Imkern in der TBH

  • Schönen Abend, liebe Leut,

    warum bauen sie bei der TBH und bei der Warre beim Glas an?
    Weil sie am Glas abrutschen? - Und dies nicht mögen?

    - Frage 1.

    Ich hab 2 TBH´s schon seit über 10 Jahren in Betrieb, leider gleich mod.,
    was heißt ich setz ihnen meine Honigräume Dadant drauf und benutz sie nicht tatsächlich als Trog.

    Es gibt ja auch die TBH´s als Trog mit zwei LS oder Dad. Aufsätzen.
    2 oder 3 Völker im Trog unterzubringen, ist ja auch keine Schwierigkeit.

    Nun aber: Hat jemand schon versucht in der TBH die Zweiköniginnenbetriebsweise?

    - Frage 2.

    Hat sich schon jemand an den griechischen Korb herangewagt?

    Das wär die 3. Frage, dann geb ich Ruh, Tut ench und so weiter.....

    Gruß Simon

  • simon: wieso "leider" gleich modifiziert?
    Wie ich bis jetzt gesehen habe, bilden die Oberträger eine geschlossene Decke. Wie sieht diese Kombination TBH+Dadant aus?


    Sammler: vielen Dank für die Fotos! Sie sind sehr hilfreich. :daumen:
    Welche Topbars werden eigentlich besser angenommen: die mit dreieckigem Querschnitt oder die geraden? Warum machst Du Unterschiede? (Oder sind diese Fragen woanders schon erörtert worden?)


  • Welche Topbars werden eigentlich besser angenommen: die mit dreieckigem Querschnitt oder die geraden? Warum machst Du Unterschiede?


    Hallo!


    Für die Annahme durch die Bienen ist die Wachsbeschichtung entscheidend. Ich habe jedoch keine Annahmeunterschiede in Abhängigkeit von der Form des Oberträgers beobachtet. Wenn ich mit den Waben hantiere, gibt es bei gradem Oberträger leichter Bruch! Insgesamt ist der Naturbau in TBHs wesentlich zerbrechlicher als die üblichen Rähmchen mit Draht und Mittelwand. Bei dreieckigen Oberträgern ist die Verbindung zwischen Oberträger und Wabe etwas stabiler. Ich vermute, weil die Kontaktfläche größer ist. Ich nehme die graden Oberträger für Honigwaben, weil ich die Waben bei der Ernte vom Oberträger schneiden muß. Die Brutwaben will ich ja nicht "ernten", deshalb verwende ich da den stabileren dreieckigen Querschnitt.


    Gruß, Sammler

  • Servus, Valerie,

    ich hab sie so mod., daß ich einen Honigraum aufsetzen kann, also mit Durchgang.

    Naturbau im BR oder HR, ob er glückt oder nicht, ist, glaub ich, meine Meinung, ist gen. bedingt.
    Sie haben sich von uns verziehen lassen, glaub ich.

    Zeit, daß sie uns erziehen, glaub ich.

    Gruß Oisin


  • Das hab ich inzwischen schon öfter gehört.
    Im nächsten Jahr werde ich im Dadant HR mal ein paar gedrahtete Rähmchen mit bewachsten Dreieckleisten dazwischenschieben: Grundkurs Naturbau :wink:
    Oder soll man sowas eher zargenweise machen?

  • Ein schönes Thema! Und das Ganze ohne Streit und Meinungsmache - ein kleines Dankeschön an alle. :p_flower01:


    Simon, da du einer der wenigen bist, die schon etwas länger mit der TBH imkern, eine Frage zur Überwinterung.


    Auf der Seite bienenkiste.de schreibt der Autor:


    Link: http://www.bienenkiste.de/rat/faq/faq.7/index.html


    Zitat

    Die TBH enthält relativ kleine Waben (ca. 890 cm2 Fläche pro Wabe). Entscheidend für eine gute Überwinterung in unseren Breitengraden ist aber ein möglichst langer „Zehrweg“. Die Bienen können im Winter die Wabengassen nicht wechseln (also von einer Wabe zur nächsten gehen), weil sie dann die warme Wintertraube verlassen müssten und erfrieren würden. So kann es passieren, dass Bienenvölker im Winter verhungern müssen, obwohl sie eigentlich noch genug Honigvorräte haben.

    Wie ist deine Meinung zum Thema?


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Liebe TBH-Praktiker und Interessierte,
    wir bringen uns an dieser Stelle in die Diskussion ein. Sie soll dadurch nicht unterbrochen sein.
    Wir haben 2 TBH's, wovon eine im Sommer 2007 mit einem Schwarm besiedelt wurde. Da er 2008 sehr schwach aus dem Winter ging, konnte für dieses Jahr kein Honig geerntet werden. 2009 ist das Volk jetzt sehr stark geworden.


    So sieht die Front der noch unbesiedelten TBH aus:[Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/bk8w-b.jpg]


    Hier ist eine Wabe zu sehen: [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/bk8w-a.jpg]


    Die Sommerbehandlung haben wir auch mit dem schon dargestellten Nassenheider gemacht. Die Winterbehandlung mit Milchsäure ist auf diesem Bild zu sehen. [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/bk8w-c.jpg]


    So weit erst mal zum Vorstellen.
    Herzliche Grüße, Martin.

  • Schönen Nachmittag,

    Dieter, meine TBH ´s sind, wie schon gesagt modifiziert, daß ich meine HR Dadant aufsetzen kann, also nicht typisch....was dazu führte, daß ich ihnen meist übern Winter einen HR ließ als Futterspeicher.

    Außerdem, schließen meine Oberträger, eben aus obigem Grunde nicht dicht an dicht, so daß sie in den HR wechseln können.
    (Hab hier eben ein wenig gemogelt)

    Deshalb kann ich hier keine guten Ratschläge geben (oder weniger Gute)

    Kommt wahrscheinlich von dem Gedanken, unten "stabil" (bewußt gesetzt), oben mobil.
    Der Proko, hats mir eben angetan.:p

    Gruß Simmerl

  • Hallo Sammler,


    erstmal möchte ich zu den "aufwendigen" aber sichtlich gelungenen TBHs beglückwünschen. So schön hätte ich das nie hingekriegt.


    Um etwas Austausch zu bekommen, würde ich gerne ein Fragen zu den Bildern stellen.


    1. Wie ist die Stabilität der der Vierkantpfosten mit den Metallpfostenspitzen? (Mit runden Pfählen ist es manchmal doch ein Leid. Für harten Boden braucht man gutes Werkzeug und zu schmale Pfosten sinken auch mal um, wenn der Boden dann weich wird.)


    2. Wie sind werden die Fluglochverkleinerungen fixiert?


    3. Kann die Windel in der Metallführung auch abgenommen werden, wenn die Beute zwischen zwei Pfählen hängt?


    MfG und wahrscheinlich noch ein paar Fragen



    Zieselmanneken

  • Hallo!


    Dieter Uhlig: Ich glaub nicht, dass die Waben eines TBH zu klein sind und es aus diesem Grund Überwinterungsprobleme gibt. Auf http://www.top-bar-hive.de/page2.php gibt es ziemlich unten auf der Seite unter der Überschrift "Bitte der Größe nach aufstellen" einen ganz interessanten Flächenvergleich verschiedener Rähmchen- und Wabenmaße. Die TBH-Wabe schneidet nicht schlecht ab - sie ist zumindest größer als DN. Ich imkere jetzt schon mehr als ein Jahrzehnt mit Deutsch-Normal und hab Völker sowohl ein- als auch zweiräumig überwintert. Vielleicht mach ich noch mal ein Foto von einer TBH-Wabe mit einer DN-Wabe im direkten Größenvergleich. Vom Gefühl her kommen meine TBH-Waben mir größer und schwerer vor als DN!


    martin Kapp: Tolle Fotos! Im Vergleich zur menschlichen Hand wirkt die Wabe tatsächlich ziemlich klein. Hast du die Beute selbst gebaut? Hast du dazu eine Bauanleitung verwendet? Der begrenzte Platz im TBH ist meiner Meinung nach die Haupt-Schwäche dieser Beutenform (- wahrscheinlich auch der Grund für Simmerls Modifizierung -) und dein TBH wirkt auf den Fotos auf mich besonders klein! Auf der o.g. Webseite findet sich auch die Formel für die Flächenberechnung beim Trapez. Kommen deine Waben auch auf 889qcm?


    zieselmanneken:
    1. Einschlaghülsen: Mein Wohnort Mörfelden liegt in der Nähe des Frankfurter Flughafens im Rheintal. Wir haben Sandboden. Der Metalldorn ist 80cm tief eingeschlagen und hält ganz gut. Wenn ich mit Kraft rüttle, kann ich den Pfosten wohl lockern. Hier im Sandboden lassen sich Pfosten schlecht wirklich solide einschlagen! Den Metallfuß habe ich auch gewählt, weil ich schon viele "faule" Zaunpfähle entsorgen mußte und den Bienen etwas haltbares gönnen wollte.
    2. Fluglochverkleinerung: Die sitzt bei mir etwas "stramm" und läßt sich mit bloßen Fingern nicht wieder rausziehen. Deshalb stecke ich sie einfach nur an ihren Platz und verwende keine weitere Befestigung. Wenn ich mal eine Befestigung benötige, werde ich wohl Vorreiber nehmen.
    3. Bodenbrett: Das Brett ist bei mir genauso lang wie die Beute. Beim Einschieben oder Abziehen stehen die Pfähle im Weg. Die Beute ist allerdings beweglich aufgehängt und kann etwas nach vorne oder hinten "geschaukelt" werden. Dann komme ich mit dem Brett an den Pfählen vorbei. Zum Glück muß ich das Brett "nur" 2 x im Jahr einschieben.


    Die Idee mit der Aufhängung der Beuten hab ich auch von der o.g. Website. Durch die Aufhängung gibt es eine Entkopplung von Erschütterungen im Boden und auch von Staunässe. Die Bienen in meinem TBH reagieren weniger angriffslustig auf meinen Rasenmäher als die in den daneben stehenden Magazinbeuten. Der Rasenmäher reizt die Bienen nämlich nicht wegen Krach oder Gestank, sondern wegen der im Boden übertragenen Erschütterungen!


    Gruß, Sammler