Hinterbehandlungsbeuten für Ablegerbildung

  • Hallo,
    ich habe mir einige 2 räumige Hinterbehandlungsbeuten zur Ablegerbildung im nächsten Jahr zugelegt, teils auch schon Überwinterung. Grund ist das man solche Beuten günstig bekommt und ich nicht noch mehr Geld ausgeben kann. Sie haben auch DNM wie ich bei den Magazinen verwende. Ich denke der Platzbedarf sollte doch für Ableger reichen. Hat jemand Erfahrung damit ? Gibt es sonst noch Tipps was zu beachten ist ?
    Grüße
    Thomas

  • Hat jemand Erfahrung damit? Gibt es sonst noch Tipps was zu beachten ist?

    Ja ich, beim Zersägen ist auf Beschlagteile und Nägel zu achten. Das Glas der Schiebefenster ist getrennt zu entsorgen.


    Ablegerbildung in Hinterbehandlern ist wegen der fehlenden Verstell- und Erweiterbarkeit aufwendig. Kurze Völkerkontrollen, die man im Magazin ohne eine Wabe zu ziehen macht (Rauch in die Gasse, Brut und Futter gesehen, Ende) gehen nicht in der Hinterbehandlung. Hoffmannsseitenteile, die idealen Wander-Magazin-Rähmchen, gehen in Hinterbehandler gut rein aber nieeeeeeeeee wieder raus. Vereinigen durch Aufsetzen geht nicht. Zusammenlegen mit Weisellosen geht nur durch Umhängen. Einen Ableger mal eben zur Verstärkung und Umweislung auf ein Wirtschaftsvolk aufzusetzen geht nicht. Ableger verkaufen auch nicht.


    Ich hab' vom Peter 3 B52-Beuten und mit denen geh ich auf Märkte, weil die gut aussehen und als Schränke taugen. Bienen kommen da unabgesägt nicht mehr rein.


    Einzige nutzbare Alternative wär absägen an der Raumgrenze und unteren Raum als Oberbehandler benutzen. Aber schön ist das auch nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • [quote='Henry','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=202709#post202709'].
     
    Ablegerbildung in Hinterbehandlern ist wegen der fehlenden Verstell- und Erweiterbarkeit aufwendig.
     
    -Reichen 24 Rähmchen nicht für den Ableger ? Erweiterung durch Freigabe des 2 Raumes ?
     
    Kurze Völkerkontrollen, die man im Magazin ohne eine Wabe zu ziehen macht (Rauch in die Gasse, Brut und Futter gesehen, Ende) gehen nicht in der Hinterbehandlung.
     
    -Kontrollen in den Ablegern wollte ich fast vollkommen eingesparen wenn der Polleneintrag OK aussieht.
     
    Hoffmannsseitenteile, die idealen Wander-Magazin-Rähmchen, gehen in Hinterbehandler gut rein aber nieeeeeeeeee wieder raus.
    -Ohhh, das ist ein wichtiger Hinweis! :oops: Wollte sowieso mal andere Rähmchen probieren.
     
    Vereinigen durch Aufsetzen geht nicht. Zusammenlegen mit Weisellosen geht nur durch Umhängen. Einen Ableger mal eben zur Verstärkung und Umweislung auf ein Wirtschaftsvolk aufzusetzen geht nicht.
    -In der Tat mehr Aufwand.
     
    Ableger verkaufen auch nicht.
    -Wieso nicht? Hinterbehandler sollen auf einem Holzgestell stehen. Möglich ist also das Aufstellen von Magazinen an der gleichen Stelle. Rähmchen umhängen und fertig. Oder hab ich was übersehen ?:confused:
     
    Ich hab' vom Peter 3 B52-Beuten und mit denen geh ich auf Märkte, weil die gut aussehen und als Schränke taugen. Bienen kommen da unabgesägt nicht mehr rein.
    -Ist das nicht umständlich die immer rumzuschleppen ? Wenn ich damit zurecht komme, und nur dann, können die gerne bei mir ohne vorheriges zersägen entsorgt werden.:wink:
     
    Viele Grüße
    Thomas
     
    P.S. Kann es sein, das die meisten Imker mit Hinderbehandlungsbeuten keinen Computer haben ?

  • Hallo,
    ich habe mir einige 2 räumige Hinterbehandlungsbeuten zur Ablegerbildung im nächsten Jahr zugelegt, teils auch schon Überwinterung. Grund ist das man solche Beuten günstig bekommt und ich nicht noch mehr Geld ausgeben kann. Sie haben auch DNM wie ich bei den Magazinen verwende. Ich denke der Platzbedarf sollte doch für Ableger reichen. Hat jemand Erfahrung damit ? Gibt es sonst noch Tipps was zu beachten ist ?
    Grüße
    Thomas


     
    Henry hat recht. Meiner Meinung nach. Du bildest doch die Ableger, um sie zu Vollvölkern zu machen? Die logische Konsequenz wäre, dass Du auf Hinterbehandlungs- Betriebsweise umsteigst. Die HBB sind bei Freiaufstellung auch nicht toll, irgendwie einhausen musst Du die auch noch. Das kostet auch.
     
    Die Kostenfrage... Schaue mal nach Sabi(e)ne- Beuten; Leimholz...
     
    Habe mir am Samstag zwei Zargen DNM gebaut, inkl. einfachem Boden, Kissen nach Warre und Dach (weils schön aussieht...) ca. 25,- EUR Material, trotz Mehraufwand für Kissen und Dach.
     
    Ich habe zwei aus HBB in Magazin umgesiedelte Völker. Die Rähmchen mit den Abstandsbügeln machen immer wieder Ärger. Bin froh, wenn die mal raus sind, manifestieren wollte ich das auf gar keinen Fall.


    Platz langt für Ableger. 14 Rähmchen gehen pro Raum rein.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • -Reichen 24 Rähmchen nicht für den Ableger ? Erweiterung durch Freigabe des 2 Raumes ?

    Ableger, Zarge drauf, HR drauf = Wirtschaftsvolk

    Kontrollen in den Ablegern wollte ich fast vollkommen eingesparen wenn der Polleneintrag OK aussieht.

    Und wie beurteilst Du Brutnest, Bienenmenge, Futterzustand, Königinnenschönheit, geschlüpfte Zellen. :confused:

    Wollte sowieso mal andere Rähmchen probieren.

    Und die dann immer in der HB-Beute belassen, weil für Magazine sind die ja auch dann wieder nicht kompatibel.

    In der Tat mehr Aufwand.

    Nicht mehr Aufwand - Geht nicht!

    Ableger verkaufen auch nicht.
    -Wieso nicht? Hinterbehandler sollen auf einem Holzgestell stehen. Möglich ist also das Aufstellen von Magazinen an der gleichen Stelle. Rähmchen umhängen und fertig. Oder hab ich was übersehen ?:confused:

    Mach es mal! Und vergleiche mit: Schwamm rein, Gurt drum, Dankeschön!


    Wenn Du frisch umgehängt hast, klappern die Waben. Du mußt also erst Deinen Käufer mit seiner Beute kommen lassen, dann diese Beute aufstellen umhängen, die Bienen aus der Holzkiste rausfegen, 3 Tage warten und noch einen Termin machen ... Ich krieg meine Beuten leer per Post zurück oder gleich neue vom Holtermann. :wink:

    P.S. Kann es sein, das die meisten Imker mit Hinderbehandlungsbeuten keinen Computer haben ?

    Kann es sein, daß die meisten Imker mit Computer keine Hinterbehandler haben? :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Hallo,
    bestimmt hat Henry Recht, er hat auch lange Erfahrung die mir fehlt. An Beutenselbstbau , Sabi(e)ne- Beuten ähnlich, habe ich auch schon gedacht. Leimholz, Bodengitter, Hölzer liegen schon seit einiger Zeit bereit, Spax - Schrauben wurde heute angeliefert. Die ersten Beuten brauchen wohl etwas mehr Zeitaufwand, daher habe ich letzte Woche die Hinterbehandler angeschaut die mir ja schon im letzten Jahr angeboten wurden und kurzentschlossen zugeschlagen. Zum Glück gab es nur noch 7 Stück. Ich weis nun nicht mehr ob das so eine gute Idee war die zu kaufen.....
    Ich werde wohl einfach einen Test machen....
    Ahhhh..., vielleicht kann man Sie zur Rähmchenaufbewahrung verwenden.......
    Grüße
    Thomas


    P.S.
    Ja Henry, Imker mit Computer haben meist auch Magazinbeuten. Könnten alle Imker ohne Computer volle Honigzargen heben ?:wink:

  • Na klar ist das Magazin für größere Imkerei die effektivere Beute.....
    Natürlich ist das Bearbeiten der Völker in Magazinen für den Imker meist angenehmer .....
    Blos: wer wenige Völker hat, kann natürlich auch auf die alten Hinterbehandlungsbeuten zurückgreifen.
    Habe einen Ablegerstand (für max. 14 Ableger), der mit relativ neuen Ablegerkästen in Hinterbehandlungs-Bauart bestückt ist. Und der ist auch dieses Jahr wieder fast voll.....
    Ich habe z.B. keine Hoffmann-Rähmen in meinen Magazinen ,so dass der Austausch der Rähmchen zwischen Magazinen und Hinterbehandlungsbeuten (sind bei mir 4-Raum-Beuten) völlig ohne Probleme möglich ist.
     
    Ich weiß, in der Beutenfrage bin ich z.T. ein ewig Gestriger ...... jedenfalls fliegt bei mir keine Hinterbehandlungsbeute ins Feuer ...... dazu liebe ich das Arbeiten im Bienenhaus, vor den Beuten sitzend, viel zu sehr .......
    ist nur meine Meinung, mehr nicht...... möchte auf keinen Fall, dass ein Anfänger mit Hinterbehandlungsbeuten anfängt!
     
    So, jetzt gehe ich Milben killen, bei eben jenen Ablegerstand.... :wink:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Na klar ist das Magazin für größere Imkerei die effektivere Beute....... möchte auf keinen Fall, dass ein Anfänger mit Hinterbehandlungsbeuten anfängt!


    Das zeichnet den erfahrenen Imker aus! :liebe002: Und ich finde Bienenhäuser ebenso Klasse und unterhalte selber Körbe. Aber imkern würde ich nicht darin. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Na - ich finde es imme noch ganz nett, beim Imkern ein Dach über dem Kopf zu haben.


    So schrecklich sind Hinterbehandler nicht. Man könnte auch die positiven Eigenschaften beschreiben. Stapelfähigkeit, wettergeschützte Aufstellung, wirtschaftliche und bequeme Transportmöglichkeit (bei Einbau in Wanderwagen).
    Man braucht bei mehr als 2 Völkern sowieso einen Schuppen / Gerätehaus, wo man den "Bienenkrempel" liegen hat. Da kann eine Seite auch als "Front" für die Hinterbehandler herhalten...


    Seit drei Jahren habe ich auch (wieder) Bienen in Magazinen. Seegerberger und zwei hölzerne Sebstbauvarianten.
    Es geht, man kann so arbeiten, wenn man mag.
    Voriges Jahr habe ich mir extra einen Schleier gekauft, sowas brauchte ich 35 Jahre lang nicht (im Bienenhaus...)
    Manches funktioniert sehr effektiv. Ab drei Zargen habe ich aber ein massisves Logistikproblem - oder die Bienen haben irgendwann die Nase voll und wollen ihre Ruhe.... Man steht ja auch irgenwie immer in der "Einflugschneise" und ist anders als im Bienenhaus mit den Flugbienen konfrontiert.


    Schwer zu handhaben sind Magazine auch noch - ganze Zargen sind vielleicht nicht schwer aber mindestens unhandlich. Eigentlich müsste man wegen der Dinger in die Mucki-Bude.


    Mein Fazit bisher: Unentschieden.
    Gewiss hat die Magazinbeute einge Vorteile, die Hinterbehandlung aber nicht nur Nachteile -der einzig wirkliche Nachteil, den ich bisher empfunden habe: die Hinterbehandlungsbeute kann nicht mit dem Volk wachsen. Nur zwei Räume möglich. (ja es gab auch "Schrankbeuten" - hab ich aber nicht). Das war übrigens auch der Grund, wieder mit Magazinen anzufangen. Die modernen Bienen sind doch recht vital .....


    Wenn ich aber bei guter Zeit einen Ableger mache, komme ich im Ergebnis weiter, als wenn mein Drei-Zargen-Magazin wegschwärmt, weil ich dann doch unten vorne eine Zelle übersehen habe - oder die Königin nicht finden konnte ....


    Es führen imme viele Wege in die Irre - meiner Ansicht nach sollte jeder angehende Imker ein par Jahre mit Hinterbehandlungsbeuten arbeiten, man kommt irgendwie schneller bei den Bienen "zur Sache" und lernt in der Geborgenheit eines Bienenhauses in aller Ruhe die Harmonie im Bienenvolk kennen, von der ich draußen am Magazin höchstens eine Ahnung erhaschen kann.


    Ja juut - ist mein persönlicher Eindruck. Der interessierte Anfänger sollte sich selbst solche Eindrücke verschaffen, ehe er sich entscheidet.


    Grüße ralf_2


    Natürlich passen Hoffman-Rähmchen nicht gut zu Hinterbehandlern. "Normale" Rähmchen passen ja auch nicht so gut ins Magazin....

  • .....
    So schrecklich sind Hinterbehandler nicht. ........
    Grüße ralf_2
     


     
    Absolut nicht. Schon der Geruch im Bienenhaus ist einzigartig. Und es lässt sich herrlich fensterln...
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Leute,
     
    also ich weiß nicht, was Ihr immer mit den Rähmchen habt ...:oops:
     
    Ich habe bekanntlich auch beide "Sorten" Beuten, meine Rähmchen sind an den Seitenschenkeln mit den Abstandsbügeln versehen und dadurch "kompatibel". Man kann dieselben recht bequem von oben in eine Zarge einschieben.
    Das spezielle Hoffmann-Problem des Festklebens hatte ich mal bei einem zugekauften Ableger 2008 in der HBB, zum Glück waren davon nur 3 Waben drin:lol: das reichte aber schon.
    Ansonsten unterschreib ich den Beitrag von ralf_2 - es gibt keine Vor- ohne Nachteile !! Beides muss jeder für sich selbst entscheiden.
     
    Mein Bienenhaus will ich jedenfalls nicht missen.
     
    freundliche Grüße
     
    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Mein Bienenhaus will ich jedenfalls nicht missen.

    Man kann ein Bienenhaus - so vorhanden - nicht missen wollen und trotzdem die Imkerei im Wesentlichen in Magazinen ausüben. Es ist wichtig, daß nicht vor lauter Nostalgie der HBB vermeintlich Vorteile zugeschoben werden und ihre Nachteile vergessen oder kleingeredet. Sich heute für HBB zu entscheiden bedeutet ganz klar Sackgasse. Das selbe galt schon mal für Körbe. Und davor galt es für Klotzbeuten und davor für Löcher in Bäumen.
    Ich komme auch aus der Zeit der HBB. Ich kann mit Wabenbock und Anstecktisch um und ich finde es niedlich, wenn die Bienen hinten am Klemmbrett sterzeln und die versprengten reinlotsen. Auch die (Zucht-)Arbeit bei Niesel im Bienenhaus ist toll und urig. Nur vergißt man bei all der Romatik leicht, daß ich an den Magazinen das Regenproblem ja auch überhaupt nicht habe. Natürlich würden ich und die Bienen naß, wenn ich da stundenlang in den Kisten suchte. Doch genau das tu ich ja nun gerade nicht.


    Beispiel "weiteren HR geben!": Ich bereite natürlich im ebenso wohlriechenden Bienengerätelagerhaus die Zargen vor, wenn ich sie nicht ohnehin gleich vorbereitet lagere. Komm ich dann damit an die Bienen, hebe ich den Deckel ab und setzte den gleich auf die leere Zarge wieder drauf und setzte die auf's Volk. 12 Volker dauern so mit Geigelei 15 Minuten. Ich brauch also nur 15 Minuten erträgliches Wetter und das kann man eben nicht vergleichen mit einem Tag Arbeit an den HBB.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry, wo versteckst Du denn die Pulle Schnaps mit dem Stamperl bei Magazinen im Freien? :lol: :daumen:


    (Ich habe noch kein Bienenhaus "ohne" gesehen - ist das nur bei uns so?)


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Hallo Wolfgang,
     


     
    ich als Standimker auch nicht. Deshalb imkere ich in Magazinen im Bienenhaus. HBB sind wirklich zu klein. Wenn schon, dann 2 HBB zu einem 4 Etager umarbeiten.