Bienen gehen nicht ans Futter

  • Hallo,
     
    hier ein Anfängerproblem.
    ich komme gerade von meinen 2 Völkern ( Hinterbehandlungsbeute), so habe ich sie vorigen Monat übernommen. Gestern habe ich die Waben aus dem Honigraum entfernt und reichlich 2l Flüssigfutter reingestellt.
    Heute war ich kontrollieren. Das stärkere Volk war sehr eifrig am Futter,
    beim dem anderen waren nur ca. 5 Bienen am Futter. Was ist da los?
    Habe ich was falsch gemacht als?
    Am Flugloch kommen reichlich Bienen mit Pollenhöschen an. Für meine Begriffe unauffällig. Einige Wespen schwirren um die Beuten.

  • Hi,
    Du must eine Spur zum Futter legen, mal ein paar Tropfen daneben und die Finden das schon! Hier im Forum gibt es auch den Tip einen Wollfaden zu tränken und in's Futter zu hängen, Ein Lappen tuts auch, Dochtwirkung aber testen, nicht das alles rausläuft! Oder ist das Futter sauer (gährt).


    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Habe ein ähnliches Problem bei einem Volk mit Adamfütterer. Trotz Spur sind da kaum Bienen dran; das Futter ist jetzt schon seit ner Woche drauf - in der Zeit haben die anderen Völker 10 l abgenommen!
    Hatte schon mal reingeschaut aber eigentlich sieht alles gut aus - Königin ist da, Brut auch...sie wirken nur so passiv und duselig...kann mir das nicht recht erklären...


    Melanie

  • Duselig oder passiv beschreiben den Zustand der Bienen in der Beute sehr gut.
    Aber am Flugloch sind viele Bienen zu sehen mit Pollenhöschen.
     
    Gruß
     
    Landbiene

  • Habe ein ähnliches Problem bei einem Volk mit Adamfütterer. Trotz Spur sind da kaum Bienen dran; das Futter ist jetzt schon seit ner Woche drauf - in der Zeit haben die anderen Völker 10 l abgenommen!
     
     
    Melanie


     
    daß Bienenvölker unterschiedlich gewisse Futtermengen abnehmen ist wohl jedem erfahrenen Imker bekannt. Vorausgesetzt das Futter ist nicht sauer, sonstige Krankheiten oder Vergiftungen, gibts in diesem Fall nur eine gute Möglichkeit: umweiseln. Warum? Weil Bienen die nicht in der Lage sind, Futter schnell zu finden (gerade jetzt im August) und einzutragen, diese Eigenschaft auch im natürlichen Angebot (Nektar) aufweisen und deshalb auch keine guten Honigvölker sind.

  • Hallo, ihr Lieben,:p_flower01:


    eigentlich kann ich es nicht glauben, daß den Bienen der "Schuh" zugeschoben wird.:)
    Die finden Futter durch jedes Schlüsselloch.
    Und dann schnell umweiseln. Das ist bestimmt keine Lösung.:evil:
    Das Problem liegt woanders, denke ich mal, aus eigener Erfahrung lag es immer bei mir, und nicht an den Bienen.
    Passiv und dusselig bin ich auch öfter sehr gerne.:wink:


    Herzliche Grüße, Pia:Biene:

    ich würd gern mit den Bienen fliegen...

  • Ich geb Pia recht.
    Ich hab die 5Liter Eimer mit Sieb im Deckel, da geb ich aufgelöstes Zuckerwasser rein. Umgedreht und aufs Spundloch rauf. Aber dieses Jahr nehmen etwa die Hälfte der Völker das Futter sehr schleppend ab, sogar wenn man Honig drunter mischt. Ich weiss nicht woran das liegt. Jedenfalls nicht am Futtervorrat in der Beute, der ist unterschiedlich hoch, auch nicht an einer jungen oder alten Queen, denn bei beiden ist das Phänomen aufgetreten. Wer weiss Rat?

  • Hey, Nico,:p_flower01:
    es ist noch Tracht im Lande.:daumen:


    Herzliche Grüße, Pia
    (Ich habe Wasserdost, Mähdesüß am Bach, Blatthonig an Linden)

    ich würd gern mit den Bienen fliegen...

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    ist vielleicht eine blöde Frage aber habt Ihr Sie vor dem Auffüttern gewogen?
    Die Völker bei einer Freundin wogen nach dem Ernten der Honigräume auf zwei Zargen(DN /SE) 38 KG.


    Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Meine Erfahrung
    getreu einem polnischen Sprichwort: (nur fonetisch) "Dobri Piuk - dobri Meister".


    Ein guter Trinker ist auch sonst fleißig. Das Volk, das jetzt kein Futter nimmt, wird das Frühjahr wahrscheinlich nicht erleben. Wobei diese Phase gewöhnlich erst in vier Wochen aktuell sein sollte....


    So ist's jedenfalls bei uns meistens.
    Umweiseln macht da auch nichts besser. Vielleicht könnte eine Totalsanierung unter Vernichtung der Brutwaben helfen - habe ich aber angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit noch nicht probiert.


    Man hofft ja auch immer auf ein "Wunder".


    Im März weiß man dann, wie selten Wunder sind ...


    Grüße ralf_2

  • Hallo alle zusammen,
    von mir erst einmal Entwarnung. War gerade bei den Bienen und beide Völker waren eifrig am Futter. Als Anfänger macht man sich halt schnell Sorgen und überlegt, was man falsch gemacht haben könnte. Mal sehen wie es in ein paar Tagen aussieht. Vielen Dank an alle.
     
     
    Gruß Landbiene

  • Die Altvölker haben bereits vergangenes Wochenende ihre erste 10l Portion Sirup bekommen.
    Nach 2 Tagen :eek: waren die Kübel leergeschleckt, die aufgesetzten MW ausgebaut und die Schwimmhilfen angenagt.
    Vergangenes Jahr brauchten sie etwa 5 Tage...