Beute nach Liebig herstellen und Beespace

  • Hallo an alle Ratgeber und Interessenten.:p_flower01:
    Ich habe mich entschlossen einige Beuten nach Liebigs Ideen in Zandermaß zu bauen.:daumen:
    Liebieg gibt eine Holztärke von 20mm vor. Ich möchte aus Kosten- und Beschaffungsgründen 18mm Holzstärke verwenden.
    Daraus ergibt sich ein Beespace bei Verwendung von Zanderrähmchen mit langen Ohren über 10mm. Bei der Bauweise mit 18mm Holzstärke wäre dann ein Bienenabstand von 12mm realistisch.
    Kann ich diesen erhöhten Wert annehmen oder kann ich mit Problemen rechnen.:confused:


    Vielen Dank für Eure Antworten.:daumen:
    -Schumi:wink:


  • Kann ich diesen erhöhten Wert annehmen oder kann ich mit Problemen rechnen.:confused:


    Vielen Dank für Eure Antworten.:daumen:
    -Schumi:wink:


    Die Probleme sind vorprogrammiert. Alles was den Beespace von über 10 mm übersteigt wird verbaut. ( In der Regel geht das schon bei über 8mm los.)
    Du mußt die Seitenteile länger halten um die Stirnseiten oben und unten mit einer vorgesetzten Leiste zu verstärken. So kommst du locker auf jede gewünschte Holzstärke an den Stirnseiten.
    ( Das Thema hatten wir schon mal irgendwo ausführlich durchgekaut. Suchfunktion !)


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Die Probleme sind vorprogrammiert. Alles was den Beespace von über 10 mm übersteigt wird verbaut. ( In der Regel geht das schon bei über 8mm los.)
    Du musst die Seitenteile länger halten um die Stirnseiten oben und unten mit einer vorgesetzten Leiste zu verstärken. So kommst du locker auf jede gewünschte Holzstärke an den Stirnseiten.
    ( Das Thema hatten wir schon mal irgendwo ausführlich durchgekaut. Suchfunktion !)


    gruß Finvara



    Hallo Schumi: :Biene:


    Ich verstehe nicht, warum ihr euch alle das Leben so schwer macht.


    Angemommen, du wolltest dir ein Garage bauen, die 3 m breit ist und 6 m lang ist. (innen) dann wäre es doch völlig belanglos, ob du die Wände 10 cm dick machst oder 50 cm dick! Solange du die beiden Innenmaße einhältst, wachsen mit der Wanddicke doch nur die Außenmaße, und die interessieren doch hier keinen Menschen!!!


    Mein Rat: Mach dir für den Zuschnitt des Holzes jeweils eine Skizze , auf der Länge mal Breite mal Dicke pro Einzelteil angegeben sind. Dann schneiden die meisten Baumärkte das Holz kostenlos zu.
    :daumen:
    Was nun das Spaltmaß für die Bienenpassage angeht, so sollte es 8 mm plus minus 1 mm betragen. Dies wird heute von dem meisten Hestellern von Beuten eingehalten!
    (Du kannst es dir ja in Zoll umrechnen, dann sollte es 3/8 Inch betragen!)


    Gruß


    Brummhummel09 :p_flower01::p_flower01:


    PS: Was Finvara über die Holzstärke von Stirnseiten schreibt kann ich nicht nachvollziehen!

    Es ist sinnlos das Gatter zu schließen, nachdem die Pferde entflohen sind!

  • Laut Bruder Adam ist die Wandstärke irrelevant. Je kälter die Bienen sitzen, desto früher sind sie aus der Brut. Gut gegen Varroa, gut für die Wintertraube, gut für den Völkerzusammenhalt. Es darf aber nicht ziehen. oder feucht werden. Allerdings hast du mit dünnem Holz Probleme mit der haltbarkeit. Dein Stockmeissel zerstört leicht die obere holzleiste beim losstemmen von verkitteten Waben. Daher: Min 28 mm

  • Ich nehme an, Du meinst den Abstand zwischen den Rähmchen-Seiten und der Beutenwand. Dieser Abstand ergibt sich bei Zanderrähmchen mit langen Ohren aus Ohrenlänge - Holzdicke und wird in der Tat bei 18 mm Holzstärke 2 mm größer als bei 20 mm wie in den Bauplänen.


    Meine Erfahrung aus zwei Jahren mit solchen Zargen ist, dass da überhaupt nichts verbaut wird. Ich weiß aber auch, dass das der Theorie widerspricht wonach alles über 8 mm verbaut wird.
    Vielleicht liegt es bei mir daran, dass ich die 18mm-Zargen bisher nur als Honigraum verwendet habe.

  • Hallo und danke für die schnellen Antworten.
    aber:

    Zitat

    Du mußt die Seitenteile länger halten um die Stirnseiten oben und unten mit einer vorgesetzten Leiste zu verstärken. So kommst du locker auf jede gewünschte Holzstärke an den Stirnseiten.

    Das verstehe ich leider nicht.

    Zitat

    Ich nehme an, Du meinst den Abstand zwischen den Rähmchen-Seiten und der Beutenwand. Dieser Abstand ergibt sich bei Zanderrähmchen mit langen Ohren aus Ohrenlänge - Holzdicke und wird in der Tat bei 18 mm Holzstärke 2 mm größer als bei 20 mm wie in den Bauplänen.

    Genau, dass ist mein Problem.

    Zitat


    Meine Erfahrung aus zwei Jahren mit solchen Zargen ist, dass da überhaupt nichts verbaut wird. Ich weiß aber auch, dass das der Theorie widerspricht wonach alles über 8 mm verbaut wird.
    Vielleicht liegt es bei mir daran, dass ich die 18mm-Zargen bisher nur als Honigraum verwendet habe.

    Hat jemand Erfahrung mit solchen Zargen als Brutraum?
    Danke für Eure Hilfe
    -Schumi

  • ....Genau, dass ist mein Problem.Hat jemand Erfahrung mit solchen Zargen als Brutraum?...


    Hallo Schumi,
    ich habe solche Zargen auch als Brutraum, bis jetzt keine Probleme! ...Allerdings erste seit einem Jahr1! Ich sehe erst beim genauer hinschauen, ob das die Selbstbau-18mm-OBI-Zarge ist oder die Profizarge von Bienenweber.
    (ich habe Kreutzschlitzschrauben und Weber hat Torx :wink:)
    Viel Spaß
    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo miteinander,

    Zitat

    Meine Erfahrung aus zwei Jahren mit solchen Zargen ist, dass da überhaupt nichts verbaut wird. Ich weiß aber auch, dass das der Theorie widerspricht wonach alles über 8 mm verbaut wird.
    Vielleicht liegt es bei mir daran, dass ich die 18mm-Zargen bisher nur als Honigraum verwendet habe.

    Zitat

    ich habe solche Zargen auch als Brutraum, bis jetzt keine Probleme! ...Allerdings erste seit einem Jahr1! Ich sehe erst beim genauer hinschauen, ob das die Selbstbau-18mm-OBI-Zarge ist oder die Profizarge von Bienenweber.

    Zitat

    Der Beespace an den Stirnwänden ist ohne Bedeutung. Er wir wird so gut wie nicht verbaut. Du könntest auch das dünnere Holz an den Griffleisten ausgleichen.

    Auf solche Antworten habe ich insgeheim gehofft.Werde dann mal ein paar Kisten zusammen bauen und hoffe, dass es den Bienen im nächsten Jahr gefällt.:lol::daumen:
    -Schumi

  • Der Beespace an den Stirnwänden ist ohne Bedeutung. Er wir wird so gut wie nicht verbaut.


    Hei, Herbert,
    das kann ich aber NICHT bestätigen - ich hab ein paar Kisten im Einsatz, wo der bee-space da nicht ganz stimmte, und die wurden dermaßen anpropolisiert, daß ich von der fluglochfernen Seite aus quer weghebeln mußte - äußerst unschön, wenn auch propolistechnisch hervorragend...:roll::Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    Stirnseitige Erfahrungen meinerseits


    zu klein wird gnadenlos festgekittet
    zu groß wird nur bei sehr starken Völkern mit Platzmangel verbaut.


    Die 2 mm mehr, nach denen gefragt wurde, werden wahrscheinlich nichts ausmachen.


    Gruß Uwe

  • Hallo,
    ich habe seit Jahren Beuten mit Falz in Betrieb und benütze dieselben noch heute für Dadantableger. An den Stirnwänden ist nur ein Falz von 1 cm herausgesägt. Das Ganze war so großzügig, dass jetzt sogar Dadantoberträger reinpassen. Darin befanden sich meine 1 1/2 Zander. Es gab keine Probleme, allerdings wurden die ursprünglichen 22 mm starken Oberleisten gerne verbaut. Die höchst seltene Verbauung der Stirnwand ist kein Problem gewesen. An den Stirnwänden ist es heute verdammt eng.Die Rähmchen gehen gerade noch rein, mehr als insgesamt 5 mm habe ich da nicht. Zum Schluss der Abstand bei Zander dürfte 2 cm betragen haben.
     
    Allerdings, meine Völker haben selten mehr als 40 000 Bienen. Ich kann also nicht mit Bretschko mithalten.
     
    Es könnte bei DN anders sein, da habe ich keine große Erfahrung. Allerdings müsste man bei DN schon Leisten in die Zarge nageln um die Abstände von Sabi(e)ne zu erhalten. Die Sache mit dem Beespace hat erst der Langstroth Lorenz (Entschuldigung ich bin zu faul seine Vormamen zu suchen) populär gemacht.
     
    Gruß
    Herbert


    Heinz hieß er mit Vornamen.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Nachtrag: Er hat es verdient.

  • Hallo,
    ich verwende Liebigbeuten aber mit Langstroth drinnen. Das geht ohne weiteres wenn man die Baumaße einfach auf die Rämchenmaße umrechnet. Beespace würde ich egalwo auf höchstens 8 mm anlegen, einmalumrechnen und passt immer. Vorsicht sind die Bretter nicht einwandfrei trocken, schrumpfen sie, in der Höhe können das durchaus bis 5 mm sein, so werden aus 8 mm leicht 3 und schon hat man ein Problem.


    Ich baue meine Kisten in der Höhe mit 13 mm Beespace und nach einen Jahr Gebrauch werden sie auf der Kreissäge auf die exakte Höhe abgerichtet, und passen dann die nächsten 20 Jahre.


    Holzstärke, ich habe von 18 bis 25 mm schon alles verarbeitet. Ich finde 28mm muss nicht sein. 18 finde ich sehr dünn, die Verschraubungen sind dann die Schwachstellen. Schraube schief reingedreht und es Kommt schon sehr leicht zu Beschädigungen. ich bin letztendlich bei 22mm gelandet, sehr robust, wenn Weihmutskiefer genommen wird, ist das ganze auch annehmbar leicht. Achtet auf gute Holzquallität, viele meiner schnell, provisorisch, mit einmfachen holz gebaute Beuten haben noch ganz gut gearbeitet, und werden in Zukunft nur noch als Wabenschrank genutzt


    ansonsten wünsche ich viel Spaß beim bauen


    Viele Grüße



    Andreas

    Sorry aber Rechtschreibung kann ich leider gar nicht, ich hoffe ihr versteht trotzdem was ich meine.

  • Zitat

    ich verwende Liebigbeuten aber mit Langstroth drinnen. Das geht ohne weiteres wenn man die Baumaße einfach auf die Rämchenmaße umrechnet. Beespace würde ich egalwo auf höchstens 8 mm anlegen, einmalumrechnen und passt immer. Vorsicht sind die Bretter nicht einwandfrei trocken, schrumpfen sie, in der Höhe können das durchaus bis 5 mm sein, so werden aus 8 mm leicht 3 und schon hat man ein Problem.


    Bei einer Beute nach Liebig im Zandermaß mit 18 mm Holzstäre ( anstatt 20mm ), ist eine Einhaltung des Beespace zwischen Kurzer Seite der Zarge und kurzer Seite des Rähmchens leider rechnerisch nicht möglich. Es sei denn, Die Ohren der Rähmchen werden eingekürzt.
    Probleme mit der Holzverarbeitung bzw. mit den Eigenschaften des Holzes habe ich keine.:)Das konnte bisher aber keiner Ahnen.


    -Schumi