Starker Varoabefall nach Ameisensäurebehandlung

  • Hallo,
    bin Jungimker und hab dieses Jahr mit 4 Völkern angefangen. Dazu 4 Ableger gemacht.
    Habe von Anfang bis Ende August 3x Ameisensäurebehandlung gemacht (60%, Schwammtuch von oben). Bei der Kontrolle danach war der natürliche Befall ok.
     
    Hab jetzt einfach mal aus Interesse nochmal den Schieber 5 Tage reingegeben und war entsetzt. 1 Volk hatte 379 abgefallene Varoamilben (hab sie wirklich gezählt). Die anderen 2-zargigen Völker zwischen 130-170 und die Ableger variieren zwischen 1 bis 65 VM.
     
    Hab mir jetzt Liebig-Dispenser gekauft und mache eine 7-Tage, 85% AS-Behandlung.
     
    Kann sich das jemand erklären.
    Ein Kollege meint die räubern irgendwo?! Aber alle?!
     
    Danke für Eure Meinung.
     
    Helge

  • Mir geht es ähnlich: hatte vor der Behandlung anfang August 1 Milbe nat. Fall (Windelzählung) :daumen:
     
    AS behandelt (Medizinflasche)
     
    Jetzt Zählung mittels Bienenprobe ergab 10% befallene Bienen:confused: Laut "Varroa unter Kontrolle" sollen es vorm Winter (Okt/Nov) <2% sein.
     
    Ich werde also nochmal behandeln müssen. :-( 
     
    Die direkten Nachbarvölker wurden mit AS (Bierdeckelmethode) oder Thymol behandelt und haben 1% bis 16%, da weiß man auch nicht wie es kommt.
     
    Viel Glück!
     
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jule () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Dranbleiben, Schwammtücher werfen bis der Fall erträglich wird. Hier fliegen die Bienen auch gerade von den Zusammenbrechern der Gegend ein und die bringen manchmal mehr als eine Milbe mit. Derzeit Invasiert es hier heftig. Wahrscheinlich ist das jetzt auch die Zeit, wo wilde Schwärme des Vorjahres zusammenbrechen und manche Imker im Urlaub sind ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dranbleiben, Schwammtücher werfen bis der Fall erträglich wird. Hier fliegen die Bienen auch gerade von den Zusammenbrechern der Gegend ein und die bringen manchmal mehr als eine Milbe mit. Derzeit Invasiert es hier heftig. Wahrscheinlich ist das jetzt auch die Zeit, wo wilde Schwärme des Vorjahres zusammenbrechen und manche Imker im Urlaub sind ...


    Hallo Henry,


    bei diesen Temperaturen mit AS zu behandeln richtet mehr Schaden an als es Nutzen bringt.
    Bienen, Königin und Brut werden geschädigt.
    Es kann davon nur abgeraden werden!

  • Mach es abends wie beschrieben und wenn Du zweifelst, leg endlich mal ein Thermometer in die Beuten ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ok, das mit der Temperatur macht Sinn, aber die Luftfeuchtigkeit?
    Aus Deinen Beiträgen schließe ich aber, dass Du auch schon öfter so spät behandelt hast und es funktioniert hat, dann behandle ich weiter abends! Danke!!

  • Am Freitag werden die Trachtvölker beerntet und winterfertig gemacht. Danach werden die mit einem Schwapp Futter versehen, dann (3 Tage später) an den Winterplatz gewandert und dort erst behandelt. Üblicherweise am 3. Oktober, weil da frei ist.


    Vom Drüber-Reden ist noch kein Volk durch den Winter gekommen. Vom falsch behandeln das eine oder andere eingegangen. Und AS-Behandlungen mit nur geringem Wirkungsgrad schädigen auch nur gering.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder