Thema Nicht-Behandeln

  • Warum sage ich das?

    Imker sind sich selbst auszehrende Wesen, die oft unterkapitalisiert ein finanziell ruinierendes Geschäft betreiben wollen und schlussendlich andere und sich ausbeuten.

    Die Honigleistung pro Volk steht sehr oft an erster Stelle, denn Varroa ist ja eigentlich beherrscht.

    Solchen vom Arbeit und "Selbstüberschätzung" ausgemergelten Personen dann noch ein harten Job on Top zu geben bringt den Kollaps

    Hallo d2dum

    In der Beschreibung finde ich mich leider teilweise wieder.

    Zwar nicht der Part mit der Honigleistung an erster Stelle, aber ganz besonders bei dem Punkt "von Arbeit (hoffentlich weniger von Selbstüberschätzung) ausgemergelt 'und keine Kapazität für aufwendiges Mehr.


    Allerdings ist dieser Winter zur Überprüfung der Struktur mit dem unverhandelbarem Ziel der Verschlankung eingeplant. Dann einen Sommer prüfen, ob dies gelungen ist. Unnd möglichst im Winter drauf sich dem Thema Varroatoleranz/-resistenz widmen.


    Hast du einen Tip, wie ich mich dem Thema in kleinen Schritten (erstmal nur theoretisch) nähern sollte? Hat dein Arbeitskreis einen Webauftritt oder habt ihr Treffen?

  • kapis ja haben wir alles. Ich arbeite zusammen mit Imkern im Landesverband der Buckfastimker Mecklenburg-Vorpommern.

    Dort haben wir ein VSB Projekt.

    Schau mal in der Presseecke.


    Darüber hinaus bist du eingeladen mich zu besuchen und da kannst du dir das live ansehen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Gestern bin ich auf die Dissertation von Dr. Harald Singer gestoßen:

    http://othes.univie.ac.at/49483/1/50993.pdf

    Kleine Zellen und darauf ausgelesene Bienen mit VSH könnten ein Weg zu einer behandlungsfreien Imkerei sein.

    Das wichtigste Wort hier ist meiner Meinung nach "könnten".

    Das VSH Projekt ist sicher der richtige Weg, aber als kleiner Imker denkt man von Saison zu Saison. In der Zucht genau genommen von Generation zu Generation.

    Des Züchters wohlgemerkt.

    Um Zuchtmerkmale wirklich verstetigt im Genpool verankert zu haben, flächendeckend, da vergeht noch viel Zeit.


    Grüße

    Peter

  • Die Zeit vergeht aber immer erst ab dem Moment wo man anfängt. Solange man wartet, beginnt die Zeit nicht abzulaufen, sie vergeht nur.

    Ja, es gibt viele Wege, aber man muss einen beschreiten.


    Grüße

    Werner

    Da hast Du ganz und gar recht!

    Ich wollte nur die Möglichkeiten eines Hobbyimkers beleuchten, durch ein einfaches

    "meine Völker nicht behandeln", oder kleine Zellen auf die Mittelwände zu packen,

    irgendwelche Zuchterfolge oder Varroaresistenzen einzufahren.


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • black.peterle nach meinen leidvollen Erfahrungen ist es für ein Kleinimker am Besten, sich einer Gruppe anzuschließen, die sich mit Varroaüberlebenden Bienen beschäftigen und sich dort nach seinen Möglichkeiten zu beteiligen.


    Selbst wenn man selbst nur 5 Minis macht und tatkräftig beim infizieren und auszählen hilft, bringt das weiter.

    Ich würde gern 20 solcher motivierten Leute anleiten und unterstützen.

    Das macht am Ende auch 130 Testvölker.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Das ist der richtige Weg! :thumbup:

    Danke Euch!

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ich würde gern 20 solcher motivierten Leute anleiten und unterstützen.

    Das macht am Ende auch 130 Testvölker.

    Finde ich klasse!


    Sollen wir die Werbetrommel in unseren jeweiligen Vereinen rühren? Wie stellst du dir das Projekt konkret vor?


    Schöne Grüße - Matthias

    "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Afrikanisches Sprichwort

  • Eine Möglichkeit: Du trittst in Buckfast MV ein und machst kommendes Jahr mit :)

  • Nun Ralf nicht jeder macht sich diese Mühe wie du, soweit zu fahren.

    Allerdings muss ich sagen beim 1. Mal ist das sicher angebracht zu einer etablierten Veranstaltung zu fahren. Das habe ich auch gemacht und neben Anderen zum Beispiel Ralf rall0r und Bettina honigbanane kennen gelernt.

    Honigbanane war vom Projekt her schon vergeben, also hab ich mir Ralf gekapert und solange bearbeitet bis er ja gesagt hat.

    Man muß nicht Mitglied beim LBMV sein, bringt aber Vorteile.


    Ich könnte mir vorstellen neben dem LBMV VSB Projekt bei mir in Lübeck Informationstage zur Anleitung zu machen, wie man solche Projekte macht.


    Ich kann mir auch vorstellen bis spätestens März irgendwo hin zu fahren und im Rahmen einer Vereins-/ Interessenversammlung ein Vortrag zu machen und aufzuzeigen, wie der LBMV das bisher gemacht hat.

    Dann kann man besprechen, wie man weiter verfährt.


    Umlarven von potenten Linien könnte man auch organisieren, da sehe ich gar kein Problem drin oder schlupfreife Zellen /Königinnen bei mir abholen.


    Milben Ernte und Infektion, kann man bei und mit mir lernen und dann eine Woche später bei sich selbst machen.


    Einzig für die Besamung und Auszählung wären die zentralen Termine besser, als selbst etwas zu organisieren, da man einen potenten Besamer, Drohnenvölker und Örtlichkeiten braucht.


    Ich kann auch ein Sammeltransport von Lübeck oder Hamburg organisieren für die Besamung, damit nicht jeder selbst fahren muß.


    Vorraussetzung:

    Mindestens 5 MiniPlus Testvölker pro Teilnehmer. Das sind dann mindestens 15x MP-Zargen, 3x MP-Futtertasche und 3x MP-Fütterer neben 5x MP-Boden und 5x MP-Deckel.

    Kosten entstehen noch zusätzlich für die Besamung der Königinnen (24€ für nicht LBMV Mitglieder)


    Da pro Stufe mit ca 20% Ausfall zu rechnen ist, ist weniger nicht so prickelnd, (Umlarven, Schlüpfen, Annahme, Besamung, Infektion, Auszählung)

    wenn dann am Ende gar nichts übrig bleibt.


    Wenn ich auf die letzten Jahre unserer LBMV Projekte zurück blicke, sehe ich das beim 1. Mal es bei den Kollegen noch sehr holprig geht und je öfter sie daran teilnehmen es besser klappt.


    Wenn man im nächsten Jahr etwas auf die Beine stellen möchte, sollte man spätestens bis Ende November mit der Planung beginnen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.