Thema Nicht-Behandeln


  • es wäre doch schön, wenn es funktionierte, und ich wäre der Erste, der ... jubelte.

    :daumen:



    die Dunkle Biene...künstlich kleine Zellen stopfen zu wollen, halte ich für Tierquälerei

    Kein Problem Kai, ist ja hier auch nicht der Kleinzellthread. Gibt noch einige andere Methoden, wie Du selbst geschrieben hast:

    Brutentnahme...Schadschwellenbehandlung, etc. sind ja auch eine Form der Behandlung.

    Die beiden zusammen verbunden mit jährlicher Auslese+ Kövermehrung Deiner Besten genügen schon.



    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Kai
    ich denke du irrst dich ( der Dr. Prof auch)

    Zitat

    Bericht von Prof. Dr. Stever schon
    Diese ist künstlich kleine Zellen stopfen zu wollen, halte ich für Tierquälerei


    Wissenschaftliche Arbeiten zu Bienenwelt sind seit Erforschung des Schwänzeltanzes nicht mehr glaubwürdig.


    Aber zurück zur natürlichen Zellgröße. Lass mal bitte bitte einen Schwarm in einem Korb oder Baumstamm natürlich bauen. und Vergleich dann mal diese Waben mir den Mittelwänden der Firma ..... (oh mist darf ja keine Namen hier nennen) egal Zellgröße 5.6


    Und sag mir bitte dann was natürlich ist! Und dann miss mal den Naturbau in einem Apidea (ohne Anfangsstreifen)


    Das sind alles Versuche die jeder machen kann!


    Wir stopfen die Bienen nicht in kleine Zellen! Ich versuche nur die Bienen soweit zu entlasten (den Stress zu nehmen) das diese wieder Anfangen können sich um sich und ihre Brut zu kümmern.


    im Winter 2013/2014 geh ich mit meinen Körben in das 3. Jahr ohne Behandlung und mit meinen Magazinen in das zweiten Jahr. Ich glaube erst dann können wir uns unterhalten, über das wie und warum.... vorher sind alles nur Vermutungen.


    Grüße in den Norden
    und mir gefällt die Art Diskusion hier sehr!
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • 200 Gramm kommt mir sehr schwach vor. Wie viele Waben bauen die bis in den Herbst aus?


    Gebildet werden diese Kunstschwärme um den 20. Mai im Rahmen der Königinnenaufzucht. 200g ist die Besetzung eines DNM-Ganzwaben-EWKs. Um den 5. Juni sind die Königinnen in Eilage, und werden in einen 6-Waben-Styropor-Ablegerkasten umgesetzt (an den Rand), mit 2 Leerwaben abgedeckt und der Rest mit Leerrahmen aufgefüllt. Die Königinnen bestiften dann in der Wabengasse einseitig noch ca. 1/2 einer zweiten Wabe. Um den 25. Juni schlüpft die erste Brut. Um den 1. Juli sind die 3 Leerwaben mit Bienen besetzt und werden zügig bestiftet. Jetzt wird auch das Flugloch gut bewacht, was vorher nicht der Fall war.
    Trachtende ist um den 10. Juli. Jetzt sind weitere 2 Waben wenigstens teilweise gebaut und bestiftet. Die Völkchen werden jetzt in eine Segeberger Styropor gesetzt, mit Leerwaben aufgefüllt und weiter gefüttert. Bis Ende Juli ist die Zarge gut besetzt. Jetzt wird eine Zarge mit Leerwaben untergesetzt und weiter gefüttert. Ende August unterscheiden sich diese Jungvölker nur noch wenig von den Altvölkern.
    Das ganze funktioniert nur mit früher Königinnenaufzucht. Ich setze meine Serie um den 10. Mai an. Die Larven stammen aus einer AGT-Linie, vielleicht spielt das eine Rolle.


    Gruß Ralph

  • ..... Jetzt wird eine Zarge mit Leerwaben untergesetzt und weiter gefüttert. Ende August unterscheiden sich diese Jungvölker nur noch wenig von den Altvölkern.


    hallo Ralph,
    .. wir sind jetzt ein bischen in die Ablegerbildung abgeschweift. Interessant finde ich aber, das Du bei der Erweiterung UNTERsetzt und nicht nach oben erweiterst. Aus welchem Grund ?


    Der Gedanke kam mir nämlich auch beim Studium der Warre-Betriebsweise und dem Hinweis, das es eigentlich dem natürlichen Wachstum der Waben eher entspricht als das AUFsetzen.

  • Hallo Leute!
    Ich habe mir jetzt alle Beitäge angesehen und das Kauderweich gefiel mir. Jeder kam zu Wort, ob für oder wider. Aber die Beführworter wurden kaum beachtet.
    Nun zu mir. Meine Völker sind alle eingegangen, trotz Behandlungen. Die beiden letzten Schwärme auch, da die Königinen nicht befruchtet waren. Nur Buckelbrut.
    Aber ich habe ein Bienenvolk in einen großen Bienenkasten 2m lang und 1m breit, in ihm sind noch die alten Waben von Freudenstein. In diesen Kasten habe ich seit 3-4 Jahren ein Volk welches ständig viel Honig gebunkert hat und ohne Behandlung und Störung so vor sich hin lebt.
    Ich habe es erst beachtet nachdem meine anderen Völker eingegangen waren. Ich komme blos nicht an sie heran, ich müßte den ganzen Kasten erst zerlegen und das will ich nicht.
    Ich hoffen auf einen Schwarm im nächsten Jahr und werde die Vorbereitungen treffen.
    Warum überlebt so ein Volk? Weil es keine Völker im weiten Umkreis hat?
    Bin gespannt.
    Gruß Bienensiggi

  • Hallo Siggi,


    es könnte viele Gründe haben, aber wie Holmi schon beschreibt, hatte es keinen Stress. Es muss die Fehler des Imkers nicht korrigieren und organisiert sich soweit selbst, dass es durchkommt. Wie wir alle wissen, stimmt das nicht, denn ohne Behandlung müssten sie eingehen. Also haben sie entweder die Spielregeln nicht erklärt bekommen, oder sie kümmern sich nicht darum, solange der Imker sie läßt :-)


    Na dann soll es Dir noch viele Schwärme schenken und vielleicht kommt ja für Dich hier in Zukunft noch eine Betriebsweise herum, die annähernd das Verhalten begünstigt?


  • ... mit 2 Leerwaben abgedeckt
    ... mit Leerwaben aufgefüllt
    ...eine Zarge mit Leerwaben untergesetzt


    Ende August unterscheiden sich diese Jungvölker nur noch wenig von den Altvölkern.
    Das ganze funktioniert nur mit früher Königinnenaufzucht.


    Und mit Lehrwaben. Das zeigt wieder, das Ablegerbildung und Ablegerbildung nicht so einfach über einen Kamm geschoren werden kann. Das sage ich auch immer bei Diskussionen über dieses Thema.


    Bei mir wird ein Ableger mit einer Futterwabe am Rand, einer besetzten BW und mit zugestoßenen Bienen einer bis 2 Waben gebildet. Der Rest sind Anfangstreifen.


    Alles auf Zander 1,5.


    Da ginge nichts mit 200 Gramm Bienen.

  • ...hatte es keinen Stress. Es muss die Fehler des Imkers nicht korrigieren und organisiert sich soweit selbst...


    Hallo,


    genau das ist der Punkt, der mir an Stefans Betriebsweise so widerstrebt. Er macht nämlich enorme Eingriffe in das Volk. Kontrollen, Waben umhängen, usw.


    Darum ist auch das nur ein kleiner Punkt im großen Gefüge, das wir NOCH nicht verstehen.



  • wow

  • ... wir sind jetzt ein bischen in die Ablegerbildung abgeschweift. Interessant finde ich aber, das Du bei der Erweiterung UNTERsetzt und nicht nach oben erweiterst. Aus welchem Grund ? ....


    Hallo Reiner,


    Ralphs sehr interessante Erläuterung bezog sich auf die Bildung von schwachen Kunstschwärmen, die dann ohne weiteres bis zur Winterbehandlung durchkommen.
    Die Frage mit dem Untersetzen interessiert mich auch.


    Gruß Jörg

  • Die Frage mit dem Untersetzen interessiert mich auch.


    Mit dem Untersetzen habe ich mich ja ausgetobt. Mein Fazit ist: im ersten Jahr untersetzen, im zweiten Jahr aufsetzen.


    Im ersten Jahr "bauen sie das Brutnest". In dieser Phase gehen sie sehr gern nach unten. In Richtung Flugloch. Sehe ich auch in den T120-Trogbeuten, daß sie gern nach vorne in Richtung Flugloch gehen. Wenn sie damit fertig sind, ballern sie im nächsten Jahr nur noch Honig nach oben, aber bauen ungern nach unten aus. Deswegen im zweiten Jahr nach oben erweitern. Die Bienen haben anscheinend eine Art Größe des Brutnestes festgelegt, ist es erreicht, wird nur noch zur Honigaufspeicherung gebaut. (So die graue Theorie und wie ich es mir vorstelle.)


    Siehe auch: Über das Alter eines Bienenvolkes und die Wirkungen. Von Walter Wright. http://www.immenfreunde.de/docs/AlterBienenVolk.pdf


    Gruß
    Bernhard