Schwärme - Netzwerke der Bienen

  • Um einen anderen Faden nicht kaputt zu machen, eröffnet der Drohn hier einen "Neuen" zu diesem Thema.
     
    All jenige die am IFT 2009 teilgenommen haben, wird der Vortrag des Drohns zum Schwärmen ja noch in Erinnerung sein, vorallem die Diskussion über die Kommunikation von abgeschwärmtem Muttervolk, NVS und NNS.
     
    Mellina : solange dieses Netzwerk, der Bienen, nicht entstehen kann, solange wird der Mensch mit Bienen nicht mehr glücklich werden.
     
    @ alle: Dieses Netzwerk wurde durch die Einführung der beweglichen Waben, vor ca. 100 Jahren immer mehr zerstört. Der Drohn sagt nicht, dass bewegliche Rahmen verteufelt gehörten, sondern, dass den Imkern bewußt werden sollte, wie dieses sehr nützliche Hilfsmittel, eingesetzt werden sollte.
     
    Der
    Drohn
    der denkt, wenn dieses Netzwerk wieder aufgebaut wird, der Bien mit der Umgebung mehr kommuniziert!

  • Hallo,


    da ist sicher was drann. Aber wenn er das so sehen will, sollt er nicht nur die Vermehrung der Bienen sondern auch das Wandern überdenken...


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Moin, Drohn,

    Zitat

    Dieses Netzwerk wurde durch die Einführung der beweglichen Waben, vor ca. 100 Jahren immer mehr zerstört.


    Jepp, mit der Rähmchenpuzzelei der "bequemen" Ablegerbildung und der Schwarmverhinderung - kein Netzwerk ohne Schwärme.
    Der Schwarm ist nach dem reinen Überleben des Volks die mächtigste Kraft, aber um das Netzwerk wieder aufzubauen, braucht es passende Behausungen und eine Umwelt, die Bienen leben und gedeihen läßt.
    Und Bereitschaft der Imker, Schwärme auch fliegen zu lassen - Schwamträgheit ist in diesem Zusammenhang ein four-letter-word.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Und was bringt dann die Artgerechte Haltung von Hünern? In Käfighaltuung ist doch viel .... einfacher


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • sam :
    was es einer Blüte/dem Obstbaum bringt, mehr als einmal besucht zu werden von Bienen, obwohl schon die erste ausreichend bestäubt hat, kannst du beim Schweizer Bieneninstitut nachlesen.


    Und was ein flächendeckendes natürliches Bienennetzwerk bringen würde, wäre Artenvielfalt, Bio-Diversität - viele gefährdete Arten mit fast ausgestorbenen hochspezialisierten Bestäubern überleben nur noch, weil die Bienen sie auch bestäuben, nicht perfekt, aber genug zum Über- und Weiterleben.


    Den Bienen bringt es Kommunikation und Rückversicherung - die Muttervölker helfen den Schwärmen, wenn es nötig ist, dank des Netzwerks.
    Jedes Volk WEISS, wo seine Schwärme sind, wenn man sie denn fallen läßt und die Kommunikation nicht per Ablegerbildung unterbrochen wird - Schwärme sind NICHT vergleichbar mit Ablegern.
    In keiner Hinsicht.


    Was es dem Imker bringt?
    Keine Ahnung, hier geht's um die Bienen, und wie man denen helfen kann, nicht um die (Honiggier und €-Zeichen der) Imker.
    Zwei verschiedene Themen.:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :Biene:Warum soll es denn dem Imker unbedingt was bringen sollen?
    Reicht wieder zunehmende Bio-Diversität und Umweltschutz PLUS flächendeckende Bestäubung denn nicht aus?
    Seitdem ich *hier* wohne und Bienen habe, höre ich nur überall von "unsere Obstbäume tragen auf einmal soooo viel" - tja, woran liegt das wohl?:cool:

    Zitat

    Wie jetzt Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich in den Bereichen Natur und Wirtschaft berechneten, würden die Bienen wegen der Bestäubung der 100 lebenswichtigsten Kulturpflanzen etwa 153 Milliarden Euro wert sein. Dies wären zehn Prozent der gesamten Weltnahrungsmittelproduktion.


    Die Forscher in beiden Ländern veranschlagten die jeweilige Wertschöpfung der Bienen und Hummeln sowohl bei der Gemüse- oder Obstzucht auf je 50 Milliarden Euro. Essbare Ölfrüchte würden einen Anteil von rund 39 Milliarden Euro ausmachen. Für Kaffee, Nüsse und Gewürze sind das 14 Milliarden Euro.


    Davon ausgenommen sind Weizen, Mais und Reis, da diese nicht bestäubt werden müssen. Sollten die Bestäuber komplett ausfallen, wäre der Schaden höher als die errechneten 153 Milliarden Euro. Der Zusatzaufwand durch Handbestäubung würde zwischen 190 und 310 Milliarden Euro liegen.

    Quelle: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=727777

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Was bringen Netzwerke?


    Was bringt es Dir, dass Du dich mit anderen Imkern über das Imkerforum/Internet vernetzt?


    Kommunikation!


    Wozu betreibst Du Kommunikation? Natürlich: Weitergeben und Empfangen von Information.


    Wozu nutzt Du die Information? Natürlich um Information in Wissen umzuwandeln. Wissen = angewandte Information.


    Die Bienen betreiben ein Netzwerk, um Wissen anzureichern und dieses Wissen benötigen sie, um zu überleben. Ein Mensch alleine kann nicht auf Dauer überleben, so ist es auch mit dem Bien. Der Mensch benötigt genauso solche Netzwerke.


    Was der Imker von dem Netzwerk der Bienen hat?
    Schlaue Bienen, die überleben. :Biene:


    Bernhard

  • Die Bienen betreiben ein Netzwerk, um Wissen anzureichern und dieses Wissen benötigen sie, um zu überleben.


    Die Frage ist, welche Erfahrung, welches Wissen Bienen heute machen und dann weitergeben?


    fragt
    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21