Jetzt wird es langweilig

  • Finger weg von den Bienen, den Vorsatz habe ich vorgestern gefasst, nachdem ich die Fluglöcher eingeengt habe auf 7 mm Höhe. Mein stärkstes Volk nahm den Wechsel des Fluglochkeiles wohl als Angriff aufs Brutnest wahr (kein "Vorraum" wie bei normalen hohen Boden von Bergwinkel) und hat recht aggressiv reagiert.
     
    Jetzt geht das Warten los. Habe ich alles richtig gemacht? Sicher habe ich zuviel gefüttert, die Beutengewichte sind etwas hoch.
     
    Hat die Varroa- Behandlung funktioniert? Milbenfall lag nach der letzten Behandlung bei 1-5, nach einer Woche Karrenz. Müsste also.
     
    Winterbehandlung mit OS- träufeln oder Verdampfen? Weiss ich noch nicht.
    Tendiere zum Verdampfen, habe aber das Equipment noch nicht, abgesehen von der "Unzulässigkeit".
     
    Ich glaube, die Zeit bis April wird quälend werden.
     
    Noch eine Frage: Wäre es nicht angeraten, die Beuten mit Dampfdiffusionsfolie zu umgeben? Ich habe hier keinen Wärmeschutz im Sinn, sondern den Schutz vor Nässe... hat da jemand irgendeine Erfahrung?
    Bruder Adam schrieb schon von seinen "Behelfsbeuten" aus 13mm Holz, nur mit Dachpappe als Nässeschutz. Ich habe zwar DNM von Bergwinkel und nur eine Eigenbau- Beute, aber vielleicht hilft es?
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Noch eine Frage: Wäre es nicht angeraten, die Beuten mit Dampfdiffusionsfolie zu umgeben? Ich habe hier keinen Wärmeschutz im Sinn, sondern den Schutz vor Nässe...
    ..."Behelfsbeuten" aus 13mm Holz, nur mit Dachpappe als Nässeschutz.


    Hallo Hagen,


    bei 13mm würde ich auch schützen.
    Ich habe 18mm mit Deckelüberstand von ca 4cm.
    Wenn das Holz immer wieder abtrocknen kann, vergraut es zwar, aber Nässe ist nicht so das Problem.
    Denk mal an die Hozschindeln...
    Irgendwann ist alles mal hin. Bei Sabines "Billigbauweise" sicher kein kostspieliges Problem. :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Mein stärkstes Volk nahm den Wechsel des Fluglochkeiles wohl als Angriff aufs Brutnest wahr und hat recht aggressiv reagiert.


    Hallo Hagen,
    ist dieses Volk schon längere Zeit dein stärkstes Volk oder erst jetzt? Ich grübele gerade darüber nach, ob dieses unruhige Verhalten auch mit der Einbettelung größerer Mengen stockfremder Bienen zustande kommen könnte.
    Ich habe bei mir gestern ähnliche Beobachtungen gemacht. Das plötzlich stärkste Volk war sehr unruhig.
    Gruß Peter
    PS: Wenn es zutreffen würde, wird es doch nicht langweilig, denn dann hält dich die Varroa in Form.

  • Hallo Hagen,


    ganz so trostlos ist es ja nun noch nicht. Die Fluglochbeobachtungen an schönen Herbsttagen ist doch sehr erbaulich und beruhigend. Die Fluglochbeobachtungen sagen auch viel über den Zustand der Völker aus.
    Vor irgendwelchen Schutzaus folie oder Styropur würde ich abraten. Habe vergangenes Jahr meine Holzmagazine schützen wollen, und wegen der Wärmedämmung. Da druter entsteht Schwitzwasser und Schimmel, das ist nicht gut fürs Holz. Entweder in ein Bienenhaus oder unter Wetterschutzdach, sonst so stehen lassen.


    Murat,
    wenn Mäuse die Möglichkeit haben in deine Beuten einzudringen und Spitzmäuse kommen durch sehr kleine Schlitze. Da würde ich schon was machen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ist dieses Volk schon längere Zeit dein stärkstes Volk oder erst jetzt? Ich grübele gerade darüber nach, ob dieses unruhige Verhalten auch mit der Einbettelung größerer Mengen stockfremder Bienen zustande kommen könnte.

    Peter, Peter, wie soll ich Dir nur schreiben, daß ich Klasse finde, daß Du das beobachtet hast, ohne daß es anmaßend oder überheblich klingt oder nach mehr als einem Odin. Das was Du da beobachtest kann man auch Eckvolksyndrom nennen und damit schließt sich der Kreis und alles wird klar. Mit solchen Erkenntnissen bist Du nun endgültig aus der Anfängerzeit raus. Jetzt bricht sich in Dir das instiktive Bienengefühl Bahn. Ab jetzt denkst Du beim Imkern locker und flockig mit dem Bauch und hast die Rübe frei für dererlei Erkenntnisse. :daumen:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wenn ich hinzufügen dürfte:
    Muss man die Fluglöcher einengen?
    Sollte man irgendetwas zur Abwehr von Mäusen und Vögel machen?
    Gruß
    Murat

    Hallo Murat!


    Da Du Segeberger Beuten hast ein kl. Tip, der Dir Fehlinvestitionen erspart: kaufe keine Mäusegitter von Holtermann - ich habe sie gleich mit den Beuten gekauft (auch den Fluglochkeil) und kann sie nun wohl doch nicht gebrauchen: sie haben einen Abstand von 8 mm zwischen den Drähten. Es sollten nur 6 oder 5 mm sein.


    Ich fräse mir nun Fluglochkeile, ähnlich wie sie D. Schüler im aktuellen Dt. Bienenjournal vorgestellt hat. 5 mm Durchschlupfhöhe, aber zur Räubereivermeidung wesentlich schmaler, als im Artikel abgebildet.


    Falls Du Spechte im Garten hast, solltest Du evtl. ein Netz spannen. Es gibt dazu viele Bastelhinweise. Ob Meisen durch die Beuten picken können? Unsere haben es nicht getan.


    MfG
    Hermann


  •  
    Ich glaube, die Zeit bis April wird quälend werden.


    Mir nicht. Ein großer Stapel Waben wartet auf das Einschmelzen. Bis ich dazu Zeit habe, muß ich sie vor den gefrässigen Wachsmotten schützen. Danach Mittelwände gießen.
    Und noch mindestens 240 Rähmchen neu zusammennageln.




    Noch eine Frage: Wäre es nicht angeraten, die Beuten mit Dampfdiffusionsfolie zu umgeben? Ich habe hier keinen Wärmeschutz im Sinn, sondern den Schutz vor Nässe...


    Nein, nicht nötig, jedenfalls nicht für die Bienen.


    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Das was Du da beobachtest kann man auch Eckvolksyndrom nennen und damit schließt sich der Kreis und alles wird klar.


    Allerdings ist es bei mir kein Eckvolk, sodern es steht in der Mitte.:confused:


    Ich hatte gestern den Eindruck, nachdem ich am Flugloch hantierte und die Bienen zahlreich, nervös aufflogen (noch keine einheitliche Harmonie), dass ein Teil der auffliegenen direkt ins Nachbarvolk verschwunden ist. Da zur Abendzeit am Stand kein Flugverkehr mehr herrschte, aber einige Bienen noch mit Pollenhöschen vom nervösen Volk starteten, konnte man es gut erkennen.
    Das Nachbarvolk deutlich schwächer, hat seit Wochen den höchsten Varroatotenfall am Stand. Vielleicht stammten sie ursprünglich aus diesem Volk:confused: und sind nun wegen meiner Störung und weil eigentlich eingeflogen auf nebenan wieder zurück.
    Ist das jetzt zu weit hergeholt?
    Gruß Peter

  • Bei mir isses ein Eckvolk. Allerdings ging die Entwicklung ziemlich stetig bergauf, war ein Maischwarm mit vorjähriger Königin. Kann allerdings sagen, dass einige Bienen aus dem Nebenstock drin sind (Ringelchen ;-)), denn das Nebenvolk hat einen Bucki- Einschlag, keine Ahnung warum ;-)


    Hier haben wohl verschiedene Einflüsse eine Rolle gespielt. Werde im nächsten Jahr die Beuten mal ein wenig mit Anflugzeichen versehen, so "Landebahn IV" etwa. Bienen sind ja intelligent.... Mit dem Farbensehen haperts ja angeblich, deshalb will ich nicht unbedingt rote und gelbe Brettchen vorlegen. Blau soll noch am besten sein.


    Und ich hoffe wirklich nicht, dass mich die Varroa auf Trab hält, nein, darauf würde ich gern verzichten wollen.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Mir nicht. Ein großer Stapel Waben wartet auf das Einschmelzen. Bis ich dazu Zeit habe, muß ich sie vor den gefrässigen Wachsmotten schützen. Danach Mittelwände gießen.
    Und noch mindestens 240 Rähmchen neu zusammennageln.

    Nein, nicht nötig, jedenfalls nicht für die Bienen.
     
    Alfred


     
    Hallo Alfred, Waben habe ich noch nicht, die stecken in den Beuten, habe dieses Jahr erst angefangen.
    Rähmchen naja, da hast Du recht.
     
    Aber die Dampfdiffussionsfolie schien mir so eine gute Idee, dass ich wahrscheinlich mal probiere. Und wenns bloss zum Beutenschutz dient. Nur bissel Folie, nix mit Dämmung untendrunter, mit Reisszwecken angeheftet.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Hagen,


    probier`s erst mal nur mit einer Beute.
    Du kennst doch diese Motorrad-Garagen (geformte Schutzplane zum überstülpen).
    Da drunter bildet sich Schwitzwasser!


    Mit einer Plane habe ich mir auch mal mein ganzes Heu versaut.
    Da gab`s nur noch Schleim und Pilze...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.