Meine erste AS-Behandlung

  • Liebe Bienenfreunde,


    ich habe bei drei Völkern den dritten Durchgang meiner Behandlung (jeweils nach drei Tagen) hinter mir:


    Erste Behandlung 12 ml AS
    nach 24 Stunden Abfall ca. 95 / 30 / 40 Milben 3 Puppen am Abflugbrett


    Zweite Behandlung 18 ml AS
    nach 24 Stunden Abfall ca. 130 / 40 / 40 Milben


    Dritte Behandlung 24 ml AS
    nach 24 Stunden Abfall 60 / 20 / 30 Milben + erstmals gesamt ca. 200 tote Bienen :-( keine Puppen ...


    Würdet Ihr eine 4. Behandlung in 1 Woche machen und/oder im Spätherbst eine OS-Behandlung?


    Vielen Dank für Eure Mühe.


    Liebe Grüße!

  • Ich würd warten - 5 - 10 Tage - Windel unter schieben - gucken. Oder guck hier http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=18143 - da gibts noch die Befallsermittlung anhand der Auswaschmethode. Das getraue ich mich aber nicht. Die scheint aber genauer zu sein - dazu gibts auch Videos wo erklärt wird wie man die macht bei iwf.de .
    Wie dem auch sei ich frage mich was du erreichen willst - 100% Milbenfreie Völker? :)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Lieber Olli,


    100% Milbenfreie Völker wär schön, das ist aber nur ein Traum und war nicht mein Ziel. Ich kann mir diesen Verlauf des Milbenabfalls nicht erklären und bin mir einfach unsicher. Werde so vorgehen wie Du beschrieben hast. Wenn´s nach mir ginge, würde ich am liebsten nicht mehr behandeln. Und vor der OS Behandlung habe ich Angst. Nicht vor der Behandlung selbst, aber vor den Kristallen, die innen und außen und vermutlich lange zurückbleiben.

  • Wenn du träufelst hast du keine Kristalle. Ich bin da ganz entspannt und mach erstmal alles nach Vorschrift z.B. wie es niedergeschrieben steht. Das ist aus meiner Sicht für mich das Beste da mir für alles andere die Erfahrung fehlt. Wenn die Völker nächstes Frühjahr wohl auf sind bin ich froh und werde es nächstes Jahr genau so wie dieses Jahr machen.
    OS Behandlung mit träufeln machen viele viele Imker ... wenn die wirklich soo gefährlich wäre würden mehr Imker die nicht machen. Es ist ja nicht so dass man da Plutonium rein schmeißt sondern nur Oxalsäure. Also entspannen :)
    Olli

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  • Und vor der OS Behandlung habe ich Angst. Nicht vor der Behandlung selbst, aber vor den Kristallen, die innen und außen und vermutlich lange zurückbleiben.


    Da würde ich mir nicht allzuviel Sorgen machen, Du behandelst im Herbst, bis zur wirklichen Arbeit an den Völkern im Frühjahr ist die OS dank Kondenswasser, Totenfall u.a. reichlich raus. Damit auch das Risiko des Inhalierens

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Wenn du träufelst hast du keine Kristalle.
    Olli

    Stimmt, denn die OS ist nun in Lösung. Ist das Lösungsmittel verdunstet, sind die K. wieder da.
    Unser frisch gebackener I.-Geselle hat uns unlängst dringend vor OS gewarnt. In kristalliner Form durchdringt es die Haut und schädigt langfristig die Nerven.
    Und wer möchte ausschließen, dass er nie auf den Rahmen kleckert und nicht irgendwann die dort auskristalliesierte OS mit der Haut berührt? Er als Profi müsse bei Behandlungen sehr aufpassen - im Falle eines Falles sei die Berufsgenossenschaft recht knickerig. Übrigens sind für ihn nicht zugelassene Mittel/Methoden tabu. Ganz im Gegensatz zum dehnbaren Zulassungsgewissen vieler Hobby-I.


    MfG
    Hermann

  • Danke für Euren Rat.


    Allerdings habe ich schon den Verdampfer gekauft. Das Verdampfen selbst halte ich für unproblematisch, weil ich ja 30 Meter weggehen kann. Dass die Kristalle allerdings bis im Frühjahr weg sind, bezweifle ich. Das kann vermutlich niemand garantieren. Ich werde die Beuten außen mit Schlauch abspritzen. Aber innen dringt der Dampf in jede Ecke, er ist überall.


    Ich würde also nach einer solchen Behandlung als Sicherheitsmaßnahme nie ohne Handschuhe arbeiten, die ich nachher gründlich abwasche. Ich würde auch die Maske aufsetzen, die das Einatmen von OS-Kristallen verhindert. Vielleicht dumm, aber einfach als Vorsichtsmaßnahme.

  • Bei uns darf man nicht verdampfen - träufeln schon. Das liegt daran weil die Deutschen jeden Furz drei mal um drehen und bei jeder noch so unwahrscheinlichen Gefahr panisch schreiend durch die Straßen rennen.
    Lies Wikipedia zu Oxalsäure ... solange du Oxalsäure nicht mit Kokain verwechselst besteht keine Gefahr (wobei Kokain auch nicht gefahrlos ist ;) ) lese ich da raus.
    Bei uns hier in Ostdeutschland haben die sich hier mit Asbest zu gebaut - Dächer wurden mit sogenannten Edernit Platten gebaut. Das Zeug gibts heutzutage noch haufen aber wirklich dran gestorben sind nur die welche tagtäglich inhalliert haben - also Bauarbeiter die Asbest verarbeitet habe. Ich kaufe mir irgendwann auch noch einen Verdampfer (oder bau mir einen) ... verrückt machen lass ich mich jedenfalls nicht.
    Olli

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  • Hey Olli,


    erst:


    Lies Wikipedia zu Oxalsäure ... solange du Oxalsäure nicht mit Kokain verwechselst besteht keine Gefahr (wobei Kokain auch nicht gefahrlos ist ;) ) lese ich da raus.


    dann:


    ... aber wirklich dran gestorben sind nur die welche tagtäglich inhalliert haben - also Bauarbeiter die Asbest verarbeitet habe.


    warum zitierst Du zu dem Einen eine Quelle und ignorierst sie beim Anderen?


    wikipedia schrieb:

    Beim Umgang mit Asbest und dem Bearbeiten asbesthaltiger Materialien werden Asbestfasern freigesetzt. Gelangen diese in die Lunge, können sie schon bei geringer Belastung die so genannte Asbestose auslösen.[2] Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Bindegewebes, welche Atemnot, Lungenfunktionseinschränkungen und in schweren Fällen Ateminvalidität zur Folge haben kann. Sie erhöht ebenfalls das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.[2] Die Exposition zusammen mit anderen Schadstoffen kann das Lungenkrebsrisiko noch vergrößern. So ist bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko bei Asbestbelastung wesentlich höher als bei Nichtrauchern. Außerdem ist Asbest einer der wichtigsten Auslöser des Pleuramesothelioms, eines Tumors des Rippen- und Lungenfells.


    :lol: Tom

  • Onkel Tom - hast mich erwischt. Es ist bissel missverständlich rüber gekommen ggf - ein zitierter Text zeigt deutlich, dass nur der Einbau von Asbest nicht die Gefahr ist sondern der Umgang bzw das Einbauen wenn man es selbst macht. Auf die Oxalsäure bezogen meine ich damit, dass es, genau so wie beim Asbest, heiser gekocht wird als gegessen - ergo mehr Wind um wenig Gefahr gemacht wird.
    Olli

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