Sammelthread - wie schädigen Varroazide unser Bienen?

  • Hier soll eine wissenschaftliche Sammlung von Arbeiten entstehen, die zeigen, wie die verschiedenen Akarizide auch die Bienen schädigen. Akarizide sind immer auch Insektizide.


    Hier der Anfang:

    Synergistic Interactions Between In-Hive Miticides in Apis mellifera


    Giftigkeit für Bienen erhöht sich bei der Mischung von Coumaphos (Checkmite+/Perizin) und Tau-fluvalinate (Apistan)
    http://www.bioone.org/doi/abs/10.1603/029.102.0202?cookieSet=1&journalCode=ecen

  • Evaluation of Secondary Effects of some
    Acaricides on Apis Mellifera Intermissa
    (Hymenoptera, Apidae): Acetylcholinesterase and
    Glutathione S-Transferase Activities


    http://www.eurojournals.com/ejsr_21_4_07Wahida.pdf


    flumethrin, amitraz, thymol and thymol blended with essential oils


    Flumethrin = Bayvarol


    Zitat

    Our results indicate that treatments with acaricides led to increased GST activity in the larvae and pupae
    compared with the control group. In emerged and nurse bees, only colonies treated with synthetic
    acaricides (amitraz and flumethrin) showed an induction in the AChE activities due to toxic stress.


    Auch interessant in diesem Zusammenhang:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=17411

  • The Effects of Miticides on the Reproductive Physiology of Honey Bee
    (Apis mellifera L.) Queens and Drones


    http://medical.wesrch.com/pdf_…y_of_honey_bee__apis_.pdf


    Zitat

    Several studies have shown negative effects of miticides on the health of colonies and individuals within the hive (Cox et al. 1989, Duff and Furgala 1992, Currie 1999, De Guzman et al. 1999, Rinderer et al. 1999, Westcott and Winston 1999, Ellis et al. 2001, Fell and Tignor 2001, Skinner et al. 2001, Haarmann et al. 2002, Pettis et al 2004). The most alarming findings regarding the use of miticides have been the effects on the reproductive physiology of queens and drones.

  • Lieber Bienenfreund,


    es ist sehr anstrengend, laufend Links zu verfolgen.
    Ich fände es informativ, wenn man kurz den Inhalt zusammenfassen, und für diejenigen, die unbedingt selbst nachlesen wollen, verlinken würde.


    Das gilt m.E. insbesondere für fremdsprachige Informationen.


    Grüße ralf_2

  • Morgen an alle.


    Der Mann überrascht immer wieder mit der wahnsinns menge an fundiertem Fachwissen. Mit den Verlinkungen schließe ich mich Ralf ein wenig an, ist halt soch viel Lesestoff.


    Wer heute noch mit Pperizin und Apistan Resistenzen zuasten der Bienen züchtet, der hat ein wenig gepennt. Gibt doch noch sicherlich paar weniger giftige Wege an ein gesundes Bienenvolk zu kommen.


    Erfurcht und nicht Härte!!


    Grüße Stephan

  • Hallo Ralf,


    tut mir leid, ich habe selber viel am Hut - da bleibt nicht viel Zeit um Übersetzungen oder Zusammenfassungen zu schreiben! Ich muss es ja auch lesen.


    Vielleicht erklärt sich jemand bereit, die aufgestöberten Materialien zusammenzufassen?


    Zusammenfassend in einem Satz:
    (Akarizide ) sind auch immer Insektizide.


    Eine weitere Mini-Zusammenfassung von mir: "Organische" Säuren, aber auch die herkömmlichen Varroa-Bekämpfungsmittel wirken schädlich auf den Bien. Mal stärker, mal weniger stark. Einer der Links oben zeigt auch, dass die Verwendung von zwei verschiedenen Bekämpfungsmitteln das Einzelne giftiger für die Bienen macht. Also zwei schwach giftige Varroazide ergeben zusammen ein tödlicheres Gemisch als einzeln.


    Varroazide wirken auf die Fortpflanzungsfähigkeit, wirken direkt auf die Brut, reichern sich unterschiedlich im Bien an und einige wirken wieder auf das Acetylcholinrezeptorsystem! Ist doch interessant, wie immer wieder auf die armen Rezeptoren im Nervensystem der Honigbienen eingeprügelt wird.


    Weiter ist interessant, dass Varroa-Bekämpfungsmittel auch Wirkung auf das reichhaltige Mikrobenleben im Stock zeigt: Laut einer Studie der amerikanischen Agrarforschung (http://www.ars.usda.gov/is/AR/…e/aug98/bees0898.htm?pf=1) der Mikrobiologin Martha A. Gilliam gibt es 8.000 verschiedene Mikrobenarten in einem Bienenstock! Wer überblickt da die Wirkungen von Varroaziden? Wer mag mit heutigem Wissensstand beurteilen, was eine Anwendung von XY wirklich im Ökosystem Bien verursacht?


    Doch diese Überlegungen sollten hier nicht fortgeführt werden, denn hier sollen Arbeiten dazu gesammelt werden, welche Varroa-Bekämpfungsmittel wie auf welche Art den Bien schädigt.


    Bernhard

  • Es ist schon i.O. so Bernhart - schreib ruhig die englische Zusammenfassung hier rein.
    Die Studien sind ohnehin nur für Leute interessant, die Englisch lesen und verstehen können da man mit einem Übersetzerprogramm nicht wirklich weit kommt.
    Das ist zwar jetzt hart aber das ist so.
    Grüße
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Akarizide sind immer auch Insektizide.


    Solange die heimischen Honigbiene nicht aus eigener Kraft mit den Varroen fertig wird, muss der Imker ihr durch ein möglichst schonendes Verfahren dabei behilflich sein.

    Wer schonendere Mittel als Ameisensäure und Oxalsäure kennt, sollte das darlegen und begründen.

    Bloßes Nichtbehandeln –Beispiel Bienenhotel- ist keine Alternative, sondern führt auf direktem Weg zum Untergang des Bienenvolkes.



    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
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    Vertrauen ist gut, (Varroa-) Kontrolle ist besser

  • Dikussionen gehen hier weiter http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=18100 - das bleibt ein Sammelthread

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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"