Innenmaß Hohenheimer Einfachbeute

  • Hallo Leute,
     
    wer von euch hat denn die Hohenheimer Einfachbeute schon selbst zusammengeschreinert??? Das Magazin sieht ja wirklich einfach aus, allerdings bin ich beim Maß nicht mehr sicher.
     
    Bei https://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/einfachbeute.pdf ist in den Maßen für die Griffleisten 380 angegeben, bei der eigentlichen Seitenwand bzw. den unteren Leisten jedoch 390mm. Wenn ich davon ausgehe dass ich die Seitenwand ohne Falz verarbeite kann ich ja 10mm abziehen und wäre auch da bei 380, dann wäre aber die untere Leiste, die nicht mit Falz ist /sein soll zu lang, oder hab ich da einen Denkfehler?
     
    So ich hoffe ich hab jeden verwirrt. Kurz und knapp. Wie soll das Innenmaß sein und bei anderer Materialstärke (19mm oder 25mm) verändert ihr das Aussenmaß oder das Innenmaß?
     
    Gruß
     
    Stefan

  • Die 390 müssen meines Erachtens ein Druckfehler sein, ich habe einige Zargen selbst gebaut, da war nie etwas mit 390 dabei.
    390 mm brauchst Du dann, wenn Du die Eckverbindungen mit Nut machst, wie es auf den Zeichnungen der Uni Hohenheim dargestellt ist. Das halte ich aber für unnötig kompliziert.


    bei anderen Materialstärken verändere ich das Innenmaß, (die Stirnseitenbretter und -Leisten werden dann entsprechend länger) damit die Zargen mit den gekauften ohne äußeren Versatz aufeinandergestellt werden können. Das geht aber nur bei dünnerem Holz (18 oder 19 mm). Bei 25 mm kannst Du nur das Außenmaß verändern, sonst passt kein Rähmchen mehr in die Beute.

  • Hallo


    Innenmaß ist wichtig
    wegen Beespace


    Gruß Uwe


    Grundsätzlich richtig. Ich hatte aber bisher noch nie Probleme mit den zusätzlichen mm in den Beuten aus 18 oder 19 mm dicken Platten. Das einzige was passieren kann, ist dass die Randwaben dicker ausgezogen oder an der Beutenwand neben den Waben noch etwas angebaut wird. Das passiert aber bei den 38 cm Innenmaß der Hohenheimer Beuten sowieso, weil die 10 Rähmchen zusammen ja nur 35, mit Propolisüberzug etc. vielleicht auch 36 cm breit sind. Die Lücke wird fast immer etwas verbaut. Andererseits ist es ohne diese Lücke erst recht Sch..... dann bekommt man die Rähmchen ab der Sommersonnwende, wenn die Völker alles gut verkitten nämlich nicht mehr raus.

  • So, ich hab nun die erste Kiste zusammen (wird aber wohl ein Museumsstück). Geht wirklich ohne Probleme naja, bis auf die Abweichung um 2 Grad (bei den eigentlichen 90Grad) :oops:
     
    Maße 479 x 380 mm. Material 19mm Fichte-Leimholz.
     
    Danke nochmal für eure Antworten.
     
    Gruß
     
    Stefan


  • Diese Abweichung kannst Du vermeiden, wenn Du beim Verleimen die Diagonalen der Zarge vermisst. Wenn die gleich lang sind, stimmt auch der 90-Grad-Winkel.


  • Hallo nobody: :Biene:
    Du bist aber schneller als die Polizei erlaubt! Noch bevor ich die "Feder" zücken kann um dir zu antworten, hast du die Kiste schon zusammengenagelt!
    Ich habe als Maschinenbauingenieur schon viele Zeichnungen in der Hand gehabt, aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen! Dabei sehen die Zeichnungen wünderschön aus. Es fehlen nur einige Details. Und es wäre auch schön, wenn es außer dem Längsschnitt in Bild (2) "Magazin", auch einen Querschnitt geben würde. :u_idea_bulb02:


    Was mir außerdem auffällt: In einer vernünftigen Stückliste wird jeder Holzschnitt mit drei Maßen angegeben: Länge mal Breite mal Dicke.
    Kuckst du unter (3) "Der Innendeckel", da ist das auch so gemacht!
    In Pos. (1) "Der Gitterboden" siehst du auch, dass jedes Teil mit einer runden Teilenummer versehen ist.


    Doch zurück zu deiner ursprünglichen Frage: Ja es handelt sich eindeutig um einen Druckfehler! Nach Zeichnung passen die Maße nicht zusammen. Im Folgenden sind alle Maße in mm)! :confused:


    Die beiden Griffleisten sind 380 x 60 x 20. Sie liegen oben an der Kiste und bestimmen somit den Abstand zwischen den beiden Längswänden von 520 Länge.


    Die beiden Leisten am Boden sind ebenfalls 380 x 30 x 20. Sie liegen unten an der Kiste und bestimmen auch den Abstand zwischen den beiden Längswänden von 520 Länge. :daumen:


    Dann gibt es noch zwei Stirnwände, die sind 10 mm länger, weil sie jeweils fünf mm tief in eine Nut eingreifen! Sie sind 390 x 210 x 20.
    Die Nut kannst du schätzen mit 5 x 5.


    Nun zu deiner Frage, ob man die Maße innen oder außen beibehält, wenn die Seitenwände z. B. nur 19 statt 22 mm dick sind!


    Das sollte man nicht pauschal mit ja oder nein beantworten, sondern man sollste sich die Mühe machen, und den "bee space" noch einmal genau nachrechnen.
    Kuckst du:
    Es handelt sich um Zanderrähmchen, die im Maß "L" 420 mm lang sind.
    Laut Zeichnung ist das Längsmaß innen mit 480 minus 40 angegeben.
    Jetzt ziehen wir von den 440 mm das Rähmchen ab, dann erhalten wir 20 mm. Geteilt durch zwei, ergibt pro Seite einen Zwischenraum von 10 mm. Das wäre mir aber schon zuviel. Ich würde den "bee space" auf 8 mm verkleinern, und alle Maße entsprechend verkürzen.
    Das Endgültige Innenmaß sollte 436 mm betragen, und deine Wand kannst du dann so dick machen wie du willst, solange du diese 436 mm innen einhältst! :Biene:
    Für diejenigen, die keine Zeichnung in der Hand halten: Du hast ein Maß angegeben, von 479 mm. Davon musst du noch 40 mm abziehen für die Wandstärke, dann erhältst du 439 mm. Du hast also 3 mm mehr Luft, als ich gerade vorgerechnet habe. Aber Hauptsache es passt!


    Gruß
    Brummhummel09
    :p_flower01:


    PS: Es tut mir leid, wenn ich noch etwas kritisieren muss: Hast du dir einmal vorgestellt, wie du eine schwere Last hochhebst, und du musst dich mit den Fingernägeln an einer Leiste von nur 20 mm Dicke festkrallen?


    Ich würde die Griffleiste so dick machen, dass ich mindestens eine Auflage von 40 mm habe.
    Mein Vorschlag: Ein Vierkant von 40 x 40 x 380 lang, der von Innen angeschraubt (und angeleimt) wird, der aber Außen direkt unter der jetzt vorgesehenen Griffleiste liegt. :u_idea_bulb02:

    Es ist sinnlos das Gatter zu schließen, nachdem die Pferde entflohen sind!

  • Hallo nobody: :Biene:
    .....
    PS: Es tut mir leid, wenn ich noch etwas kritisieren muss: Hast du dir einmal vorgestellt, wie du eine schwere Last hochhebst, und du musst dich mit den Fingernägeln an einer Leiste von nur 20 mm Dicke festkrallen?


    Ich würde die Griffleiste so dick machen, dass ich mindestens eine Auflage von 40 mm habe.
    Mein Vorschlag: Ein Vierkant von 40 x 40 x 380 lang, der von Innen angeschraubt (und angeleimt) wird, der aber Außen direkt unter der jetzt vorgesehenen Griffleiste liegt. :u_idea_bulb02:


    Sorry, aber da muss ich widersprechen!
    Die 20 mm sind ausreichend, dickere oder gar zusätzliche Griffleisten machen die Beuten nur unnötig größer und schwerer.
    Wenn Du einen besseren Griff brauchst, kannst Du die Leisten unten etwas anschrägen. Gegen die Griffmulden, die bei vielen (zumeist recht teuren) Beuten noch immer eingefräst werden, wären auch schon 12 mm Griffleiste ein echter Fortschritt. Bei meinen Selbstbau-Beuten mit 18 oder 19 mm Holzstärke habe ich die Differenz zu den 52 cm mit entsprechend dickeren Griffleisten ausgeglichen. Einen Unterschied zu den Beuten mit 20 mm kann ich in der Handhabung nicht feststellen.

  • Hallo Wulle: :Biene:


    Das mit dem Anschrägen der Griffleiste ist eine gute Idee. Ich hoffe du hast nichts dagegen, wenn ich die UNI-Hohenheim direkt anschreibe, und sie auf gewisse Verbesserungs-Möglichkeiten hinweise. :u_idea_bulb02:


    Die Tiefe des Griffes, kann jeder selbst entscheiden, das ist ein Maß, welches unabhängig von den anderen Maßen ist. Eine andere Möglichkeit (die auch viel besser aussieht), wäre es, wenn man die obere Griffleiste einfach 10 mm dicker macht, also aus einer Leiste 30 mm dick anstatt 20 mm dick. :daumen:


    Das wäre doch ein guter Kompromiss? Oder wenn man eine zusätzliche Leiste anschraubt, dann muss die ja nicht 380 mm lang sein. 200 mm würden mir dicke genügen!


    Gruß
    Brummhummel09 :p_flower01:

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  • Hallo Brummhummel 09,
    Hallo Miteinander,
    natürlich reicht so ein Griff...
    Aber wenn man über einen halben Meter hinweg ins Leere greift und dann noch diesen "blind" suchen muss, ist es besser, wenn man auf ganzer Breite zupacken kann.
    Diese Suche ist sicherlich kein Vergleich zur Griffmulde,
    aber aus meiner Sicht eben nur die zweitbeste Lösung.
    Diese Anmerkung versteht sich aus Sicht der Reihenaufstellung,
    im Zweierblock oder Einzelaufstellung entfällt dieser Einwand wegen der seitlichen Bearbeitungsmöglichkeit.
    Zum Innenmaß:
    wenn man dies einhält, ist die Wandstärke eigentlich egal.
    Sieht außen nur etwas komisch aus, wenn eine Zarge breiter ist.
    Habe selber so was im Betrieb.
    Zum Beespace:
    Vorsicht beim kürzen, der hohe Wert 10 mm kommt meines Wissens auch von der größeren Ohrenlänge des Zanderrähmchen, auch der modifizierten nach Dr. Liebig!
    Nicht das dannach die Rähmchen nicht mehr reinpassen...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hi Leute,
     
    danke für eure Antworten.
     
    @ wulle: Das Verleimen habe ich mir gespart. Bisher nur verschraubt. Ich werde mir wohl noch eine kleine Vorrichtung bauen, damit ich die 90Grad das nächste mal einhalten kann
     
    @ Brummhumml09: Ich habe nur die Zarge zusammengezimmert. Den Boden und den Deckel habe ich noch nicht. Bin mir auch nicht sicher ob ich den selber baue oder doch gleich kaufe.
     
    Mit den Schnitten in der Zeichnung muss ich dir Recht geben. Ich dachte schon ich bin von der Arbeit verwöhnt, da bekommen wir alles in allen Schnitten, mit Einzelausschnitten und 3D :) aber lassen wir das.
     
    Für die Zarge reicht die Zeichnung eigentlich. Die 390 / 380 haben mich nur etwas verwirrt. Achja, die Nut habe ich mir auch gespart. Ich habe also alle Strinseitenteile auf 380 gesägt :) Mit dem Anheben werde ich mir noch etwas einfallen lassen (evtl Hebevorrichtung) und die nächsten Griffleisten vielleicht anschrägen.
     
     
    @ Lothar: Das die modifizierten Zanderrähmchen reinpassen ist wichtig. Auch das were ich nächste Woche probieren und die Zarge mal komplett bestücken.
     
    So nun noch einen schönen Sonntag euch allen.
     
    Gruß
     
    Stefan


  • Hallo Nobody: :Biene:
    Es scheint mir, dass du, alles in allem, deine Kiste doch erfolgreich zusammengeschraubt hast!


    Hier noch eine kleine Anekdote, die diesmal wirklich zum Thema passt:
    Langstroth war ja bekanntlich ein Pastor, der in Ohio in den USA wohnte. (von 1810 bis 1895 ) Er hat sich angeblich als erster ausgedacht, dass man mit beweglichen Rähmchen in einem Bienenstock arbeiten kann.


    Um seine Gedanken in die Tat umzusetzen, hat er nun nicht wie du, eine Kiste selbst gebastelt, sondern er kannte wohl einen Importeur, der Sektkisten aus Frankreich importierte. Von dem nahm er ein paar leere Sektkisten mit und hängte seine Rähmchen hinein. Voila, geboren war die Langstothbeute! :daumen:
    Heute ist sie angeblich die meistgebaute Beute in der ganzen Welt, außer in Deutschland, wo die Zanderbeute führend ist.


    Was ich bis jetzt noch nicht entdeckt habe, ist Sinn und Zweck der Hohenheimer "Einfachbeute". Was bitte ist daran einfach? Und worin unterscheidet sie sich von beisielsweise einer Zanderbeute?
    :-(
    Gruß
    Brummhummel09
    :p_flower01:

    Es ist sinnlos das Gatter zu schließen, nachdem die Pferde entflohen sind!

  • Ach, dann könnte ich mir Sektkisten aus Frankreich kommen lassen?? Den Sekt aussaufen und die :Biene::Biene: bekommen ein zuhause. Davon hätte ja jeder was :lol:
     
    HHmm, tja, was ist an der Hohenheimer einfach :confused: Gute Frage, hast du eine Antwort für mich??
     
    Hat eigentlich jemand das Erlanger-Magazin im Einsatz??