Spritzung der Kartoffelfelder

  • Hallöle Imkers,
     
    weiß jemand wofür oder eher wogegen Kartoffeln im Moment gespritzt werden?

  • Hallo,
     
    ich bin mir nicht so ganz sicher aber spritzen die nicht entlaubungsmittel, damit das Grünzeug schneller welk wird? damit die Kartoffeln besser durch den Roder gehen ?
    Aber eigentlich doch noch zu früh...
     
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Thorsten,
    "Aber eigentlich doch noch zu früh..."
    für Frühkartoffeln und mittelfrühe Sorten...
    :lol:
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  •  
    Speisegetreide wird zwei Wochen vor der Ernte mit Roundup totgespritzt, damit es sich dann leichter mähen läßt!?
    Unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse zu Roundup ist das doch lecker oder???
     
    http://www.landwirt.com/Forum/…-Round-up-Geschichte.html
     
    besorgte Grüße aus dem Vorharz
     
    Jörg

  • Ja, ja Jogl....so ist´s,


    Da gibt es eben einige Erfordernisse, um Spritzungen bei den Kartoffeln durchführen zu müssen. So muß wegen der Krautfäule ( (Phytophthora infestans) vorbeugend gespritz werden. Da gibt es chemische (lt.Auskunft Bienen ungefährliche) und natürliche (auf Milchbasis, wie Magermilch etc.),Mittel, welche hier zum Einsatz kommen.
    Weiters gibt es Kartoffel-Vermehrer, welche das Saatgut der Züchter als *Elitesamen* vermehren. Diese Saatkartoffeln dürfen nicht *monstern* - und müssen eine gewisse Größe/Kleine aufweisen. Hier wird das Kraut *abgespritzt*. D.h., dass mittels Spritzmittel die Krautdürre herbei geführt wird, sodass die Kartoffeln nicht mehr wachsen und auch ausreifen.


    Es heisst zwar, dass jegliche Spritzmittel ungiftig bzw. Bienen verträglich wären............


    Nur zum Nachdenken:
    In unserer Schulzeit ( so um Mitte 50) kam immer eine Bedienstete des Gesundheitsamtes (Bezirksbehörde), um uns mittels DDT von den lausigen Zeiten zu befreien. Die Schädel waren weiß pepudert- es hat gestaubt.
    In der Generation meines Vaters, sowie in meiner Geschäftszeit - haben wir hunderte von Kilo dieses damaligen Wundermittels verkauft. Ob bei den Tieren, oder im Feld-und Gemüsebau- DDT war unübertroffen.
    ....bis man eben die Gefährlichkeit erkannte, dass dieses Mittel nicht abgebaut wird.


    Aus dem Vorgehen beim Kartoffel Anbau kann man erkennen, dass nicht einmal mehr diese *einfache Knolle* ohne Chemie und Schnickschnack angebaut werden kann.


    Gruß
    Tschiwi

  • DDT ist auch heute noch im Gemüse. Siehe:


    http://www.bvl.bund.de/cln_007….pdf/eg2005-psm-tab-E.pdf


    Das sind die Tabellen mit den Rückständen aus dem Gemüse im Supermarkt. Und wenn man auf Seite 90 runterscrollt, dann findet man, dass DDT auch heutzutage in der Babynahrung zu finden ist.


    Daraus folgt, dass uns die Geister nicht verlassen, die wir riefen.


    Bernhard

  • sorry....
    wie ich geschrieben - wird nicht abgebaut!
    Halbwertszeiten wie ein Atomreaktor.
    In unserem Gebiet war vor einigen hundert Jahren ein Arsenabbau.
    Sogar dies kann im Boden noch nachgewiesen werden.


    Gruß

  • Hallo Imkers,
     
    danke für die Antworten, denen ich entnehme, das es ein Mittel gegen Krautfäule oder eines zur herbeiführung der Welke des Kartoffelkrautes sein kann. Beides also, zumindest nach heutigem Stand "bienenungefährlich" :roll:

  • Hallo Lulu,


    bin kein Landwirt, aber ich weiß, das der schlimmste Feind der Kartoffelpflanze der Kartoffelkäfer ist ( die Larven und der Käfer ernähren sich vom Kraut ). Könnte also auch ein Insektizid sein, was da gespritzt wird. Ob das dann für Bienen gefährlich ist???


    Gruß Günter

  • Hallo Miteinander,
    Ein "Häutungshemmer"?
    Kann dieser evtl. durch blühendes "Unkraut" auf den Kartofelfeldern eingetragen werden?
    Fragt sich
    Lothar

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