Edelkastanienpflanzung in NRW

  • Hallo,


    ich würde gern Edelkastanien bei mir Pflanzen, bin aber nicht sicher ob die hier überhaupt gedeihen (und honigen...).
    Manche sagen das es geht, andere meinen es sei zu kühl und zu feucht.


    Nun weiß ich nicht recht, ob ich da nicht lieber die Finger von lassen soll...
    Stimmt es das man in NRW mit der Edelkastanie nichts anfangen kann?

  • Castanea sativa , die Edelkastanie, gedeiht ausgesprochen gut in NRW, ich kenne zahlreiche Bestände in "freier Wildbahn" und habe auch auf dem eigenen Grundstück einige Bäume, die jährlich gut blühen und tragen. Aber bis die alt genug zum blühen sind dauerts halt anderthalb Dekaden:-D.
    Viele Grüße
    Roland

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

  • Hallo Wabenklau,
    das mit dem Blühen geht bei Edelkastanien schon bei einem Alter von 7 bis acht Jahren los. Zwar ist die Menge der Blüten da noch überschaubar aber es werden ja von Jahr zu Jahr mehr.
    Natürlich sollte der Standort hell und die Bodenverhältnisse gut sein.
    Zu kalt und zu feucht ist Quatsch - bei mir kommt die Edelkastanie bis in 1000m Höhe vor und regnen tuts hier bis zu 2000 mm im Jahr.
    Gruß
    Morpeus

  • Hallo,
    ich würde nur noch die Rotblühenden pflanzen, weil die gegen die Miniermotten halbwegs resistent sein sollen.
    Meine Kastanien, die ich als Keimlinge von der Müllkippe geborgen und großgepflegt habe (ist bald 40 Jahre her...), werde ich demnächst verfeuern, weil ich keinen Bock mehr auf braune Blätter ab Juni habe.
    Die empfohlene Laubsammelmethode (drei Jahre lang penibel praktiziert) ist ja nur eine dieser tollen Aufrufe an die naturliebende Stadtbevölkerung á la Mülltrennen und Glühlampenverbot. Viel Bewegung und kein Effekt - höchstens etwas mehr heiße Luft.


    Jedenfalls dürften so auch die Parasiten verschwinden. Es sollte ja mal Medikamente geben, aber unsere Ökologen kämpfen ja lieber mit dem Klima, demnächst sogar gegen den Sonnenwind.


    Viel Spaß ralf_2

  • Hallo Ralf_2,
    zu dieser späten Stunde verzeihen wir Dir Deine Verwechslung von Edelkastanie und Roßkastinie...
    Viele Grüße
    Lothar
     
    Müll trennen? Ein einsilbiges Wort?

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin!


    wie finde ich denn heraus ob der Boden zu feucht ist? Gibt es da Bioindikatoren für oder eine Narrensichere Meßmethode?
    Also Ackerschachtelhalm wächst da schon mal, ein Wassergraben ist auch in der Nähe...

  • ...wie finde ich denn heraus ob der Boden zu feucht ist?


    Nimm einen Eimer Wasser und schütte das Wasser auf den Boden. Dann beobachte, wie schnell das Wasser versickert. Mache Vergleiche mit sehr trockenen Standorten und sehr nassen Standorten (bekanntermaßen trocken/nass).


    Ob der Boden nass ist und damit nicht zuträglich, hängt auch von der Bodentemperatur ab, und dann von der Bodenschattierung. Stehen dort sehr viele Bäume? Buschwerk? Offene Savanne? Ackerwüste?


    Bernhard

  • Ackerschachtelhalms


    Hast Du den Ackerschachtelhalm genau bestimmt? Es gibt eine Menge Schachtelhalme. Bei uns wächst er auch auf sandigem Acker, weswegen er wohl auch Ackerschachtelhalm und nicht Sumpfschachtelhalm genannt wird. In der Nähe von Gewässern ist er natürlich verbreiteter.


    Das Eine muss aber nicht das Andere bedeuten. Zeigerpflanzen taugen nur als Zeiger, wenn Sie von mehreren anderen Zeigerpflanzen bestätigt werden. Ansonsten zählt nur das sogenannte Mikroklima des Standorts. In einer kleinen Nische kann es sehr trocken sein, während rundherum das Wasser hoch steht.


    Vernünftig wäre es, mit ein paar Bäumen einen Testballon steigen zu lassen und zu sehen, wie sie sich entwickeln.


    Bernhard