Frage zur Biologie der Varroa

  • Hallo Miteinander,
    in dem von Sabine eröffneten Thread
    "Null-Behandlung..."
    schrieb ich in einem Beitrag, das sich Varroa durch Bienenverflug vermischen könnten und dadurch ein schädigender (?) Heterosiseffekt eintreten könnte.
    Nun habe ich mal weiter nachgedacht...
    Die Weibchen der Varroa vermehren sich in der Zelle, der erste Nachwuchs ist ein Männchen, die nächsten sind Weibchen, diese paaren sich dann.
    Wie soll es da zu einer Vermischung kommen?
    Wie kommt es da überhaupt zu einer "normalen" Vermehrung?
    Ist das nicht schon eine Selbstung?
    Ist das nicht Inzucht?
    Einzige Möglichkeit eine genetische Fortentwicklung zu bekommen ist die freie Verteilung der Allele, also Zufälle, oder?
    Besteht die Gefahr, das Tiere mit so engen genetischen Bahnen durch Manipulationen schneller auf andere Lebenumstände geprägt werden?
    Fragen zu genüge...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Nigra,
    habe ich auch schon, bestimmt jeder von uns.
    Könnte da nicht die Ursache "unseres" Varroaproblems liegen?
    Da dies die einzige Möglichkeit einer Vermischung ist,
    müsste man wissen, ob dieses bei ihren ursprünglichen Wirt auch vorkommt.
    Ich habe gelesen, das A. cerana bei steigender Varroapopulation abschwärmt und Waben mit Brut in Stich lässt.
    Wissen die Bienen, was auf sie zukommt?
    Haben sie vielleicht einen "Zählmechanismus" als Auslöser?
    Worauf ich hinaus möchte:
    Eine an ihren Wirt angepasste Varroapopulation könnte eine sein,
    die sich nur durch "Einzelhaft" (Wink an Henry) vermehrt,
    die Gefahr für den Wirt lauert da, wo "Gruppenhaft" vorkommt.
    Wenn durch neue Milben im Volk, wo und wie immer sie auch in das Volk gelangen, aus den "friedlich nebenherlaufenden" durch Mehrfachparasitierung "Killer" werden.
    Ist das auszuschließen?
    Gibt es da Untersuchungen drüber?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Bedeutet das dann, immer wenn es zu einer "Kreuzung" kommt, entsteht eine Hybride ggf. mit Heterosis (und worin besteht die dann?)?
    fragt
    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Lothar : die Varroen einer Muttermilbe treffen sich am "Familien-Fraßloch/Kotplatz" , dazu müßte man ausmessen, wie weit bei Mehrfachparasitierung diese Plätze auseinanderliegen.
    Soweit ich weiß, begattet das Männchen seine Schwestern genau dort - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein anderes Männchen zum Zuge kommt?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen