Wieviel "trinkt" ein Volk....

  • Hallo Imker,
     
    Ich habe mit dem Einfüttern begonnen. Habe jedem Stock als erste Gabe ca. 7,0 l Zuckerwasser (2:1) am Freitag verabreicht.
     
    Bei einem Volk bereits am Samstag abend staubtrockener Futtertrog....
     
    Gibt es das? Dicht isser.... Ich bin erstaunt....
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Hagen,
    warum fütterst du den so eine dicke Suppe?


    Am besten bewährt hat sich doch wohl die Mischung 3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser. Also 3:2. Hierbei wird dem Volk keine übermäßige Arbeit -zur Ausscheidung des überflüssigen Wassers zugemutet und es besteht auch keine Gefahr, dass die Lösung im Winter in den Waben auskristallisiert, wie dies bei 2 : 1 leicht vorkommt.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Hagen,


    ich füttere auch im Verhältnis 3:2! Hier waren sich alle Imkerkollegen ausnahmsweise mal einig. Die Empfehlung meines Paten ist für ein einzargises Volk 15Kg Zucker und für ein zweizargises Volk 22 Kg. Diese habe bzw werde ich auf 3 Etappen geben. Den ersten Schwung von 5 bzw 7 Kg waren zwischen 2 und 4 Tagen komplett aufgebraucht!


    Gruß


    Michael


  •  
    Hmmm, mit dem Lösen hatt ich so meine Probleme...
     
    Aber Liebig schrieb: ".... ob 1:1, 3:2 oder 2:1, ob in vielen kleinen Gaben oder wenigen großen... ist unwichtig".
     
    M. M. nach wäre 3:2 tatsächlich besser, ich könnte kaltes Wasser nehmen.
    Wenns auch noch besser ist für die Bienen ist, dann mach ich das in Zukunft.
     
    Gut, aber was ist mit dieser Menge, die innerhalb 24 h weggefuttert wurde? Die anderen haben 2 Tage gebraucht, bzw. es war sogar gestern noch was drinne.
     
    Grüsse
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Aber Liebig schrieb: ".... ob 1:1, 3:2 oder 2:1, ob in vielen kleinen Gaben oder wenigen großen... ist unwichtig".


    Hallo Hagen,
    ja, was soll denn der Herr Liebig auch anderes schreiben? Das steht ja überall so geschrieben.


    Mit der Lösung 1:1 füttert man in der Trachtzeit einen Schwarm, der auf Mittelwänden sitzt. Ansonsten ist die Lösung 1:1 „Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“. :-(


    3:2 ist die Standard - Lösung zur Einfütterung. Eine ähnliche Konsistenz hat auch das Fertigfutter.


    2:1 nimmt man bei einer sehr späten Auffütterung z. B. nach der Heide. Heute setzt man da aber auch auf Fertigfutter.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Hagen! Na klar gibt's das- jedes Volk hat seine eigene Geschwindigkeit! Bei meinen Völkern gibt es auch so eins, die nehmen das Futter extrem schnell auf. Ich füttere übrigens auch 3:2.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • @ Dieter; @ Michi; @ Zonia.
     
    3:2! ist gebont. Werde es in Zukunft so machen, da auch schneller zuzubereiten.
     
    Hagen

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  • Hallo zusammen, hallo Hagen,


    kleiner Tipp am Rande.


    Man kann sich das Wiegen des Zuckers sparen, wenn man sich als Faustregel merkt, daß 1 kg Zucker etwa den Raum von 2/3 Liter Wasser einnimmt. 3 kg Zucker ergeben also einen Raum von 2 Liter Wasser. 2 Liter Wasser dazu, man hat die richtige Lösung. Man füllt also ein Gefäß, z. B. einen Honigeimer oder besser einen emaillierten Eimer mit Literangabe zur Hälfte mit heißem Wasser und schüttet so viel Zucker hinzu, daß die Menge sich verdoppelt. Damit ist auf einem größeren Stand viel Arbeit erspart.


    (Bildquelle: privat)


    Wenn man in eine bestimmte Menge Wasser so viel Zucker gibt, daß die Raummenge sich verdoppelt, dann hat man eine Lösung, die etwas stärker ist als 3 : 2


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Dieter Uhlig () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Dieter, danke für den Tip. Frage mich allerdings eines: Wie hast Du die grafik in Deinen Text reinbekommen?
     
    Noch eine Frage: Ich habe nicht mit einer deart schnellen Abnahme des Futters gerechnet. Wollte so Mitte Sept. mit dem Einfüttern der zweizargigen Völker fertig sein. So wie es jetzt aussieht, könnte ich Ende August abschliessen. Ist das zu früh? Denn bis Oktober brüten sie ja (mind.) noch...
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Dieter, danke für den Tip. Frage mich allerdings eines: Wie hast Du die grafik in Deinen Text reinbekommen?


    Die Grafik ist von meiner Homepage. Eingefügt per Link


    Zitat

    Noch eine Frage: Ich habe nicht mit einer deart schnellen Abnahme des Futters gerechnet. Wollte so Mitte Sept. mit dem Einfüttern der zweizargigen Völker fertig sein. So wie es jetzt aussieht, könnte ich Ende August abschliessen. Ist das zu früh? Denn bis Oktober brüten sie ja (mind.) noch...

    Nö, ist doch genau richtig. Eingefüttert noch bevor die Wespen kommen :roll:


    Grüße


    Dieter

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  • HAALLLOOOO Erzgebirgler hat gefragt, WARUM das Futter so schnell weg war. Nicht wie man den Zucker auflöst und dergleichen.
    Erzgebirgler : Ich vermute Räuberei. Da sind die Tröge ruckzuck leer. Schau das Volk durch und füttere nochmal und mach eventuell die Mehlprobe, verkleinere das Flugloch etc.

  • HAALLLOOOO Erzgebirgler hat gefragt, WARUM das Futter so schnell weg war. Nicht wie man den Zucker auflöst und dergleichen.
    Erzgebirgler : Ich vermute Räuberei. Da sind die Tröge ruckzuck leer. Schau das Volk durch und füttere nochmal und mach eventuell die Mehlprobe, verkleinere das Flugloch etc.


     
    Habe daran gedacht. Allerdings ist das Flugloch bereits klein (ca. 3,5*0,7cm), und keinerlei Kämpfe sind zu sehen. Das Gitter dieses Fütterers ist nicht ganz dicht, der leere Trog sitzt immer voller Bienen. Keine fliegt beim Öffnen auf und macht sich davon, wie es "Räuberbienen" ja tun sollen. Die im Futtertrog sitzenden Bienen sind auch nicht die alten, schwarz erscheinenden, die ja angeblich bevorzugt räubern...
     
    Ich werde mal die Mehlprobe machen. Und nachschauen, ob die zweite Ladung auch so schnell weg ist.
     
    Gruss
    Hagen

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  •  
    Habe gestern noch mal nachgeschaut. Zwei Seiten vorher, bevor der Liebig davon redet, dass die Lösung egal sei, sagt auch er, dass 3:2 am günstigsten ist. Ich habe es ja auch nicht angezweifelt... Wollt es bloss nochmal schreiben...
     
    Hagen

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    Und nachschauen, ob die zweite Ladung auch so schnell weg ist.
     
    Gruss
    Hagen


     
    Und wieder waren sie die schnellsten. 7 l in 2 Tagen. Die anderen haben noch 1-1,5 l drin.
     
    Aber durch das füttern (am 29. 7. erste Ladung je 4-5 l) und das schöne Wetter gehen die jetzt ab wie die Katz'. So hätt' ich's mir im Mai gewünscht.
     
    Endlich sitzen am frühen Nachmittag die Beutenfronten voller Bienen. Man wollte schon Schwarmalarm ausrufen. Es waren aber keine Bärte am Flugloch, sondern ein Bienenpelz auf der Beutenfront.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)