mit den Bienen nicht!


    Es reicht doch was Peter geschrieben hat, es gibt leider sehr viele Imker die kein Hindergrundwissen haben und machen was sie wollen.


    Solche Leute brauchen wir anständige Imker nicht!


    Zu Heikes Erfahrung, ich habe selbst hier Ackerbau, solche Phänomene habe ich hier nicht.
    Sollte jedem bekannt sei, das die Varroa sich verändert hat und auch die Aggressivität stark zugenommen hat.


    Sind die Bienen flügellos dann sind Viren im Spiel die schädigen die Bienen genauso, es reicht schon aus wenn wenige Milben vorhanden sind die Viren in sich tragen und die Bienen sekundär schädigen.


    Alles andere ist Spekulation!

  • Ich bezog mich nicht auf Heike, sondern auf den Beitrag von Michael :p_flower01:


    Dass es diesen Spruch unter Imkern gibt, wusste ich garnicht :oops:


    Bernhard