Honigprämierung + Konsistenz

  • Eigentlich wollte ich dieses Jahr mal an einer Honigprämierung teilnehmen. Ich hatte zu Monatsbeginn die Sommertracht geschleudert, doch der Honig kandiert erst dieser Tage zur Abfüllreife.
    Da ich kein Freund davon bin, den Honig durch "Impfung" mittels Fremdtracht zu verschneiden, der letzte Abgabetermin netterweise der 31.08. ist, hat es sich somit erledigt.


    Gibt es noch ausstehende Honigprämierungen zu einem realistischen Termin für unverschnittenen Honig?
    Wohlmöglich dient diese Prämiererei eh der eigenen Eitelkeit...

  • Vorsicht, Radix:


    'Oranje Salzgitter/HI schrieb:

    Sommertracht

    das riecht doch verdächtig nach "fehlender Sortentypizität". Und dann Prämierung in Fulda? Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt... :p

  • Vorsicht, Radix:
     
    das riecht doch verdächtig nach "fehlender Sortentypizität". Und dann Prämierung in Fulda? Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt... :p


     
    ........prämiert werden letztendlich doch alle(muß ja kein Spitzenplatz sein :wink:). Allein die Teilnahme ist doch schon etwas besonderes. Es gibt vermutlich keine Honigbewertung die eine so vielschichtigen und überregionalen Vergleich ermöglicht.
     
    Vielleicht sollten wir im nächsen Jahr Jahr in zwei Kategorien starten.
    Mischblüten und Sortenhonige :roll:
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ich habe immer noch einen Platz gefunden - und wenn`s der letzte war... :cool:


    @ Daniel: Wenn wir den Test ausweiten, müssen wir noch `n Tag dranhängen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • @ Daniel: Wenn wir den Test ausweiten, müssen wir noch `n Tag dranhängen...


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    wenn wir am Samstag um 15.00 Uhr starten und am Sonntag um 15.00 Uhr enden dann est das rechnerisch eher ein Tag. 20 Honige in Folge zu probieren ist sowieso schwierig. Ich überlege ja auch schon, wie man es gestalten könnte. Es muß ja aber auch moderierbar bleiben und was zählt ist ja letztendlich auch der Spaßfaktor. Für die Organisatoren soll es ja auch eher weniger, als mehr Arbeit werden.
    Eine Möglichkeit wäre natürlich, nur Mischblütenhonige zu bewerten.Die dürfte ja eigentlich jeder haben und die Besonderheiten würden außer Konkurenz laufen. Ein sehr gut gemachter Rapshonig (:daumen:-christian ) lässt sich eben leichter Bewerten als ein schöner Mischblütenhonig. Da fehlt es eben an der direkten Vergleichbarkeit.
    Auch die Imker mit den Spezialitäten wie Kastanie etc. haben es nicht leicht. Und wer das Pech hatte , das sein Honig von der Kastanie in der Verkostung überrundet wurde hatte sowieso ein Problem. Die zuletzt durchlaufenden Honige sind aufgrund der überlastung der Geschmacksnerven auch schwieriger zu bewerten. Auch fehlt die Möglichkeit, zwei Honige im direkten vergleich noch einmal bewerten zu können. Das ging beim Testset zu Hause ganz prima. Da ließen sich mit etwas zeitlichem Abstand alle Feinheiten herausschmecken.
     
    Das Wichtigste für mich ist der Spaßfaktor und das alle ein "Gesicht" bekommen. Das Hotel ist schön, die Verpflegung spitze und die Leute alle super nett. Was will man mehr ? Was zählt ist der Spaßfaktor und der ist bei 100 %.
     
    Viele Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Kollegen,
    zum Thema Honigverkostung hätte ich einen abwegigen Vorschlag. Honig pur reinschaufeln oder fett aufs Brötchen ist schwer zu beurteilen und auch recht bieder. Wie wäre es, jeder Teilnemer lässt sich ein Tapas einfallen, oder er klaut es aus dem Kochbuch seiner Oma. Was kann man mit Honig noch alles machen, einfach und Fingerfoodgeeignet, außer Honigbrötchen. Minihäppchen Ziegenfrischkäse mit Kräutern der Provence und Lavendelhonig, Rippchen gegrillt mit Honigbarbecuesosse, Jogurt mit Honig und Nüssen usw... Das würde den Honig interessanter machen, bestimmt viel Spaß bringen und auch gegenüber den Kunden eine Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten und damit des Bedarfs bringen. Oder eine besondere Vermarktungsidee könnte prämiert werden wie Honig vom Limes im Tonkrügchen oder Kompletthonig mit allen Pollen einer Saison von Radix :-) . Vielleicht Abwegig, aber sicherlich besser als 2o verschiedene Honige hintereinander reinschieben. Vergleiche auch Primeurverkostung unter www.lieblingsimker.de Freunde Frankreichs Kultur Primeurverkostung, bringt immer viel Spaß.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Eine Möglichkeit wäre natürlich, nur Mischblütenhonige zu bewerten.


    Moin Daniel,


    probieren schon, aber bewerten?
    Keiner hat Einfluß darauf, wie die Mischung wird. Und die ist auch noch jedes Jahr anders. Pech für den, der Buchweizen in der Region hat... :cool:
    (Ich weiß, es gibt ein paar Perverse, die mögen den, genauso wie Bienenbaum-Honig...:wink:)


    Was also willst Du bewerten?
    Sauberes Etikett? Kein Flecken am Glas und Deckel? Farbe? Geruch?


    Zitat

    Das Wichtigste für mich ist der Spaßfaktor...


     
    Allemal...:daumen:


    @ Wolfgang: Deine Idee mit den Rezeptsammlungen finde ich gut.
    Nicht das Übliche mit Met, Salben usw sondern "Kochen mit Honig".
    Unsere Kunden wird`s freuen und unserem Umsatz tät`s gut.


    Könnte man doch im Forum als Thread sammeln.



    Wie wäre es, wenn mal ein "anerkannter" Wein-Sommelier Honig beim IFT verkostet?


    Der schmeckt nicht nur Nuancen, er kann sie auch benennen.
    Und das ist es doch, woran es bei uns mangelt.


    Ich könnte mir vorstellen: 10 Honige verkosten lassen, benennen lassen und dann von den IFT-Teilnehmern nachschmecken üben.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Oranje,
    die Honigprämierung wird von Deinem Imker-Landesverband durchgeführt. Du kannst also nur dort teilnehmen, weil die Kosten bezuschusst werden, mit in der Regel 50%.


    Die Honigprämierung dient zum einen dem Einüben der Vermarktung im Honigglas des Deutschen Imkerbundes, zum anderen wird eine Analyse im Labor angefertigt.


    Die wesentlichen Parameter sind Sauberheit, Konsistenz (fest/flüssig), der Wassergehalt, dann die Invertasezahl sowie die Pollenherkunft.


    Die Pollenanalyse ist für mich der entscheidende Grund zur jährlichen Teilnahme, bereits das zehnte Mal. Die bislang festgestellten botanischen Herkünfte der Pollen in meinen Honigen umfassen 44 Pflanzengruppen. Ich wandere nicht mit den Bienen, sondern sie stehen in einer ausgeprägten Gartenlage ohne Landwirtschaft.


    Diese Honigprämierung nach dem Prüfbogen des Deutschen Imkerbundes ist nicht zu vergleichen mit Honigverkostungen, die rein sensorisch, analog zu Weinverkostungen, inklusive entsprechender Honiglyrik zu ihrer Charakterisierung ablaufen.


    In manchen Landesverbänden ist übrigens auch eine Rückstandsanalyse des Honigs auf Varroabehandlungsmittel mit eingeschlossen.


    Ich würde jederzeit zur Teilnahme an einer solchen Honigprämierung raten, um die eigene Arbeit mit einer geringen Kostenbeteiligung überprüfen zu lassen.


    Beste Grüße sendet Bienen-Freund

  • Hallo !
     


     
    Ich würde jederzeit zur Teilnahme an einer solchen Honigprämierung raten, um die eigene Arbeit mit einer geringen Kostenbeteiligung überprüfen zu lassen.
     
    Beste Grüße sendet Bienen-Freund


     
    Genau deshalb nehmen wir an der Landesprämierung Teil, die Analyse ist "Kostengünstig" ... und das keine Stippen im Honig sein sollen und der Deckel zu ist und das Etikett gerade sitzt sind doch selbstverständliche Sachverhalte ....
     
    ... und wenn die dann auch noch sagen das der Honig gut war dann will ich doch zufrieden sein.



    @Oranje


    Unser Landesverband hatte Abgabetermin am letzten Samstag (also den 29.08.) ... habe unseren Prämierungsbeitrag pünktlich ca. 90min vor Annahmeende abgegeben ... ;-)


    Der örtliche Imkerverein mach auch noch eine eigene Prämierung ... die haben am 14.09. Abgabetermin ...


    Leider sind diese Prämierungen nur für Mitglieder ... also nicht offen !


    Warum nimmst Du dann nicht mit Deinem Frühjahrshonig an der Prämierung teil ?
     
    Gruß
    B.K.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht () aus folgendem Grund: ... etwas vergessen ... Titelbezug !

  • Hallo Oranje,
    die Honigprämierung wird von Deinem Imker-Landesverband durchgeführt. Du kannst also nur dort teilnehmen...


    Das ist nicht ganz richtig. Letztes Jahr habe ich in einem anderen LV (Weser-Ems) teilgenommen. Das war überhaupt kein Problem, was ich auch gut und richtig finde. Gebe aber zu, dass das wohl nicht üblich ist. Der LV der Hessischen Imker hat auf meine Anfrage nicht einmal reagiert, was ich schäbig finde. Als DIB-Mitglied sollte ein Vergleich landesweit möglich und erwünscht sein.