Thema Nicht-Behandeln

  • @ Wulle
    Warum und für wen sollen sie es tun ?
    Es wurde bereits mehrmals gebeten das sich die Nichtbefürworter hier raushalten sollten.
    Da kann nur der Moderator eingreifen.
    und wer ist hier Moderator ?
    Gruß
    Helmut

    • Offizieller Beitrag

    [QUOTE=Isselbiene;205348
    Warum und für wen sollen sie es tun ?
    [/QUOTE]


    Hallo Zusammen,
    für UNS (IMKERFORUM.DE).
    Gruß Eisvogel

  • Hi Norbert,
    klar für uns alle.
    Nur dann muß doch nicht gleich alles zerschossen werden.
    das macht den willigen Berichterstattern bestimmt keinen Spass.
    Einfach nur mal "zuhören" und auf den Fingern sitzen.
    Auch wenns schwerfällt.
    Gruß
    Helmut

  • Die Behandlung des Vorschwarms sowie die Brutpause bringt es leider auch nicht, ich habe dieses Jahr einiges an Schwärmen eingefangen und diese auch mit OS entmilbt. Eigenen Völkern, die selber geschwärmt haben, habe ich ebenfalls in der Zeit, in der keine Brut vorhanden war, eine Milbenbehandlung verpaßt.


    Das habe ich ja schon die vergangenen Jahre ausprobiert, vom Ansatz und Gedankengang her ist es richtig. Nur scheitert es an der Reinvasion.


    Mfg


    Klaus Maresch

  • Hallo


    Die Leute die in den Schwarzwald wandern können doch bestimmt was über Reinvasion schreiben oder berichten?


    Klaus
    Sabiene schreibt immer was von kleinen Fluglöchern hast du das bei dir schon mal ausprobiert?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • ...... Nur scheitert es an der Reinvasion.



    Leider hast du Recht.
    Heute war der Amtmann (Veterinär- und Lebensmittelüberwachung) bei meinen Bienen und wollte sich die Brut anschauen (und nun habe ich ein Protokoll, wie gesund meine Bienen ausschauen :wink:. )
    Nur ich war erschrocken: Die Ableger und Kunstschwärme sind voller Milben ...... :( ..die liefen da einfach über die Brutwaben und klebten an den Bienen .... Letzte Milbenbehandlung am 10.09.

    Blos gut, dass ich heute gezwungen wurde, die Völker zu öffnen, wollte sie eigentlich für dieses Jahr völlig in Ruhe lassen, das wäre fatal geworden .... ich werde also nochmal losgehen und genau den natürlichen Milbenfall vor und nach Behandlung messen ...

  • Und ihr habt nicht den geringsten Verdacht, dass die Milben in eurer eigenen Beute entstanden sind? Dass vor der Behandlung weniger Milben da sind als nach der Behandlung, würde mich nachdenklich machen.


    Ich würde gern erfahren, wie ihr Reinvasion diagnostiziert. Der Ein- und Austrag an Milben müsste gemessen und erfasst werden, doch das ist meines Wissens keinem gelungen.


    Es ist natürlich einfach (ganz nach Stammtischmanier) die Fehler bei den anderen "Stümpern" und "Tierquälern" zu suchen als bei seinem eigenen Tun, schließlich kostet es Überwindung sich selbst kritisch zu beäugen.


    Vielleicht solltet ihr mal definieren, ob es Gemeinsamkeiten beim Auftreten der "Reinvasion" gibt. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr große Unterschiede macht, WANN zu welchem Zeitpunkt Du behandelst. Je nach Entwicklungsstand der Varroapopulation im Volk, dürfte eine Behandlung unterschiedliche Konsequenzen haben. Vielleicht ist das Phänomen "Reinvasion" auch eine Reaktionserscheinung der Varroamilbe auf eine Gefährdung ihrer Population?


    Ich würde mich freuen, wenn wir dies vielleicht in einem eigenen Thread behandeln, den wir vor einiger Zeit zum Thema Reinvasion schon hatten.


    Ich bin schon einigen Menschen begegnet, die selbst Versuche unternommen hatten und dabei gescheitert sind. Diese waren bisher immer die überzeugtesten Diskutanten, weil: Sie haben es ja selbst ausprobiert und gesehen, dass es nicht funktionieren kann.


    Hast Du eine behandlungsfreie Imkerei schon probiert, Klaus? Und wenn ja, wie? Das würde gut hierher ins Thema passen.


    Liebe Grüße


    Bernhard

  • Sagen wir doch mal so: königinnenlose Völker verlieren ihre Milben ziemlich schnell, und sehr starke Königinnen ziehen Milben an wie ein Staubsauger, wie Toyotafan so schön sagte.
    Wenn ich jetzt nicht total auf dem falschen Dampfer bin, MUSS das was mit dem Königinnenpheromon zu tun haben - vielleicht können die Milben ja noch viel feiner bestimmte Düfte riechen als die Bienen?
    Sprich, Bienen aus Völkern mit sehr brutstarker Königin riechen auch draußeb noch deutlich genug danach, um "heimatlose" Milben aus königinnenlosen Völkern zum Überspringen zu bewegen?
    Damit wären dann kleinere, brutschwächere Völker im Vorteil...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Miteinander,
    Hallo Klaus,
    Du hast recht!
    Man sollte zur gleichen Zeit behandeln!
    Nun erlaube ich mir mal eine Fehleranalyse Deiner Vorgehensweise.
    Erinnern tut sie mich an "Wildeshausener" oder ähnliche Betriebsweisen,
    bei denen man mittels Ablegerbildung die Völker von einem Teil der Varroabelastung befreien wollte.
    Soweit erst mal ein allgemeiner Eindruck.
    Nun zur Sache:
    Größter Knackpunkt ist der Zeitpunkt, auch wenn Du gute Gründe dafür hast.
    Er lag nun mal außerhalb der "allgemeinen Behandlungszeit".
    Da wunderst Du Dich über Reinvasion?
    Sicherlich nicht im höherem Maß als zu der Jahreszeit üblich.
    Bedenke, das die "nicht behandelten Völker" ja ihre volle Milbenlast hatten.
    Und das gut versorgte Ableger "Milbenparadiese" sind, kommt erschwerend hinzu.

    @Sabi(e)e:
    hast zuviel Golz gelesen :wink: ?
    Aufteilen schwarmtriebiger Völker ist doch altbekannt.

    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Der J. Bretschko schreibt, Reinvasion von 300 Milben täglich durch Verflug und Räuberei findet statt, lt. Untersuchungen von Imdorf und Kilchenmann 1991.

    Er spricht sich deshalb für eine zeitgleiche und flächendeckende Behandlung aus.

    Dies praktizieren wir mit dem Nassen in unserem Verein, seit ca. 10 Jahren mit um die 800 Völkern und es klappt recht gut, wenn ich mir die Verlustrate bei den Nachbarn anschau.

    Nur, wer Bretschko gelesen hat, der weiß auch, daß er sagt: Irgenwann müssen sie ohne Behandlung klarkommen, davon geht er aus.

    Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Solange wir die Nichtbehandler in der Luft zerreißen, ohne Ihnen unsere Ohren geöffnet zu haben, solange werden wir schreiben können über Reinv., - Behandlungsmeth. oder über unser zuckerlöffelnde Oma, wie Ihr wollt.

    Gruß Simon

  • Vielleicht dürft ich noch was hinzufügen.

    Werner hat sich scheinbar wohlweislich zurückgezogen, da er als Mod. und langj. Schreiber, scheinbar schon, das Tohowabohou vorausgesehen hat.

    Wir schreiben nun seit 4 Seiten schon über Nebensächlichkeiten und drehen uns im Kreise.

    Entweder, wir schweigen uns demnächst aus, bis Werner sich äußern mag, oder wir machen eine Abstimmung oder wir besaufen uns.:wink:

    Nun könnt Ihr wählen, Kandi. 1 -2 -3,.....

    außer es hat jemand eine bessere Idee!

  • Zitat

    Solange wir die Nichtbehandler in der Luft zerreißen, ohne Ihnen unsere Ohren geöffnet zu haben,


    Nicht nur die Ohren, sondern das Nachdenken.
    Und dann das Handeln.
    Nicht-behandeln ist nicht einfach alles weglassen und das Beste hoffen, sondern eine ziemliche Umstellung der Betriebsweise und vor allem des Denkens.
    Es kommt nicht mehr nur auf das Timing des Imkers bei den Bienen an, sondern auch bei den Milben, und deren Verhaltensweisen.
    Und wie schon erwähnt, ohne Brutpause geht gar nix.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    welch wichtiger Beitrag von wald&wiese!


    ...
    Nur ich war erschrocken: Die Ableger und Kunstschwärme sind voller Milben ...... :( ..die liefen da einfach über die Brutwaben und klebten an den Bienen .... Letzte Milbenbehandlung am 10.09.

    Blos gut, dass ich heute gezwungen wurde, die Völker zu öffnen, wollte sie eigentlich für dieses Jahr völlig in Ruhe lassen, das wäre fatal geworden .... ich werde also nochmal losgehen und genau den natürlichen Milbenfall vor und nach Behandlung messen ...


    Viel Spaß noch
    Stefan