Imkern mit Pollenallergie ?

  • Hallo, sicherlich bin ich nicht der erste, der hier einige Fragen hat....die sich rund um den Einstieg in die Imkerei drehen.
    Ich habe großes Interesse an der Natur, und habe auch selber eine Streuobstwiese, die ich Pflege ! Dort errichte ich momentan auch ein Wildbienenhaus.
    Nun möchte ich gerne mit der Imkerei anfangen.Der örtliche Bienenverein bietet ab dem Frühjahr einen Kurs für Neuimker an, zudem ist mein Nachbar auch Imker, der mich sicherlich untestützen würde !
    Nun frage ich mich, ob ich gesundheitlich dafür geeignet bi, da ich manchmal leichtes Asthma habe, und eine Pollenallergie habe...und Bienen und der Bienenstock sind ja voll mit Pollen ! Ist das ein Problem ?
    Soll ich zur Sicherheit mal nen Allergietest auf Bienengift machen lassen ? Nur um zu wissen ob dagegen eine Allergie vorliegt ?
    Danke für eure Ratschläge !

  • Servus Willi!
     
    Einen Test auf Bienengiftallergie kannst Du ja immer mal machen. Allerdings sind die wenigsten wirklich allergisch. Heutzutage redet jeder der eine kleine Schwellung hat davon, ein starker Bienenallergiker zu sein...
     
    Solltest Du wirklich positiv sein (das gibt es nunmal leider auch) könntest Du mit Vollschutz imkern. Ein Notfallset solltest Du Dir bereit stellen und wenn möglich wäre es gut wenn eine zweite Person dabei wäre, damit Du nicht allein bist sollte doch etwas sein. Die Erfolge einer Hyposensibilisierung sind in diesem Bereich soweit ich weiß bei über 90 %. Das könntest Du parallel machen. Oder eben bevor Du Dein Hobby beginnst.
     
    Was die Pollenallergie betrifft. Ich hatte eine leichte bevor ich anfing. Die ist bei mir so gut wie verschwunden, ich denke es liegt am Honig den ich täglich esse. Der enthält Pollen aus Deiner Heimatregion und Dein Körper gewöhnt sich daran. Am besten Du machst erstmal bei einem anderen Imker ein wenig mit und siehst dann wie es Dir dabei geht. Allerdings glaube ich, dass der Pollen der rumfliegt wenn Du draußen bist schlimmer sein wird, als das was Dir bei den Bienen begegnet. Der Pollen wird von den Bienen an den Pollenhöschen gebracht und dann eingelagert. Es staubt da nicht wenn Du den Deckel öffnest oder eine Wabe ziehst. Evtl. kannst Du auch hier gleichzeitig eine Therapie machen, wobei ich bei Pollenallergie am meisten an die Apitherapie glaube. Zur Not könntest Du vorübergehend auch eine Staubschutzmaske oder dergleichen tragen, irgend sowas in dieser Art wird es da schon geben. Und eben am Anfang auch nur zu zweit.
     
    Die Bienen machen Dich gesund, sowohl den Körper als auch den Geist! Ich glaube fest daran!
     
    Ich bin natürlich kein Arzt, kann als das alles nur aus Sicht eines Hobbyimkers beurteilen. Vielleicht machst Du das ganze immer in Absprache mit Deinem behandelnden Allergologen. Aber wo ein Wille ist, da ist auch immer ein Weg, man kann alles schaffen!
     
    Viel Spaß und alles Gute bei Deinem neuen Hobby!
     
    Gruß ChrisM
     
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    480 v. Chr. droht Xerxes I den zahlenmäßig total unterlegenen Griechen bei den Thermopylen: Ich habe so viele Bogenschützen, dass ihre Pfeile die Sonne verdunkeln werden! König Leonidas von Sparta lässt der Überlieferung nach antworten: Umso besser – dann kämpfen wir im Schatten!

  • Hi,


    noch zur Bienengiftallergie. Die kann irgendwann auftreten. Ich kenne Imker, die reagierten erst nach 15 Jahren allergisch. Von daher kannst Du bei einem negativen Testergebnis m.E. nicht davon ausgehen, dass Du nicht allergisch reagierst. Also bringt der Test nicht viel. Meine Empfehlung wider der Ansicht vieler Imker: Besorge dir gute Schutzkleidung.

  • Hi,


    noch zur Bienengiftallergie. Die kann irgendwann auftreten. Ich kenne Imker, die reagierten erst nach 15 Jahren allergisch. Von daher kannst Du bei einem negativen Testergebnis m.E. nicht davon ausgehen, dass Du nicht allergisch reagierst. Also bringt der Test nicht viel. Meine Empfehlung wider der Ansicht vieler Imker: Besorge dir gute Schutzkleidung.


    Was ist schon unmöglich, aber prozentual ist das nur ein seltener ganz ganz geringer Teil! Was passiert bei einer Hyposensibilisierung? Dir wird der Stoff gegen den Du reagierst regelmäßig verabreicht, damit sich der Körper langsam daran gewöhnt. Wirst Du regelmäßig gestochen ist es doch genau das gleiche!? Der Körper gewöhnt sich daran! Gut, man hat nie eine Garantie, aber mach hier bitte keine Panik. Grundsätzlich ist der Test für den Einstieg nicht schlecht! Dann hat er zum Anfang eine Gewissheit ob es so ist oder nicht!

  • Der Test sagt NICHTS darüber aus, ob du im nächsten halben Jahr allergisch wirst oder nicht, und ohne handfesten Grund macht den auch kein Arzt, weil teuer.
    Sagen wir so, wärest du allergisch, wüßtest du das bereits, und ich meine damit eben keine Schwellungen, sondern Ganzkörperreaktionen.
    Ich predige hier ja seit Jahren, daß Stichschutz Arbeitsschutz ist, aber das interessiert nur die wenigsten, weil bei den Alten der Glaube vorherrscht, daß Stichschutz nur was für Weicheier wäre...:roll:


    Ich kann jedem nur empfehlen, Stichschutz zu tragen, eben um auch Unfälle zu vermeiden.
    Wer schon mal einen Stich in die Fingerkuppe bekam, weiß, wie hart es ist, NICHT reflexmäßig alles fallen zu lassen, und Brillenträger sollten auf jeden Fall wenigstens Schleier tragen, um keine verirrten Bienen hinter die Brille zu bekommen - Stiche am Auge können ernsthaft gefährlich sein, auch ohne Allergie.
    Also: Stichschutz statt Allergietest.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ganz ehrlich, meistens wenn ich gestochen wurde, lag es an mir! Entweder hab ich aus Versehen eine gequetscht oder ich dachte ich mach nur was schnell schnell, ohne Rauch und ohne Schleier, das passt schon. Naja passte dann nicht ganz :lol: Stiche finde ich nicht schlimm. Nur am Auge ist es schlimm, weil man da ein paar Tage aussehen kann wie der Bruder von Quasimodo :-( Das hatte ich jetzt schon 2x. Seither arbeite ich immer mit Schleier. Handschuhe benutze ich nicht, die behindern mich beim Arbeiten. Habe da nicht so des Feingefühl damit. Aber das muss jeder selber für sich entscheiden. Gehen tut beides!


    Bienengift hat ja auch viele positive Wirkungen im Körper. Das ist ja unbestritten! :Biene:


    Aber man sollte nicht aus dem Grund auf den Schutz verzichten weil einen die alten Imker dafür als Weichei bezeichnen. Ich kenne da auch einen, der hat immer gesagt er braucht sowas nicht. Als ich ihn dann mal besucht hab, was sah ich: Er in Schutzausrüstung! War natürlich nur eine Ausnahme dieses eine mal.... :wink:

  • Hallo, möchte auch mit der Imkerei anfangen. Einige haben mir dazu geraten, vorab mal nen Test auf Bienengift machen zu lassen ! Wie muß ich das anstellen, daß ich es von der Krankenkasse bezahlt bekomme ? Na, nicht daß ihr mich jetzt falsch versteht, bin nie großartig krank, und beute sonst auch nicht die Krankenkasse aus ! Wie stelle ich das an ? Soll ich sagen, ich bin gestochen geworden, und hatte danach Probleme ?

  • Hallo Willi,
     
    herzlich willkommen hier. Bin auch Pollenallergiker und extra deshalb mit der Imkerei angefangen...
     
    Und was soll ich sagen.... es ist besser geworden... weiss aber nicht ob es am Pollen im Honig lag oder an dem ein oder anderen Stich den ich mir eingefangen habe...:daumen:
     
    Viel Spass
     
    Sven

  • ... Na, nicht daß ihr mich jetzt falsch versteht, bin nie großartig krank, und beute sonst auch nicht die Krankenkasse aus !


    Hallo Peter garnicht Lustig...


    warum tust Du es denn diesmal?
    Allergietest ins Blaue hinein ist Quatsch.
    Stand aber alles schon oben...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin,
    Radix hat recht: ein Allergietest ins Blaue, nur einfach so, ist Schwachsinn.
    Außerdem ist NICHT zu erwarten, daß du schon beim allerersten Stich allergisch reagierst - Allergien kommen erst auf, wenn das Immmunsystem das fremde Eiweiß schon kennt und dann überreagiert.
    Sprich: wenn du nix hast, wird auch ein Allergietest nix zeigen, ob du die Veranlagung dazu hast.


    Und es gilt immer noch: "steter Kontakt mit dem Allergen verringert die Reaktion" - nach meiner Hyposensibilisierung in der Klinik ist im Winter jede Woche Hausarzt zum Pieksen mit Bienengift angesagt (zumindest im ersten Jahr), und als Imker soll(!) man sich dann im Sommer alle 7-10 Tage einmal bewußt stechen lassen, damit das Immunsystem das als "harmlos" in Erinnerung behält.


    Und wenn du solche Angst davor hast, dann laß es lieber und züchte Goldfische.
    Imker wird man nur, wenn man Respekt statt Angst vor den Bienen hat.


    Es SIND wilde Tiere, die rein instinktiv reagieren - deine Beschwichtigungsversuche interessieren die nicht, wenn du für sie vor Angst und Streß nach Adrenalin stinkst.
    Geht man behutsam und angstfrei mit ihnen um, überträgt sich das - und sie merken sich den Geruch ebenso - "unser Imker"...:wink:


    Es ist eine durchaus wirklich beiderseits wirksame Beziehung. :wink::Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen