Homöopathie und Varroabekämpfung

  • Habe bisher erfolgreich meine drei Völker mit Homöopathie behandelt, und zwar so: seit fünf Wochen jede Woche je 10 Globuli Acidum Formicicum D 30 (Ameisensäure homöopathisch)und 10 Globuli Varroa Milbe C 30(Varroa Milbe verrieben homöopathisch) in 50 ml abgekochtem Wasser einweichen und Schwammtücher damit befeuchten. Bei einem Volk habe ich sehr starken Milbenfall, eines kaum, eines mittelmäßig. Den Bienen geht es gut, es gab keine Verluste, keine Verstümmelungen, es ist noch Brut da und sie überwintern auf Honig.

  • Habe bisher erfolgreich meine drei Völker mit Homöopathie behandelt, und zwar so: seit fünf Wochen jede Woche je 10 Globuli Acidum Formicicum D 30 (Ameisensäure homöopathisch)und 10 Globuli Varroa Milbe C 30(Varroa Milbe verrieben homöopathisch) in 50 ml abgekochtem Wasser einweichen und Schwammtücher damit befeuchten. Bei einem Volk habe ich sehr starken Milbenfall, eines kaum, eines mittelmäßig. Den Bienen geht es gut, es gab keine Verluste, keine Verstümmelungen, es ist noch Brut da und sie überwintern auf Honig.


     
    Das Varroa- Problem kommt im Folgejahr, der zweite Winter soll der Scharfrichter sein. Kenne einen, ich nenne ihn "Minimalist", der fing voriges Jahr einen Schwarm, nachdem er keine Bienen mehr hatte. Behandelte nicht. Winterte stark aus. Volk brachte Honig dieses jahr, nicht so sehr viel, lag am Witterungsverlauf. Volk ist immer noch gut unterwegs und nicht behandelt... Sein Stand ist 1,5 km von meinem entfernt. Er hatte wieder heuer das Glück, einen Fremdschwarm zu fangen (Woher? Von mir war er nicht, von dem anderen Imker wohl auch nicht, der koupiert die Kö.; Gibt es hier Wildpopulationen?). Zog auch zwei Ableger. Alle bis jetzt nicht behandelt. Wir werden es sehen, was wird.
     
    Ich persönlich bin sehr interessiert an Dieters Fragestellung.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Moin,

    Zitat

    der zweite Winter soll der Scharfrichter sein


    Nicht "soll", sondern ich kann dir versichern, er IST es, zumindest varroatechnisch.
    Mit normaler Imkerei gibt es nur selten einen dritten Sommer.:-(


    Und sorry, ich glaube nicht, daß die Bienen an Homöopathie glauben, was einen wesentlichen Teil dieser Behandlungsmethode ausmacht.
    Wer zur Homöopathie greift, GLAUBT daran, daß es wirkt, und es funzt dann auch mit Globuli/Tropfen, die wirkstofffrei sind....
    Bei Tieren bringt es die Erwartungshaltung des Halters - da bringen nicht mal Katzengeschwister von verschiedenen Haltern mit dem gleichen Problem bei gleicher Behandlung das gleiche Ergebnis.


    Wenn deine positive Energie deinen Bienen hilft - fein, aber es hilft eben nicht allen, und schon gar nicht bei den Kritikern...:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Habe bisher erfolgreich meine drei Völker mit Homöopathie behandelt


    :confused: Es sind bislang keine homöopatischen Mittel gegen die Varrose zugelassen. Du kannst die Immun-Globili natürlich anwenden, doch dazu müßtest Du nachweisen und zugeben, daß sie gänzlich wirkungslos sind. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, entweder Dein Zeug wirkt wie Arzenei, dann darfst Du's nicht nehmen oder es wirkt nicht, dann brauchts Du's nicht.


    Aber einen überheblichen Tipp kannste noch kriegen: Verstärke doch die homöopatische Schwammtuchwirkung mit der aufgekochten Globuli-Brühe durch Zugabe von etwa 22ml Ameisensäure 60% (ich weiß grad nicht welche Potenz das ist) und wende davon eines pro Zarge an. Das alle 7 Tage und solange bis nur noch weniger als 10 Milben fallen. Damit bringst Du dann Deine Bienen auch homöopatisch durch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  •  
     
    So etwa wollt' ich es ausdrücken. Mit Beginn der Imkerei in diesem Jahr und Homöopathiebehandlung sollte man mit dem Statement "Bienen sind kräftig und gesund" recht vorsichtig sein.
     
    Ich persönlich behandle mit AS 60% Schwammtuch oben. Das erstemal vor dem Auffüttern (wollte vor dem Auffüttern zweimal behandeln, habe es wegen suboptimalem Wetter nicht getan), dann am 12.9. und am 19.9. Milbenfall nach allererster Behandlung recht wenig. 8-45. Nach der Behandlung am 12. fielen 75-130 in 24 h. Nach der vom 19. wieder 70-100. Gestrige Zählung ergab 1, 2, 8, 11 Milben in 24 h, bei einem Volk habe ich leider keine Windel drin (Selbstbaubeute ähnlich Warre), dort habe ich "schematisch" mitbehandelt. Bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich noch eine AS- Behandlung nachschiebe oder die Winterbehandlung den "Rest" machen lasse...
     
    Allerdings macht mich eines stutzig: Wenn das gestrige Ergebnis schon der natürliche Milbenfall sein sollte, dann könnten ca. 3000 Milben zumindest in dem einen Volk sein. Da wäre aber nichts von 90% Behandlungserfolg spürbar, denn dann hätten direkt nach der Schwammtuchbehandlung deutlich mehr fallen müssen.:confused: Ich glaube, ich lege nochmal nach...
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Uhm Anfänger und solche Experimente? (Ich sollte öfter Profile lesen). Verschieb die Homöopathie auf Zeiten, wo du verstehst was im Bienenvolk vorgeht und machs wie Henry geschrieben hat - deinen Bienen zuliebe.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Liebe Lysistrata,


    bitte tue Dir und Deinen Bienen den Gefallen und beschäftige Dich erstmal mit der Theorie, bevor Du Experimente machst. So, wie ich das sehe hast Du weder die Homöopathie durchschaut noch das Varroaproblem.


    Stell Dir bitte folgende Fragen:


    - Was will ich mit einer homöopathischen Behandlung bewirken
    - Wogegen behandele ich (Milbe oder Virus)
    - Womit behandele ich und warum
    - Wann und wie weiß ich, wann eine "Behandlung" erfolgreich war


    Ansonsten mach´es, wie Henry vorschlägt oder schließe Dich meinetwegen dem Kreis der anonymen Nichtbehandler an. Denn Deinen Bienen tut es am Ende besser, die Kiste bleibt zu (Stichwort Beutenklima) als ein ständiges Öffnen zur Behandlung mit fragwürdigen Mitteln.


    Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Ich diskutiere seit Monaten mit Homöopathen über eine mögliche Varroabehandlung mit homöopathischen Mitteln. (Ich lebe in einem Stadtviertel, in dem jeder zweite eine Heilpraktikerausbildung hat und jeder dritte Homöopath ist, gefühlt :wink:) Darunter auch Imker! Und *alle* sind sich darüber einig, daß 1. Homöopathie wenn überhaupt, nur unterstützen kann (z.B. indem ein für die Milben ungünstiges Klima geschaffen wird) und 2. bisher kein Mittel gefunden wurde, welches als passendes Simile nach der homöopathischen Theorie in Frage kommt.


    Und selbst beim Ansatz, es den Milben "ungemütlich" zu machen, stellt sich die Frage, ob das dann nicht auch auf alle anderen, vielleicht nützlichen Mitbewohner im "Biotop Bienenstock" zutrifft.


    Gruß
    Mandy
    (die nicht recht an Homöopathie glaubt aber die Theorie mag)

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Zitat


    oder schließe Dich meinetwegen dem Kreis der anonymen Nichtbehandler an.


    Das empfehlen wir hier keinem Anfänger weil das völlig in die falsche Richtung geht. Wenn das Bienenvolk dann hinüber ist kann ein Anfänger nicht herausfinden warum und wieso. Schau dir auch an, wie die Berichte hier im Forum sind - das ist eine Betriebsweise. Jemand ohne Erfahrung kann keine Betriebsweise entwickeln.
    Anfänger sollen das machen was als sicher angesehen wird und wo die Erfolgsquote (Überlebensquote des Volkes) am höchsten ist. Das ist in dem Falle die Varroabehandlung.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Das empfehlen wir hier keinem Anfänger weil das völlig in die falsche Richtung geht. Wenn das Bienenvolk dann hinüber ist kann ein Anfänger nicht herausfinden warum und wieso. Schau dir auch an, wie die Berichte hier im Forum sind - das ist eine Betriebsweise. Jemand ohne Erfahrung kann keine Betriebsweise entwickeln.
    Anfänger sollen das machen was als sicher angesehen wird und wo die Erfolgsquote (Überlebensquote des Volkes) am höchsten ist. Das ist in dem Falle die Varroabehandlung.
    Olli


    Ach Olli das war ironisch gemeint, lies bitte auch den Satz danach. :liebe002:


    Liebe Grüße
    Mandy

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • An Henry:


    Mir ist nicht ganz klar, weshalb die Homöpathika zugelassen sein sollten? Freilich ist diese Formalie für manchen wichtig. Die anderen sollten trachten, alles, was sich unnötig zwischen sie und ihre Bienen drängt, fernzuhalten.

    Imker seit 2009 - Naturbau in Dadant-Beuten, Bemühung um wesensgemäße Imkerei