Thema Nicht-Behandeln

  • Auch bezugnehmend auf das Thema Tracheenmilbe, weis ich, das Bruder Adam, da besonders auf Resistenz gegen Tracheeemilbe gezüchtet hat und das mit Erfolg. Besonders auch für die Verhältnisse die er in England gehabt hat. Da sich die Buckfast auch in Deutschland sehr ausgebreitet hat, ist eine Resistenz gegen die Tracheenmilbe gegeben. Ich würde es auch in Bezug auf die Carnica behaupten, weis ich aber nicht genau.

    Er schreibt in seinem Buch "Meine Betriebsweise"

    Zitat: Ein Imkern nach alten Vorschriften und Ideen, die vor dem Verlust der einheimischen Biene teilweise gerechtfertigtwaren, mußte wohl oder übel über Bord. Man konnte mit der Italienerbiene, die nun hauptsächlich in Erwägung kam, weil sie sich als resistent gegen die Milbe bewährte, nicht imkern, wie einst mit der dunklen, bodenständigen Biene.


    Nun noch ein Zitat:

    Wir haben uns im Kampf gegen Krankheiten nie auf Heilmittel verlassen. Die Züchtung auf Resistenz gegen Schwarzsucht, vor allem gegen die Milbenkrankheit, hat uns unschätzbare Dienste erwiesen. Im Fall der Nosema ist weniger eine Resistenz erreichbar.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Soweit ich mich an frühere Imkerversammlungen erinnere, war Fumagilin, im Westen wohl Fumidil, bei uns im Osten ein Thema der Züchter.
    Ferner beschrieb Frau Dr. Meyerhoff schon 1956 "Die Nosema als Folge der Nachwirkung von Vergiftungen".
    So könnte es jetzt ähnlich heißen, Virosen als Folge von Vergiftungen.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Ja das ist richtig Fumagilin wurde gegen die Nosema eingesetzt. Das Mittel gegen die Milbenkrankheit hieß meines Wissens nach Folbex.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wer meine Postings aufmerksam verfolgt hat, wird erkannt haben das ich nicht nur behandlungsfreie Völker habe.

    Ja, wer deine Postings aufmerksam verfolgt hat...

    Das Problem ist, das du hier halbe Doktorarbeiten hinlegst, die sehr viele Leser nur überfliegen.


    Bei der alten Furumsoftware konnte man auf einen Blick sehen, wie viele Leute das gelesen haben, was man geschrieben hat, jetzt findet man nur noch mit Mühe heraus, wie viele Antworten und Zugriffe ein ganzes Thema hat: https://www.imkerforum.de/forum/board/12-varroakontrolle-und-bek%C3%A4mpfung/ Dort sieht man immerhin, das z.Z. etwa 180 000 mal auf das Thema zugegriffen wurde. Sei dir also auch der Verantwortung bewusst und nimm mein "Statement" nicht persönlich.


    Mir geht es nicht darum dich bloßzustellen, und ich schätze deine Ehrlichkeit sehr!

    Darum finde ich es wirklich auch ganz ehrlich eine

    Gute Entscheidung.

    Mit dem Oxalsäureverdampfer hast du auch die Möglichkeit einzugreifen.

    Bei aller schönen Theorie, die Praxis entscheidet über Leben und Tod deiner Völker.

  • Spekulation zu Lithium und Varroa

    Bad Mergentheimer Mineralwasser enthält bis zu 19 mg LiCl. Die wirksame Dosis bei den veröffentlichten LiCl-Experimenten (siehe anderer Faden) beginnt so bei 2mmol = 80 mg/l (bei kurzfristiger Einwirkung). Der natürliche Lithiumgehalt des Wassers schwankt je nach Region, genauso wie bei anderen Mineralien. Wenn die Bienen ihren Wasserbedarf aus lithiumhaltigen Gewässern holen, dann ist möglicherweise auch bei einer niedrigeren Konzentration ein Varroa-schädigender Effekt da, weil ja der Lithiumpegel kontinuierlich erhöht ist.

    Das wäre eine mögliche Erklärung für den Erfolg der Nichtbehandler hier im Forum. Eine natürliche lithiumreiche Wasserquelle aus der sich die Bienen bedienen und damit quasi „selbst behandeln“.

    Die schärfsten Kritiker der Elche

    waren früher selber welche

  • Na endlich!


    Jetzt weiß ich es endlich, wieso manche Völker kaum Varroamilben haben.

    Liegt am Lithium!


    Ich stelle meine Völker jetzt dann testweise nach Bad Mergentheim zur Paulsquelle, denn leider gibt es das Wasser nur zum Baden. Müssen die Mädels dort eben Baden gehen.


    Hoffentlich stört das nicht den Kurbetrieb?

    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • ... und was, wenn es tatsächlich einen Zusammenhang gibt?

    Bezweifeln kann jeder, auch alles.

    Machen Tun könnte auch Beruhigung des eigenen Gewissens sein, und das ohne Wirkung. Sie ist in einem solchen Fall auch so da!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Jetzt weiß ich es endlich, wieso manche Völker kaum Varroamilben haben.

    Liegt am Lithium!

    Luffi: Schlagensterr Beweis: auch mein Notebook hatte noch nie(!!!) eine einzige Varroa, und wir alle wissen, woraus die Akkus gemacht sind!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ... und was, wenn es tatsächlich einen Zusammenhang gibt?

    a) wenn es tatsächlich einen Zusammenhang zu solchen geologischen Einflüssen gäbe, würde ich erwarten, dass alle, oder zumindest auffällig viele Imker in den betroffenen Regionen von Verlusten durch Varroa verschont bleiben.

    Das dürfte auf Dauer auffallen.

    b) Umgekehrt, würde ein Standortwechsel durch Umzug, ja bereits umfangreichere Wanderungen mit den Bienen den Effekt aufheben.

    c) Zuletzt ist insbesondere bei Lithium, wegen der hohen toxischen Wirkung auf die Brut der Bienen, eher mit einer schleichenden Vergiftung und Schädigung der Bienen zu rechnen, als mit einer Entlastung in Hinsicht auf die Milbenbelastung.


    a) finde ich vom Gedanken her noch am spannendsten. Vielleicht finden wir ja wirklich Gegenden, in denen flächendeckend überdurchschnittliche Auswinterungsraten zu beobachten sind. (Welche nicht durch z.B. Ausbildungsqualität zu erklären sind) Wenn es solche Regionen gibt, würde sich hier eine Ursachenforschung schon lohnen. Insbesondere wegen c) halte ich aber für unwahrscheinlich, dass der Effekt dann auf natürlich vorkommendes Lithium zurückzuführen wäre.



    Gruß
    Ludger