Schwarmfang mit Karbol

  • In einer sehr alten Bienenzeitung habe ich den Hinweis gefunden, dass man Schwärme, die sich z.B. in Mauerwerk und anderen unzugänglichen Stellen niedergelassen haben, mittels einer Gabe mit der "Karbolspritze" zum sofortigen Ausziehen veranlassen könne.


    Kann das hier jemand bestätigen und vielleicht mal berichten!

  • Karbol wird in alten Büchern oft erwähnt. ZB. E. Zander beschreibt den Einsatz bei der Honigernte und Bearbeitung seiner Magazine.
    Sogenannte " Repellentien" sind aber aus meiner Sicht nicht mehr zu empfehlen da schon bei der geringsten Überdosierung die Gefahr der Honigverschmutzung gegeben ist.
    Um ein Volk auszujagen geht es bestimmt. ( Vorrausgesetzt man bekommt das Zeug noch.)
    Allerdings würde ich überlegen ob Nelkenöl da nicht die gleichen Dienste tut.
    Der Honig dürfte allerdings in beiden Fällen, auf Grund der hohen Konzentration der Mittel, zum Verzehr nicht mehr geeignet sein.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Ja, die gute alte Karbolsäure. Ich habe noch einen Restbestand aus längst vergangenen DDR- Tagen.


    Das Zeug stinkt bestialisch - der Imker danach aber auch. :oops:


    Ich nutze es heute nur noch um Wespen aus diversen Höhlungen herauszubekommen.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Der Drohn hat auch diese Zeitungen:u_idea_bulb02:und nachgelesen...warum sollen die nicht diese Beobachtungen gemacht haben:daumen:
     
    Der Drohn könnte sich vorstellen, dass dies in gewissen Situationen wirklich hilfreich sein könnte!
     
    Vielen Dank an den Frederöffner:p_flower01:
     
    Der
    Drohn

  • Sie scheuchen das Karbol, wie der Teufel, das Weihwasser.
     
    Wer schon mal damit gearbeitet hat, weiß es.
     
    Soviel ich mich erinnern kann, treibt es sie tief in die Wabengassen zurück, so daß Deine alten Auführungen gut möglich zu sein scheinen.
     
    Es macht sie aber m. E. nach dem Kraftakt agressiver.
     
    Vom Geruch ganz zu schweigen.
     
    So war der gute, alte Karbollappen, das erste Utensil, das in Rauch auf ging, als ich die Bienen vom Vater übernahm.
     
    Gruß Simon

  • Aber zieht ein Bienenschwarm dann tatsächlich samt Weisel aus und sammelt sich woanders? Quasi einfangbereit? So klingt das zumindest in den alten Zeitungen.


    Ob man mit Karbolsäure tatsächlich ein Bienenschwarm aus einer Wand heraus treiben kann - weiß ich nicht. Bei Wespen ist das so, das sie nach Gebrauch der Säure nie wieder kommen.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo,
    "Karbolineum" leitet sich wohl von Karbol ab (schätze ich). Dieses Holzschutzmittel ist seit Jahren verboten. Wohl mit Recht.
    Wiki spricht bei Karbol (Phenol) von einem Nerven- und Zellgift.
    Wollt Ihr das wirklich anwenden und gleichzeitig über Gefahren für den Imker bei der (relativ gering dosierten) Anwendung von Ameisensäure und Oxalsäure (auch nicht so ohne) diskutieren? Nich wirklich, oder?

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Ach Berggeist,
    du hörst schon wieder die Flöhe husten. Es hat jemand eine Frage gestellt die wurde - beantwortet. Richtig?


    Und jetzt kommst du daher und erzählst was von einem Nerven- und Zellgift. Das Thema ist durch - verstehst du? Karbolsäure ist ein alter stinkender Hut. Kein Imker nutzt die Säure mehr. Außer ich - zum Wespen vertreiben. :roll: Ich mag die Viecher nicht !!


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!