transgene Maispflanzen locken natürliche Feinde des Maiswurzelbohrers an

  • Max-Planck-Wissenschaftler haben zusammen mit Kollegen der Universität Neuchâtel (Schweiz), der TU München und dem United States Department of Agriculture (University of Missouri, USA) transgene Maispflanzen getestet, die über ihre Wurzeln den natürlichen Lockstoff (E)-beta-Caryophyllen (EßC) in den Erdboden abgeben. EßC lockt Nematoden an, kleine Fadenwürmer, die die Raupen des Maiswurzelbohrers angreifen und töten.



    http://idw-online.de/pages/de/news327808

  • Immer diese Gentechnik. :evil:



    :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Achtung Satire:


    Schiffskonstrukteure entwickeln Lösung für Titantic-Problem: Damit der erschütternde Schrägstand nach der Kollision sich nicht wiederholen kann sollen nach entstandenen Löchern im Bug eines Schiffes, automatisch im Heck gleichgroße Löcher aufgehen. so geht das Sinken zwar schneller geht, aber die Rettungsbote lassen sich bei waagerechtem Untergang besser ins Wasser lassen...

  • Und bei Kampfjets sprengen die sogar den Deckel weg, wenn der Pilot am gelb-schwarzen Hebel zieht und unbedingt ma raus will ... was die da nicht alles erfinden um Leben zu retten ... man weiß es nich, man weiß es nich ... Und jetzt locken die sogar Nützlinge an. Nee, nee, nee. Nematoden muß ich nicht haben. Stell' Dir nur vor Du ißt dann so'n Stück vom geklauten Maiskolben und kriegst Würmer davon. Weil's die anlockt. Außerdem fehlen ja dann die Nützlinge - angelockt über weite Strecken - beim Nachbarbauern, der folglich Selbstmord begehen muß. Nein, Nützlinge anzulocken gehört verboten. Nützlinge generell irgendwie zu beinflussen oder gar auszusetzen sollte verboten sein. Nützlinge extra irgendwohin zu bringen und dort fliegen zu lassen, gehört regelrecht bestraft. Der Handel mit Nützlingen auch. Auch indirekt über ein Vermarkungsverbot der Nützlingsprodukte. An der Wurzel muß man diese Nützlinge und ihre Helfershelfer bekämpfen und nicht etwa dahinlocken.


    Nein, es ist besser den Maiswurzelbohrer mit ordentlich Beize zu verscheuchen, dann haben die Nützlinge auch für das Feld vom Nachbarn noch Zeit und rennen nicht abgehetzt von Gen-Mais zu Gen-Mais auf der künstlichen Fährte.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry aber eins muss man auch bedenken - Äcker, welche nach Bioverordnung bearbeitet werden sind gesünder was das Bodenlebewesenzeugs an geht (hab ich bei Quarks und Co gesehen). Es ist also eigentlich bissel albern erst alles tot zu machen und dann wieder an zu locken zu wollen weil man eigentlich nur gutes Handwerk machen müsste und dann bleibt der Boden von selbst reich an Kleinstlebewesen ... eben gesund. Ich weiß - es wird wieder komplizierter sein. Allerdings ists alle mal besser als Gift drauf zu hauen wenn es auch etwas natürlicher geht. Mich erinntert das ganze bissel an dieses Maikäferproblem (fremde Maikäfer wurden importiert weil sie Schädlinge besser verdrücken und dann werden sie zur Plage ) - erst nach Jahren wird man sehen obs funktioniert ... ich tendiere dazu dass wieder irgendwelche unkalkulierten Seiteneffekte auftreten.
    Naja schaun wir mal.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hier steht:


    Zitat

    We identified a maize terpene synthase, Terpene Synthase 23 (TPS23), that produces (E)-β-caryophyllene from farnesyl diphosphate.


    aus: http://www.plantcell.org/cgi/content/abstract/20/2/482 (Hervorhebung von mir)


    Da steht auch weiter:


    Zitat

    The biochemical properties of TPS23 are similar to those of (E)-β-caryophyllene synthases from dicotyledons but are the result of repeated evolution.


    Zu TPS23: http://jcp.sagepub.com/cgi/content/abstract/6/3/182


    Zitat

    Mesoridazine (TPS-23), A New Antipsychotic Drug


    Weitere Studien: http://scholar.google.de/scholar?hl=de&q=TPS+23


    Wichtig, ist zu erkennen, dass Stoffe nicht aus dem Himmel fallen und nachher nicht einfach verschwinden. Dass heisst, es gibt vorherige Stoffe, aus dem die Stoffe produziert werden und nachher die Abbaustoffe dieser Stoffe.


    Um die Wirkungen zu beurteilen, sind also Ursprungsstoffe und Metabolite zu beleuchten.


    Wie Konstantin schon sehr treffend darstellte, sind damit die Ausgangsprobleme nicht gelöst. Wie ein führender Chemiekonzernmitarbeiter zu mir sagte: Die Anlage eines Maisfelds ist eine weitaus größere ökologische Katastrophe, als die nachher eingesetzten Pestizide (durch die mechanischen Arbeiten und die Monokultur). Natürlich wollte er meiner Meinung nach die Gefährlichkeit der Pestizide runterspielen, aber ein Körnchen Wahrheit ist da schon dran.


    Das muss allerdings garnicht so sein. Denn gegen eine Untersaat mit Kräutern, die genauso ätherische Öle wie (E)-β-caryophyllene enthalten! wie die tollen Genpflanzen, spricht beim Mais meiner Ansicht nach nichts. Weil eine solche Unterpflanzung würde nicht nur die natürlichen Feinde des Maisschädlinge anlocken, sondern auch anderen Insekten zugute kommen. Das kann der Supergenmais nicht. Wäre doch toll, wenn unter der Maismonokultur ein blühender Teppich wäre! Ich kann mir da Basilikum, Klee, Löwenzahn oder besser eine Mischung aus Bodendeckern vorstellen, die leicht vom Mais überholt werden.


    Die Auflösung der Monokultur wäre eine echte Lösung, die sowohl dem Bauern, dem Naturhaushalt als auch unseren Honigbienen zugute kommt.


    Bernhard