Thema Nicht-Behandeln

  • Har der Kampf gegen Varroa ist multifaktorell und nicht eine Art die momentan bekannt ist, wird entscheidend sein.


    Um zu selektieren, muss man irgendwo anfangen belastbare Meßwerte zu haben, die machbar nachprüfbar sind.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo Zusammen,


    bei uns werden die VSH - Völker zuerst intern ausgezählt und bewertet,


    anschließend erfolgt eine Kontrolluntersuchung durch die Landeanstalt für


    Bienenkunde. Damit ist werden die Fakten wissenschaftlich überprüft, was uns


    sehr wichtig ist.


    Weitere Infos https://setbie.uni-hohenheim.de/projekt


    Dort bin ich jetzt schon 3 Jahre dabei.


    Ich möchte betonen, das das Projekt von 30 - 35 Imkern in Baden-Württemberg


    gestemmt wird.


    Es lohnt sich auch im kleinen derzeit habe ich schon 10 Völker die


    mit 100 % VSH bewertet werden. Diese werden nächstes Jahr wieder nachgezogen,


    dann künstlich besamt oder wieder auf Belegstellen für bestimmte Anpaarungen geschickt.


    Spannend ist das allemal.


    Bei uns gibt es folgenden Bienenarten "Die dunkle Biene, Carnica, Buckfast" mit den wir


    auslese und Zucht betreiben.


    Gruß Uwe

  • Moin Uwe, so eine weitere wissenschaftliche Begleitung wäre auch für mich wünschenswert.


    Allerdings geht es, wenn ich das richtig verstanden habe, bei Setbie auch um eine genetische Analyse zur Findung von Genmarkern, die auf Varroa resistente Verhalten hindeuten können.


    Ich stelle mir zum Beispiel auch eine wissenschaftliche virologische Untersuchungsbegleitung vor und biete Forschungseinrichtungen dahingehend die Unterstützung der LBMV VSB Projekt Gruppe an.

    Wir hatten dazu im Vorstand des LBMV schon darüber gesprochen, das man sich mehr mit wissenschaftlichen Einrichtungen vernetzen müsste.

    Es müssen ja nicht alle Projektgruppen das Gleiche machen, aber anbieten würden wir uns für Forschungsprojekte Material und Daten zu liefern.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Thema: nicht behandeln


    Wird bei Zucht, VSH, VSB, ... nicht auch "behandelt"?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Thema: nicht behandeln


    Wird bei Zucht, VSH, VSB, ... nicht auch "behandelt"?


    Rolf

    doch meistens schon.

    Aber je weiter VSx fortgeschritten ist, umso häufiger hat man Völker, wo die Behandlung deutlich reduziert, oder sogar ganz eingestellt werden kann. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich deshalb dieses Jahr einige Völker verloren habe. Es handelte sich meist um eingefangene Schwärme (und um meine Sanftmut-Carnialinie), die meinen Erwartungen an die Behandlungszeitpunkte einfach nicht entsprachen. Da war ich mit meiner Spätsommer Varroakontrolle schon zu spät, wo meine meisten Völker noch unter 3% phoretischem Milbenbefall standen.

    Aber überwachen muss man schon, alleine wegen der Fremdgenetiken ;)


    Gruß
    Ludger

  • Rolf G jein.

    Ich persönlich behandle meine VSB Zuchtvölkchen grundsätzlich überhaupt nicht. Da bin ich ein Vertreter des Hardbondtest.

    Meine Projektkollegen treffen da die Entscheidung selbst, wie sie damit verfahren.

    Man kann nach der Auszählung auch zur Bestandssicherung, die Königinnen in behandelte Völker umweiseln und so die Buckfasteigenschaften im Vergleich der Wirtschaftsvölker testen.

    Wenn ich das jedoch tue, hat die Königin jedoch noch nicht bewiesen das sie überleben kann, sie hatte nur ein schöne Zahl bei der Auszählung.

    Ich arbeite dann in der weiteren Selektion nur noch mit Überlebensköniginnen. Klar kann man sagen, heh Ableger überleben mindestens 25% das erste Jahr ohne Behandlung. Ja das stimmt, aber überleben sie auch, wenn ich sie vorher ordentlich mit Milben infiziert hatte?

    Das ist dann doch meiner Meinung nach mal ein ganz anderer Schnack.


    Komplett nicht behandeln, soweit bin ich nicht. Ich bin erst auf der Stufe erbstabile Linien schaffen, neue Linien suchen und dann im Wirtschaftsbereich erproben.


    Natürlich habe ich auch Völker (Bienenmassespender/Honigvölker ...) die ich behandeln muss, sonst fange ich ja immer wieder von vorn neu an.

    Doch wie Ludger schrieb, einige mehr andere weniger intensiv.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Mit dem Beitrag # 62 und mit weiteren Beiträgen im Faden Varroa-Resistenzzucht teilte uns Rudi Maurer viele Infos über die Varroose und über ihren Weg bis zu uns mit. Das wird bestimmt viele interessieren!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Thema: nicht behandeln


    Wird bei Zucht, VSH, VSB, ... nicht auch "behandelt"?


    Rolf

    Wie ist deine Frage zu verstehen?


    Meinst du damit, ob bei der Zucht auf VSH noch gegen die Milbe "behandelt" wird?


    Oder meinst du, dass die Zucht auf VSH, als "(be)handlung" betrachtet werden könnte?


    Lg Sulz.

  • Da stehe ich mal wieder auf dem Schlauch.


    Auf den Bienenständen, wo nicht gegen die Milbe behandelt wird, herrscht doch keine züchterische Anarchie.


    Da wird bei den meisten auch von den "Besten" nachgezogen, und "Schlechtere" umgeweiselt, oder aufgelöst.


    Welche Eigenschaften der Bienen, sich dabei durchgesetzt haben, sind ja bekannt......Es standen ja nur noch diese Völker zur Verfügung, wo mit der Milbe klar gekommen sind.


    Lg Sulz.

  • Oder meinst du, dass die Zucht auf VSH, als "(be)handlung" betrachtet werden könnte?

    So ungefähr meine ich das.

    Das ist aber nicht negativ zu verstehen.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Oder meinst du, dass die Zucht auf VSH, als "(be)handlung" betrachtet werden könnte?

    So ungefähr meine ich das.

    Ich sehe die Zucht auf VSH in keiner Weise als eine "behandlung".


    Ich betrachte es, als ein Vorbereiten der Bienen auf das nicht Behandeln...Sobald das überleben funktioniert, und gesichert ist, sollte eigentlich ohne diese Auswahl auf VSH die Bienenhaltung ohne Behandlung betrieben werden können.


    Ich betrachte diese Zucht, nur als "vorselektives" Kriterium.


    Lg Sulz.

  • Was ist „vorselektiv“?

    Danach wird tatsächlich selektiert?!

    Durch die Praxis als das einzige Kriterium der Wahrheit.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.