Volk Weisellos?

  • Hallo,
    komme grade vom Bienenstand, um die Futtermenge zu kontrollieren.
    Alle Völker haben sehr viel Futter (ca. 20 kg) obwohl ich nur ca. 13 kg eingefüttert habe. Sind die letzten Wochen auch schön ins Springkraut geflogen. Ein Volk hat ca. 35 kg Futter drin, aber keine offene Brut mehr. Es sind auch nur noch einige verdeckelte Brutzellen vorhanden. An den Waben der unteren Zarge wären schon noch leere Zellen, in die die Königin stiften könnte. Weiselzellen oder Nachschaffungszellen sind auch keine vorhanden.
    Ist das Volk nun Weisellos? Warum hat das Volk keine Nachschaffungszelle gezogen? Falls das Volk weisellos ist, ist es jetzt noch möglich, eine gekaufte begattete Königin zuzusetzen? Von der Bienenmasse her wirkt das Volk noch sehr stark!

  • Hänge eine Wabe mit Stiften und jüngster Brut ein. Nach drei Tagen schaust du nach ob Weiselzellen angesetzt sind.
    Eine Köngin kannst du noch zusetzen. Aber warscheinlich macht die Alte nur Pause.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo!
     
    Ich hatte das gleiche Problem. Meine Brut war Anfang September schon komplett ausgelaufen, die obere Zarge war voll mit Futter + Honig und in der unteren war/ist noch Platz zum stiften. Weiselprobe ergab, dass sie eine Königin haben (aus diesem Jahr, vom Volk selbst gezogen). Ich denke, die haben sich wirklich schon zur "Ruhe" begeben !:lol:

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Hallo


    Ich denke auch, das in Völkern die jetzt keine Brut mehr haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Jungweisel drin ist, die noch nicht in Brut gegangen ist. Wenn die Fluglochbeobachtungen ein normales Bild ergeben dann kann man sich beruhigt zurücklehnen und auf das Frühjahr warten.
    Hatte voriges Jahr im Oktober eine Weisel tot vor dem Flugloch eines Volkes liegen, die hatten sich eine junge nachgezogen, alles bestens.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Begattungserfolg ist abhängig vom Wetter, (Temperatur ,Sonne etc.) und vom Vorhandensein von ausreichend Drohnen.
    Wenn diese beiden Komponenten stimmen köntest du rein theoretisch noch im November begatten lassen.


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo,
    komme grade vom Bienenstand, um die Futtermenge zu kontrollieren.
    Alle Völker haben sehr viel Futter (ca. 20 kg) obwohl ich nur ca. 13 kg eingefüttert habe. Sind die letzten Wochen auch schön ins Springkraut geflogen. Ein Volk hat ca. 35 kg Futter drin, aber keine offene Brut mehr. Es sind auch nur noch einige verdeckelte Brutzellen vorhanden. An den Waben der unteren Zarge wären schon noch leere Zellen, in die die Königin stiften könnte. Weiselzellen oder Nachschaffungszellen sind auch keine vorhanden.
    Ist das Volk nun Weisellos? Warum hat das Volk keine Nachschaffungszelle gezogen? Falls das Volk weisellos ist, ist es jetzt noch möglich, eine gekaufte begattete Königin zuzusetzen? Von der Bienenmasse her wirkt das Volk noch sehr stark!


    Hallo Zefix,
    35 kg, bei wieviel Waben?
    Kein Wunder, das da für Brut kein Platz mehr ist.
    Nur noch einige verdeckelte Zellen vorhanden.
    Natürlich, wenn draußen Volltracht herrscht und noch zusätzlich gefüttert wird, bei eingeschränktem Raum, wo soll das denn gelagert werden, außer in jeder freiwerdenden Brutzelle?
    Wz oder NZ sind nicht vorhanden.
    Brauchts auch nicht. Die Königin ist zwar außer Brut, aber anscheinend für die Überwinterung noch brauchbar.
    Wenn Weisellos...eine gekaufte begattete Königin zusetzen?
    Wenn Du eine gute sichere Zusetzmethode weißt, warum nicht?
    Ich würde lieber drei oder vier Leerwaben nach Blühende des Springkrauts in die Mitte des Bienensitzes hängen,damit das Volk nicht direkt auf Futter/Honig überwintert.
    Für Springkraut gilt, soweit ich es bisher gehört oder gelesen habe,*
    entweder noch als Ernte, und dannach einfüttern
    oder als Futterersatz, ohne Fütterung.
    Beides ist anscheinend zuviel des Guten.
    *bislang habe ich daran mehr Hummeln beobachtet, hab wohl die falsche Sorte, die sich hier eingebürgert hat.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
    die 35 kilo sind auf alle 18 Waben verteilt. Platz zum legen wäre schon noch vorhanden. (Allzuviel ist es aber nicht, in den Waben der unteren Zarge an der unteren Wabenhälfte).
    Wenn ich gewusst hätte, das das Springkraut ncoh so krass honigt, hätt ich natürlich weniger aufgefüttert, bzw. nochmal geschleudert. Aber die letzten Jahre war da weitaus weniger los.
    Die Weiselprobe, die ich gemacht habe, ist negativ. D.h. es ist wohl noch eine Königin drin, die grad ne Pause einlegt. Hab jetzt zwei leere Waben im oberen Magazin. Im Oktober schau ich nochmal rein. Aber eigentlich bin ich recht beruhigt. Futter ist drin, Bienen sind drin, Behandelt sind sie auch. Wir scho gut über den Winter kommen!
    Vielen Dank, für die Antworten!

  • Hallo,
    habe ein ähnliches Problem - nur daß bei mir offene Weiselzellen vorhanden sind. Die haben sich also auf jeden Fall eine neue gezogen. Allerdings weiterhin keine Brut - eine neue,stiftende Königin wurde aber nicht akzeptiert. Ich werde da bei besserem Wetter mal reinschauen und Wabe für Wabe durchschauen...kann mir das nicht vorstellen daß die jetzt schon den Laden zumachen...


    Melanie

  • Schönen Abend, liebe Leut,
     
    Zefix, mach Dir keine Sorgen, es ist ganz normal, daß ca. die Hälfte der Völker Mitte bis Ende Sept. aus der Brut geht.
     
    Dies konnte ich die letzten Jahre in unserer Region immer häufiger feststellen.
     
    Seis das Springkraut, seis, die Klimaerwärmung - oder beides zusammen?
     
    Nehm auch an, daß es die Balsamie ist, man siehts an den Futterkosten.
     
    by the way... sieht man sich die vermehrten Fernsehbeiträge über den Klimawandel an......so sollte endlich mal gehandelt werden und nicht immer nur gequatscht......daran ist auch Intensivlandwirtschaft mit Kunstdüngereinsatz nicht unschuldig..........schon mehr hauptschuldig.
     
    Macht was, liebe Imkerinnen und Imker, klärt auf, redet mit den Bauern,
    die Bienenvölker sind die Indikatoren, die uns immer wieder unsere Fehler aufzeigen.
     
    Sorry, für die Verrennung!
     
    Gruß Simon

  • Hallo Melanie,


    dies kommt des öfteren vor, wenn "behandelt" wird.


    Kg. Verlust oder Umweiselung oder Ausräuberei, alles kann vorkommen.


    Diese Problemvölker, kommen immer wieder vor.


    Nicht immer ist der Imker schuld.


    Ums mit Drohns Philosophie zu umschreiben:


    Thats live!


    Man sagt auch: Leben und Sterben.


    Ich sags auf bayrisch: Nix wird schöner mit der Zeit, nix wird besser.


    So long
    Simmerl