Warre- Erfahrungen und Erfolge

  • interessieren mich. Es gibt zwar eine Vielzahl von Threads, jedoch noch mehr wenn und aber.
     
    Hallo Warreaner!
     
    Inzwischen dürften doch vielfältige Erfahrungen vorliegen.
    Kann mal jemand einen kurzen Abriss zeichnen, möglichst bei Original. Warre- Betriebsweise? Eine Art Zusammenfassung? Bestätigen sich die Erwartungen?
     
    Auswinterung, Volksentwicklung, Vermehrung, evtl. aufgetretene Krankheiten, Honigertrag, Futterverbrauch?
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Auswinterung / Wintersitz / Überwinterung :
    - hervorragend, alle Warrevölker saßen den Winter über eng und ruhig. Die Völker gingen ende November aus der Brut und erst anfang März war wieder spürbar Brutwärme unter dem Kissen zu fühlen.
    Die Völker überwinterten bei kleinem Flugloch ( 3 cm x 2,5 cm) trocken und Schimmelfrei.
    Überwintert wurde auf zwei Zargen ( neun Waben ).
    Futterverbrauch bis anfang Aprill geschätzte 12 - 15 kg


    Frühjahrsentwicklung: Alle Völker entwickelten sich gut und gleichmäßig. Alle Völker waren bis mitte Mai Schwarmreif.
    Alle Völker gaben wunschgemäß einen starken Vorschwarm und eine Ableger ab.
    Königinnen wurden aus überzähligen ausgeschnittenen Schwarmzellen und einer Kelle Bienen im drei-Waben- Kästchen ( Naturbau ) als Reserve problemlos aufgezogen.
    Obstblüte und Frühtracht war bei uns sehr zeitig und wurden praktisch als Aufbautracht verbraucht da die Völker noch nicht die Stäke besaßen um Erträge zu bringen. Der Raps brachte wenig , die Linde honigte gut.
    Honigertrag bei den zweijährigen Beuten eine Zarge ( rund 18 kg).
    Diesjährige Völker wurden nicht beerntet.


    Krankheiten traten in diesem Jahr nicht auf .
    Im Jahr 2008 erkrankte ein Volk an Kalkbrut. Es wurde im August in eine neue Warrebeute gekehrt, aufgefüttert und entwickelte sich normal.
    Die Varroabelastung ist bis jetzt ( erwartungsgemäß ) bei den überwinterten Stammvölkern aus 2008 am größten. Alle 2009 erstellten Völker haben fast keinen Milbenfall.
    Die Völker sind meines Erachtens in Warre / Christbeuten etwas Schwarmfreudiger. Sie entwickeln sich gut , sind vital , und auffallend friedlich, aber etwas kleiner als dies in herkömmlichen Beuten der Fall ist.
    Allerdings muß man damit rechnen ( so meine Beobachtung),das die Leistungsunterschiede zwischen den Völkern größer und augenfälliger sind als bei herkömmlichen Betriebsweisen.
    ( Ich hoffe dies in den nächsten Jahren durch konsequente Auslese in den Griff zu bekommen.)


    Alles in allem ist es eine sehr angenehme und ruhige Art zu Imkern wenn man bereit ist im Interesse der Biene auf Höchsterträge zu verzichten. Sie verursacht nur einen Bruchteil der Unkosten einer herkömmlichen Imkerei, die notwendigen Gerätschaften sind von jedem selbst herstellbar und sie ist auch noch mit relativ wenig Fachwissen erfolgreich zu betreiben. ( Grundwissen vorrausgesetzt !).
    Da ich selbst erst in den letzten drei Jahren auf Oberträgerbeuten umgestellt habe ist es für mich schwierig verbindliche Angaben über erreichbare Erträge zu machen. Aber ich denke 18-20 kg sollten als Durchschnittserträge / Volk/ Jahr auf Dauer drin sein.


    Gruß Finvara


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Hagen,


    deine Frage ist etwas schwierig zu beantworten. Denn, wie Du selbst schon schriebst:


    Inzwischen dürften doch vielfältige Erfahrungen vorliegen.


    Vielfältig trifft es ganz gut. Es sind schätzungsweise 300 bis 500 Warré-Imker weltweit, in unterschiedlichen Regionen, in unterschiedlichen Klimazonen, mit unterschiedlichen Bienen, unterschiedlichen Trachten, unterschiedlichen Vor-Erfahrungen und letztlich unterschiedlichen Fertigkeiten.


    Die meisten Anfänger ohne Bienenerfahrung und ohne Unterstützung durch einen Paten haben es schwerer, dementsprechend ist hier mehr Lernzeit zu verzeichnen. Vor allem bei der Umstellung von auf Rähmchen gekauften Bienen auf Warré passieren da die meisten Fehler.


    Erfahrene Imker oder Anfänger mit Unterstützung durch einen erfahrenen Paten haben es leichter. Das Einzige, was hier einem "Erfolg" entgegensteht, ist der Erfahrungsschatz selbst. Denn im Stabilbau verhalten sich Bienen anders, als Du in Mobilbau beobachten kannst. J. Moerschenbacher aus Kanada ist Berufsimker mit 35 Jahren Berufserfahrung in Nordamerika. Seitdem er vor einigen Jahren mit der Warréimkerei begann, so sagt er, hat er ein völlig anderes Bild vom Bien.


    Im Schnitt schafft es die Mehrzahl, "erfolgreich" mit dem Warrébienenstock zu imkern (wobei jeder erfolgreich für sich anders definieren wird). Wichtig ist hier vor allem die Tracht, denn im Stabilbau ist gutes Flugwetter und gute Tracht besonders wichtig.


    Unterscheiden im Lernaufwand wird sich die Warré nicht von anderen Beuten. Wenn die Beute zum Imker passt, dann lernt er schnell. Passt sie nicht zum ihm, lernt er langsam. Einen Beute kann nicht für alle Imker passen. Muss auch nicht. Bezüglich des Honigertrags: Wie ein erfahrener Imker (>90 Jahre alt) aus dem Verein immer sagt: Nicht die Beute - die Biene bringt den Honig.



    Auswinterung, Volksentwicklung, Vermehrung, evtl. aufgetretene Krankheiten, Honigertrag, Futterverbrauch?


    Auch hier wieder abhängig von Bienen, Klima und dem jeweiligen Winter. Ich versuche meine Verhältnisse zu schildern.


    Auswinterung: Die Bienen sitzen sehr kompakt und gehen recht früh aus der Brut. Der Honigverbrauch (Honig ist bei mir das Winterfutter) ist vergleichsweise sehr niedrig. Schon im März gebe ich zwei leere Zarge unter, die Entwicklung ist dann mit Einsetzen der ersten großen Tracht sehr rapide.


    Volksentwicklung:Wie gesagt, bereits früh explodiert die Entwicklung und findet im Mai den Höhepunkt, meistens von Schwärmen begleitet. Nach dem Abschwärmen baut sich die Stärke des Volkes langsam wieder auf. Nach der Sommersonnenwende tut sich dann nicht mehr viel - liegt aber sicher auch an den hier fehlenden Trachtmöglichkeiten. Im frühen Herbst wird die Brut schon zurückgefahren und sehr früh eingestellt.


    Vermehrung:Ich vermehre nur über Naturschwärme (lasse vermehren). Diese zeigen sich für den Stabilbau als geeigneter.


    Krankheiten: Wie üblich die Varroa+deformed wing virus.


    Honigertrag: Im ersten Jahr gibt es meist keinen Honigertrag, sie bauen meist zwei Zargen aus, auf denen sie mitihrem Honig überwintern. Je nach Einwinterungsstärke gibt es im nächsten Jahr eine Ernte von etwa zwei Zargen pro Wirtschaftsvolk. Das höchste mir bekannte Gewicht einer Honigzarge war in Kanada mit 22 kg gemessen worden. Meist sind sie aber etwa zwischen 10 und 20 kg schwer. Hängt stark von der Tracht und dem Wabenbau ab.


    Futterverbrauch: Wie oben schon beschrieben, sehr sparsam. Sie gehen früher aus der Brut. Auf zwei Zargen wird überwintert, wobei die oberste mehr oder weniger mit Honig gefüllt ist (ca. 15 kg).


    Die Ergebnisse unterscheiden sich. In Kanada überlegt John wie er jetzt damit umgeht, dass er schon über sechs Zargen hoch hinausgebaut hat, und die Bienen immer noch eintragen wollen; in England wartet ein anderer aufgrund der nass-kalter Sommer der vergangenen Jahre immer noch auf einen ersten Ertrag.


    Reicht Dir dieser Überblick?


    Bernhard

  • Ich habe letztes Jahr mit der Warre an gefangen (und überhaupt mit den Bienen). Es ist erstmal einfach ein guter Einstieg gewesen. Honig hatte ich letztes Jahr und dieses Jahr keinen. Die Überwinterung war gut und letztes Jahr wurde das Volk mit schätzungsweise 15 Kg Zucker eingefüttert.
    Das Volk hat einen Vorschwarm ab gegeben - der ist aber wieder ein gezogen weil die Königin gestutze Flügel hatte. Dafür gab es einen fetten Nachschwarm und wohl noch einen. Nach dem ersten Nachschwarm (konnte gesundheitlich nicht anders) haben wir einen Ableger gemacht der sich gut entwickelt hat. Beide Völker sind eigentlich recht stark würde ich schätzen - es fehlt mir da noch an Erfahrung beim Schätzen der Volksstärke.


    Aus meiner Sicht als Anfänger kann ich noch sagen, dass mir z.B. die Warre in der Hinsicht nicht so gefällt, dass man keinen richtigen Überblick über das bekommt was im Volk vor geht z.B. ist Brut drinne (einzelne Waben ziehen ist für mich da keine Option) , wo ist meine Königin (wenns denn mal sein muss), hat meine Ablegerzarge wenigstens eine Schwarmzelle (danke an Finvara für den Tipp mit dem Ausschnippeln einer solchen Zelle - das klappte ganz hervorragend), wieviel Milben sind gefallen. Das sind sicher alles Sachen die einen erfahrenen Imker weniger tangieren weil er damit klar kommt allerdings mich verunsichert haben.
    Ganz schrecklich finde ich das Warredach was unhandlich und schwer ist ... allerdings nett aussieht. ;)
    Alles in allem sehe ich die Warre als Experiment welches weiter läuft aber meine Entwicklung wird in eine andere Richtung laufen.
    Grüße
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Kleine Nachfrage zum Honigertrag:


    Ihr erwartet eine durchschnittliche(!) Honigernte von 18-20 Kilo pro Volk, bei einer Schwarmquote von 100 Prozent, ohne zu wandern und ohne im Herbst mit Zucker füttern zu müssen, wobei die Bienen die Waben auch noch erst mal selbst bauen müssen? Das klingt für mich nach paradiesischen Tracht-Verhältnissen oder Imkerlatein!?

  • Wie kommst du darauf das nicht gewandert wird ?:confused:
    Lies dir bitte meine Beiträge der Vergangenheit durch, dann wirst du feststellen das ich ausdrücklich darauf Hinweise das Trachten angewandert werden müssen wenn ein nennenswerter Ertrag garantiert werden soll.



    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Danke für Eure Statements!


    Finvara : Man sollte also meinen, dass die Warre- Betriebsweise funktioniert, genauso, wie sie der "Erfinder" propagiert. Problem scheint die Frühtrachtnutzung zu sein. Aber das Problem hatten diesjahr auch in normalen Beuten viele. Zuwenig Bienen bei starker Tracht mit der Folge, dass zuwenig für die Brutpflege da waren.


    @Bernhardt: naja, das "vielfältig" bezog sich mehr auf die einzelne Person, so wars von mir gemeint, leider mißverständlich. Deine Erfahrungen sind ja im wesentlichen deckungsgleich mit denen von finvara. Du sprachst aber den DWV an. Wie behandelst Du gegen Varroa?


    honig : Die Schwarmproblematik scheint DAS Problem zu sein. Vor allem zu dem frühen Zeitpunkt und wegen der fehlenden Sommer- und Spättracht. Das lässt mich noch zweifeln am Warre- Konzept. Mit dem Dach hast Du auch recht. Ist bei meiner Selbstbau- Beute das gleiche Problem. Ansonsten fehlt vielleicht gerade einem Imkerei- Anfänger die Langmut, die Dinge "laufen zu lassen", mir ging und geht es jedenfalls so. Wollte immer die Königin sehen und das Brutnest in Gänze. Vielleicht ist es gar nicht verkehrt, wenn der Stabilbau daran ein wenig hindert. Der Tautz soll ja mal gesagt haben "Meinen Bienen geht es gut. Ich habe wenig Zeit, mich um sie zu kümmern!" Vielleicht war es ganz gut, erste Erfahrungen mit Mobilbau zu machen.


    Interessant, dass die Auswinterung anscheinend problemloser klappt als mit anderen Betriebsweisen.


    Auf jeden Fall werde ich meine DNM- Magazine erstmal weiterverwenden. Die Langstroth- Flachzargengeschichte schaue ich mir auch irgendwann mal an.


    Trotzdem denke ich, im nächsten Jahr mal zwei Warre zu besiedeln. Grundlage soll mein Kuntzsch-Magazin sein. Der größeren Waben wegen will ich Half- Frames verwenden, nicht dass mir die Dinger bei viel Tracht (oder füttern) runterklatschen. Wandern kommt leider nicht in Frage, was mich verzweifelt nach günstigeren Standorten suchen lässt...


    Nochmal: Danke für Eure Mitteilungen! Waren gute Zusammenfassungen!


    Viele Grüsse
    Hagen

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  • Ja 2x durch AS mit ST dieses Jahr.

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  • Allerdings ist die Warre im Grunde nicht teuer ... auch mal auf das Futter gesehen. Wenn man sich überlegt, dass man pro Jahr pro Warre einen Vorschwarm verkaufen kann (sofern man ihn fängt) und der ungefähr für 75 € raus geht hat man Geld für 2 weitere Warre und Futter für zwei wenn man unbedingt einfüttern will. ;) Im Grunde kostet außer Futter die Warre nix und sogar das kann man sich sparen.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

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  • ...


    honig : Die Schwarmproblematik scheint DAS Problem zu sein. ...


    Viele Grüsse
    Hagen


    Hallo Erzgebirgler,
    Oberträgerbeuten, egal ob Warre oder Christ, erfordern eine Betriebsweise die sich in einigen Punkten Grundlegend von der der herkömmlichen Rähmchenbeuten unterscheidet.


    @ Erhard Klein,
    Ich werde meine DERZEITIGE Betriebsweise kurz erläutern.
    ( Derzeitig deswegen weil auch ich noch in der Phase des Probierens und Experimentierens bin. Es ist also durchaus möglich das diese im nächsten Jahr wieder anders aussieht. Die Winter sind schließlich lang:wink:.)
    Meine Bitte darum auch an alle Warrebetreiber diese nicht als allgemeingültige Wahrheit zu nehmen ! Zu vieles ist abhängig von äüßeren Einflüssen,( Tracht ,Wetter usw.). Und zu vieles weiß ich selbst noch nicht.


    Zuerst einmal mußte auch ich mich von dem Gedanken der Schwarmverhinderung verabschieden.
    Schwärme sind heute bei mir erwünscht. Steigern sie doch die Vitalität des Biens enorm, Schwärme bauen gut , Schwärme sind enorm fleißig !
    ( Wäre nicht das Problem des einfangens würde ich auch Nachschwärme zulassen.aber wie gesagt , noch sind wir nicht am Ende mit dem Probieren)


    Betriebsweise:


    1, Das ausgewinterte Stammvolk bringt Anfang Mai einen guten Vorschwarm.


    2, Der Schwarm wird auf zwei oder drei Zargen ( je nach Größe) eingeschlagen und auf den Platz des abgeschwärmten Volkes gestellt.Das alte Volk wird komplett verstellt. So bekommt der Schwarm mit der Altkönigin im laufe der nächsten Tage alle noch vorhandenen Flugbienen des Stammvolkes.
    Sobald die erste Brut im Schwarm gepflegt wird, bekommt er die Honigzarge des Stammvolkes mit allen darin befindlichen Bienen aufgesetzt. ( Aufpassen das keine Weiselzellen drin sind !!!)
    Der so extrem verstärkte Schwarm entwickel sich in der kleinen Warre- / Christbeute prächtig, hat genug Raum, sammelt sofort wie das Altvolk und hat seinen Schwarmtrieb erst mal ausgelebt. Die meist schon fast volle Honigraumzarge wird sehr schnell ganz gefüllt und Brutfrei und kann entnommen werden.
    Dieses Volk kann nun, sofern genug Tracht im Umkreis ist, bis auf weiteres sich selbst überlassen werden.


    Das nun stark geschwächte ehemalige Stammvolk verliert jede Lust zum weiteren Schwärmen. Die überzähligen Weiselzellen werden von den Bienen ausgebissen.
    Man muß jetzt nur darauf achten das auch eine neue Königin in Eilage geht.
    Da die untere Zarge/ Zargen voller verdeckelter Brut sind, erstarkt das Volk innerhalb der nächsten 4-8 Wochen bei Ausreichender Tracht so gut das es bis mitte Juli noch einen Ableger liefert.
    Wichtig dabei ist allerdings das diese Völker immer im Futter stehen. Also notfalls Füttern ! Die Königin darf nicht aus der Eiablage gehen.


    Was die Vorschwärme betrifft, die nun die eigendlichen Trachtvölker sind, so ist darauf zu achten das nach der Linde bei Trachlosigkeit Weiselzellen angesetzt werden können.
    Drei meiner auf diese Art behandelten Vorschwärme gaben im Juli noch einen sog. Heidschwarm ab. Von denen mir leider zwei durch die Lappen gingen da ich :oops: damit nicht gerechnet habe.


    @ erhard.klein,
    Honigernten von etwa 18 kg / entspricht bei mir ungefähr einer Zarge a, 9 Waben , sind auf diese Art auch bei einer " Schwarmimkerei" möglich.
    Die Korbimker der Lüneburger Haide beweisen dies seit Jahrhunderten.


    Die Bezeichnungen Warre/Christ benutze ich, da ich einen Teil der Völker nicht auf Zargen im üblichen Warremaß von 21 cm höhe gesetzt habe. Sondern auf Flachzargen von 15 cm Höhe, die mehr dem einstmals verwendeten Höhenmaß der von Pfarrer Christ entwickelten Beuten entsprechen. Alle Beuten besitzen bei mir neun Waben .
    Das Zargeninnenmaß beträgt 33 cm. Der Gesamtaufbau aller Beuten entspricht der der Warrebeuten.
    Diese Flachzargen sind viel billiger herzustellen, ermöglichen mir eine flexiblere Bearbeitung, und werden schneller mit Honig gefüllt und Brutfrei !


    Zur Varroabehandlung : Ich behandle mit aufgelegtem Schwammtuch und Ameisensäure von oben.
    Dazu benutze ich einen Holzramen von 3 cm höhe der auf die oberste Zarge gelegt wird um einen entsprechenden Verdunstungsraum zu schaffen.
    Aber da giebt es viele Möglichkeiten. Eigendlich die selben wie in jeder anderen Beute.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von Finvara () aus folgendem Grund: ungenaue Formulierung

  • Mal ehrlich, für Insektenhalter und als zusätzlicher Kostenbringer für teueres Hobby gut geeignet, ....Ich wünsch Euch viel Erfolg. Auch die kleine Hobbyimkerei sollte sich doch selbst tragen, oder sehe ich das falsch.
    Gruß Peter


     
    Insektenhalter.... der war gut!
     
    Mir gefällt ganz einfach die Art und Weise, und ein Vergleich zwischen den Betriebsweisen würde mich interessieren. Erstmal aber müssen meine DNM- Völker übern Winter. Leider gibt es hier bei uns wenige, die Magazine in Betrieb haben. Kenne nur einen mit kombatibler Zanderbeute, hat sie allerdings auch mit DNM bestückt. Mit einem Langstroth- Imker bin ich in Kontakt. Ist von diesem Jahr auch nicht unbedingt begeistert, haben auch viel geschwärmt, eigentlich die gleichen Probleme wie alle anderen. Imkert aber in einer noch rauheren Lage, wobei die Landwirtschaft dort nicht so intensiv ist. Naja.
    Ab welchem Jahr, denkst Du, kann sich eine Hobby- Imkerei selbst tragen?
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hagen/Peter - hier gänge es weiter da das zu dem Threadthema Warre nicht gehört http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=18031

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"