Einengen und Wabenhygiene!

  • Hallo


    habe letztes Wochenende abgeschleudert und wollte eigentlich heute oder morgen meine Völker einengen.
    Das heist mit Wabenhygiene, unterste Zarge raus zweite auf Bodenbrett
    und den abgeschleuderten Honigraum als zweite Zarge.
    Jetzt habe ich etwas Zweifel ob es dafür noch zu früh ist weil im Liebig "Einfach Imkern" immer von August die Rede ist.

  • ...... Jetzt habe ich etwas Zweifel ob es dafür noch zu früh ist weil im Liebig "Einfach Imkern" immer von August die Rede ist.


    Reinschauen in die untere Zarge und dann entscheiden.
    Ich nehme die unterste Zarge meist im Frühjahr weg.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Happy,
    ich lege immer nach dem Abschleudern Anfang Juli auf das unterste Magazin das Absperrgitter. Im das untere Magazin kommen dabei nach Durchsicht die schlechtesten Waben. Kö kommt über das Absperrgitter und hat mit dem alten BR (mit guten Waben) und dem ausgeschleuderten HR 2 Magazine zum Brüten. Bei der Durchsicht wird gleiche eine MS-Behandlung gemacht um den Milbendruck zu reduzieren. Futterteig oben drauf hält das Brutgeschäft in Gang, ohne das gleich alle Waben mit Futter zugepackt werden. Das Flugloch wird nach dem Abschleudern auf ca 2cm² verkleinert.


    Nach 3 Wochen ist die Brut unter ausgelaufen und du kannste das untere Magazin wegnehmen. Entweder abfegen oder mit Bienenflucht auf das Futtermagazin setzen. Habe ich hier im Forum gelesen, soll gehen. Ich habe bislang immer abgefegt und werde das Aufsetzen mal probieren.


    So hat man Anfang August die Völker so weit, dass die Witterfütterung erfolgen kann. Im Anschluss Aug/Sept dann noch Varroabehandlung deiner Wahl. (Ich verdampfe OS.) Im Dez. dann aber immer noch mal Träufeln.


    Mach ich die letzten Jahre so. Durchsicht ist ein bisschen aufwendig (gerade wegen Räuberei, immer geschlossene Kisten verwenden, Abendarbeit!), aber die Bienen danken es dir. Ich habe keine Verluste zu beklagen. Vielleicht aber habe ich auch nur Glück.

  • Hallo Zander,


    danke für die ausführliche Antwort.
    Habe gestern Abend meine Zweifel dann doch noch zur Seite geräumt und mein Vorhaben umgesetzt.
    Also 1. Zarge raus, 2. auf Bodenbrett, Restbrutwaben (war nicht sonderlich viel) aus der alten 1er Zarge an Wabeposition 2 von der neuen 2. Zarge die aus dem abgeschleuderten Honigraum besteht.
    Dann 5 Liter Eimer mit Zuckerwasser in Leerzarge darüber.


    War echt toll, so viele Biene in der Lutf, ironisch gesehen.
    Ich hatte meine Strümpfe über die Jeans gezogen und habe noch gelacht als die ersten sich dort mit Stechversuchen ausgetobt haben. Bis sie dann den Bogen raushatten und durch die Maschen gestochen haben. Zuerst hatte ich ein kleines Tänzchen aufgeführt aber nach dem 4. oder 5. Stich bin ich ans Auto Verbandskasten auf und mit Verbandspäckchen die Füße bandagiert. Ich konnte ja nicht aufhören, war ja alles offen und das 2. Volk auch noch zu bearbeiten. Nachdem die Mädels dann auch hier den Bogen raus hatten und dann einfach tiefer zwischen Schuh und Bandage zu stechen ging nichts mehr. Ich in Schutzmontur ins Auto und nach Haus Gummistiefel geholt. Welch eine Wohltat.
    Jetzt sitz ich mit 12 Stichen in den Füßen hier und kühle mit Eisbeuteln.
    Tja selber Schuld gelle.


    LG

  • Ich in Schutzmontur ins Auto und nach Haus Gummistiefel geholt.
    LG


    dann sind wohl etliche neben die Beute nach unten (ins Gras? ) gefallen und haben sich gefreut ein Menschenbein zu finden, an welchem sie nun hochkrabblen können


    Tipp1:
    ...geb' den Mädels kurz nach dem Deckelheben eine kräftigen Stoß Rauch. Notfalls auch mehrere Stöße. Selbst 'Kampfbienen' gehen dann nach unten ... die meisten.
    Tipp2:
    ....die Schuhe und die Hose leicht mit dem Wassersprüher - wenn vorhanden - anfeuchten.

  • @ Jonas


    Du die waren gar nicht im Gras das ganze hat mich mehr an Pearl Habour erinnert. Die Mädels haben meine "Achillesferse" im Sturzflug angeflogen.
    "Hey Piper kannst das auch (-:"
    Echt das hat an Kamikaze erinnert wie wahnsinnige haben die wohl meine bereits markierte Schwachstelle angeflogen und versucht irgendwo eine Stelle zum zustechen zu finden. Wie schon geschrieben am Anfang habe ich noch gelacht, wohl eher innerlich.
    Jetzt um 21:26 des nachfolgenden Tages hab ich noch immer die Eisbeutel an den Knöcheln. Und ich wollte morgen MTB fahren. Ok sie haben gewonnen.


    :wink:

  • @ Jonas


    Du die waren gar nicht im Gras das ganze hat mich mehr an Pearl Habour erinnert. Die Mädels haben meine "Achillesferse" im Sturzflug angeflogen.
    "Hey Piper kannst das auch (-:"
    Echt das hat an Kamikaze erinnert wie wahnsinnige haben die wohl meine bereits markierte Schwachstelle angeflogen und versucht irgendwo eine Stelle zum zustechen zu finden.


    Das erinnert mich an einen meiner Außenstände in der letzten Saison. Da hatte ich nicht nur einmal helle Socken, die schwarz vor Bienen waren. Die waren völlig Verhaltensgestört und da halfen auch keine kräftigen Rauchstöße.
    Später diagnostizierte das JKI Kontaktgift/Thiacloprid und andere PSM.
    Gruß Peter


  • Kannst du das mal näher erklären


    Ich hatte letztes Jahr einige vergiftete Völker an denen das PSM Thiacloprid nachgewiesen wurde. In dieser Zeit und auch noch später, da ich keine Pollenwaben entfernt hatte, waren die Bienen EXTREM Angriffslustig. Besonders die Knöchelregion wurde angeflogen.
    Nervengifte bewirken oftmals Verhaltensstörungen u.a. auch ausgeprägtes Aggresssionsverhalten.
    Dein Beitrag hat mich halt daran wieder erinnert.
    Gruß Peter